Gladbachs Abwehr-DilemmaDarum wird die Länderspielpause zum Problem für Blessin

Trainer Alexander Blessin an der Seitenlinie.

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Trainer Alexander Blessin muss die Fohlen-Abwehr stabilisieren.

Alexander Blessin ist da, doch die Baustelle bleibt – und die Verteidiger sind weg!

Eine gewaltige Aufgabe wartet bei Borussia Mönchengladbach auf Alexander Blessin. Er soll nach einem furchtbaren Start in die Saison mit vier Pleiten aus vier Begegnungen für die Kehrtwende sorgen. Damit keine Minute ungenutzt bleibt, übernahm Jan-Moritz Lichte die Trainingseinheiten am Montag und Dienstag, bevor Blessin am Mittwoch offiziell seinen Dienst antritt. Lichte unterstützt den neuen Cheftrainer jetzt aus der zweiten Reihe.

Die größte Sorge bei den Fohlen ist die wackelige Abwehr, die schon 16 Gegentreffer kassiert hat – das sind im Durchschnitt vier Stück pro Partie. Die 3:4-Niederlage gegen Mainz am letzten Samstag hat das ganze Dilemma offengelegt, als selbst drei eigene Tore nicht für Zählbares ausreichten.

Gladbach in der Länderspielpause ohne Innenverteidiger

Und genau das macht die Länderspielpause so knifflig. Für Blessin ist sie Chance und Problem in einem. Das berichtet „Kicker“. Auf der einen Seite hat er über zwei Wochen, um seine Philosophie zu implementieren und mental auf die Spieler einzuwirken. Auf der anderen Seite sind ausgerechnet in der Problemzone, die am dringendsten repariert werden muss, kaum Profis vor Ort.

Die Lage im Defensivbereich ist mehr als angespannt. Alle vier etatmäßigen Innenverteidiger des Profiteams sind auf Länderspielreise. Kevin Diks ist mit Indonesien beim FIFA ASEAN Cup aktiv, Ko Itakura bestreitet vier Läderspiele für Japan und Jan Leszczynski hofft auf sein Debüt für Polens U20 in der Elite League.

Doch das ist noch nicht alles: Mit Fabio Chiarodia fehlt auch der vierte Spezialist für die Abwehrmitte, er ist für die EM-Quali-Partien der italienischen U21 am 1. sowie 5. Oktober berufen worden.

Das heißt für Blessin: In den Testpartien am Donnerstag in Siegen sowie am kommenden Samstag gegen seinen früheren Verein St. Pauli kann er keine Verteidigung testen, die eine Option für das Derby in Köln wäre. Obendrein fehlt mit Außenverteidiger Lukas Ullrich eine zusätzliche Defensivkraft, der bei der deutschen U21 weilt.

Jammern hilft nicht, Borussia muss mit dem Personal arbeiten, das zur Verfügung steht. Wenigstens gibt es auch gute Nachrichten: Yukhym Konoplia ist nach seinem Innenbandanriss im Knie wieder im Training dabei. Zudem ist der 18 Jahre alte Mathieu Nguefack trotz einer Einladung zur DFB-U19 am Niederrhein geblieben – für ihn die Gelegenheit, sich direkt bei Blessin ins Rampenlicht zu spielen. (red)