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Von Judith Malter

„Nicht gesagt, dass ich auf jeden Fall gehen will“ Gladbachs Zakaria bestätigt Gespräche mit Eberl

Denis Zakaria von Borussia Mönchengladbach applaudiert nach dem 3:1-Sieg gegen Arminia Bielefeld im Borussia-Park am 12.09.2021 den Fans.

Denis Zakaria von Borussia Mönchengladbach kann sich eigenen Aussagen nach gut vorstellen, seinen 2022 auslaufenden Vertrag zu verlängern.

Mönchengladbach. Seit Wochen wird über die Zukunft von Mittelfeld-Krake Denis Zakaria (24) spekuliert. Immerhin läuft der Vertrag des Schweizers im Sommer 2022 aus. Immer wieder wurde daher darüber berichtet, dass es noch keine Gespräche bezüglich einer Verlängerung des Arbeitspapiers gegeben habe und Zakaria den VfL außerdem gerne bald verlassen würde. Vor dem Bundesliga-Kracher gegen den BVB am Samstag (25. September 2021/18.30 Uhr/GladbachLIVE-Ticker) hat sich Zakaria nun aber zu seiner Zukunftsplanung geäußert und verraten – es hat mittlerweile bereits erste Gespräche mit Sportdirektor Max Eberl (48) gegeben.

Zakaria: „Haben bereits mit Max Eberl geredet“

Denis Zakaria (24) galt lange Zeit als Wechsel-Kandidat in der vergangenen Transferperiode, waren doch Berichte laut geworden, nach denen der 24-Jährige Borussia unbedingt verlassen wollte. Im Interview mit der „RP“ offenbart der Schweizer nun: Er wollte gar nicht unbedingt wechseln. 

„Die Situation war mit meinem ehemaligen Berater zuletzt etwas kompliziert. Ich habe nicht gesagt, dass ich auf jeden Fall gehen will“, so der Mittelfeldspieler der Fohlen. Dazu offenbart er, dass es gemeinsam mit seinem neuen Berater mittlerweile bereits erste Gespräche über seine Zukunft mit Gladbachs Sportdirektor Max Eberl gegeben habe. 

„Wir haben bereits mit Max Eberl geredet (...)Ich habe immer gesagt, dass ich mich in Gladbach wohl fühle. Wir werden noch weitere Gespräche führen müssen, noch kann ich nicht mehr dazu sagen“, sagt Zakaria.

Damit bestätigt Zakaria auch die Aussagen, die der Gladbach-Manager in der Pressekonferenz der Fohlen am Donnerstag (23. September) gemacht hatte. Eberl hatte da nämlich bereits angedeutet, dass er das Gespräch zu Zakaria und Ginter, dessen Kontrakt ebenfalls 2022 ausläuft, gesucht habe.

Einen Verbleib am Niederrhein kann sich „Zak“ eigener Aussagen nach jedenfalls sehr gut vorstellen. Und: Trainer Adi Hütter (51), unter dem er bereits vor seinem Wechsel zu Borussia bei Young Boys Bern spielte, spielt dabei seinen Aussagen nach eine wichtige Rolle. „Ich fühle mich gut hier und das liegt nicht nur am Trainer. Aber klar ist Adi Hütter ein Plus für mich. Es ist immer gut, wenn du einen Trainer hast, der deinen Spielstil mag.“

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Zakaria gibt zu, sich darüber zu freuen, nun wieder mit Hütter zusammenarbeiten zu können. „Ja, es ist sehr schön für mich, nach so langer Zeit wieder mit ihm zu arbeiten. Er war früher für mich wie ein Vater, ich habe unter ihm mit dem Profifußball angefangen und viel von ihm gelernt. Er hat mir damals sehr geholfen.“

Vor allem in Sachen Seriosität, habe Hütter Zakaria damals weitergebracht, spielerisch habe vor allem die Fokussierung auf Pressing gut zu Zakarias Art gepasst.

Insgesamt ist Zakaria bei Borussia wieder auf dem aufsteigenden Ast. Nach einer langwierigen Verletzung – Zakaria erlitt nach einem Zusammenstoß mit VfL-Keeper Yann Sommer (32) einen Knorpelschaden im Knie – ein gutes Gefühl für den Schweizer-Nationalspieler, der zudem noch von einer Corona-Infektion zurückgeworfen wurde. „Es hat schon lange gedauert. Ich habe aber viel und intensiv auch über die Einheiten beim Verein hinaus mit meinem Personal Coach gearbeitet, um wieder fit zu werden. Jetzt bin ich auf einem guten Weg zurück zu meiner Top-Form. Es ist klar, dass ich noch ein paar Spiele brauche, aber ich fühle mich wieder sehr gut.“

Dem kommenden Bundesliga-Spiel gegen Borussia Dortmund sieht der Schweizer daher auch voller Zuversicht entgegen. Dass es dabei ausgerechnet gegen Ex-Coach Marco Rose (45) geht, interessiert ihn allerdings nicht. „Das ist kein Thema für mich. Ich spiele gegen Dortmund, will die drei Punkte holen und ein gutes Spiel abliefern. Und das ist es auch schon“, zeigt er sich abgeklärt.

Davon, dass die Fohlen trotz des schlechten Bundesliga-Starts gegen den BVB punkten kann, ist Zakaria überzeugt. „Ich weiß, dass der Start von uns nicht gut war. Das Spiel gegen Bayern war schon gut, die Partien danach nicht so. Auch in dem Spiel gegen Bielefeld, das wir gewonnen haben, hätten wir sicherlich noch besser spielen können. Es ist klar, dass es gegen Dortmund nicht einfach wird, das ist ein großer Gegner, der gut drauf ist. Wir haben auch einen neuen Trainer und müssen sicherlich noch mehr zueinanderfinden. Trotzdem bin ich mir sicher, dass wir gegen Dortmund gewinnen können“, betont er.

Dafür brauche es allerdings vor allem Selbstvertrauen. Zakaria: „Wir müssen alle sicher sein, dass wir das schaffen können. Wir haben es schon gezeigt. Wir sind Borussia Mönchengladbach und brauchen keine Angst zu haben. Das müssen wir am Samstag zeigen.“

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Angst davor, im Falle eines erneuten Misserfolgs dauerhaft in der unteren Tabelle festzusitzen hat der Schweizer in keinem Fall: „Das ist im Fußball eben so, das ist normal. Wenn wir die ersten fünf Spiele gewonnen hätten, wäre die Rede von der Deutschen Meisterschaft. Wir schauen nicht auf die Tabelle. Wir haben viel Qualität im Kader und andere Ziele, wollen wieder international spielen. Wir müssen besser spielen als jetzt in der Startphase, das ist klar und die wichtigste Sache derzeit. Aber wir machen uns nicht zu viele Gedanken über unsere jetzige Tabellenposition.“

Man wolle alles daran setzen, die Partie am Samstag im Borussia-Park für sich zu entscheiden – auch, weil nach dem Ausbruch der Corona-Pandemie endlich wieder Fans bei den Spielen der Fohlen dabei sein dürfen. „Ich hoffe, dass wir die Zuschauer mitnehmen und richtig Feuer machen können im Borussia-Park“, so Zakaria.

Diesen Wunsch wird wohl jeder Gladbach-Fan eins zu eins unterschreiben – so wie Zakaria vielleicht schon bald doch noch seine Vertragsverlängerung?