Eine Fohlen-Legende verhalf Alexander Blessin einst zum Bundesliga-Debüt. Ist Blessin der Richtige auf der Bank?
„Das hat mir gefallen“Gladbach-Legende packt über Ex-Schützling Blessin aus

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Winfried Schäfer verhalf Alexander Blessin einst zum Bundesliga-Debüt.
Eine unglaubliche Verbindung zwischen Alexander Blessin, dem neuen Coach von Borussia Mönchengladbach, und einer wahren Vereinslegende! Ihre gemeinsame Geschichte reicht zurück bis in die 90er. Ausgerechnet Winfried Schäfer ermöglichte Blessin am 14. August 1998 sein allererstes Spiel in der Bundesliga – das Ganze lief aber ziemlich schräg ab.
In der Partie des VfB Stuttgart gegen Borussia Dortmund kam der Angreifer, damals 25 Jahre alt, in der 26. Minute für Nationalspieler Fredi Bobic aufs Feld. Sein Einsatz war aber nach nur 50 Minuten schon wieder vorbei, denn Krisztián Lisztes kam für ihn ins Spiel. Blessin kam anschließend beim VfB wegen der starken Konkurrenz nur zu wenigen weiteren Einsätzen.
„Dann ist er der richtige Trainer für Gladbach“
Schäfer, der bei der Trainer-Legende Hennes Weisweiler in die Lehre ging, wollte schon zu seiner Zeit beim VfB die Fohlen-Philosophie mit jungen Talenten etablieren. Er hat den heutigen Gladbach-Trainer noch genau vor Augen. „Er war ein ruhiger Typ, aber sehr ehrgeizig, das hat mir gefallen“, so Schäfer über den heute 53-Jährigen. Das berichtet „rp-online.de“.
Die Vereins-Ikone glaubt fest daran, dass Blessin aus dieser Phase lernen konnte. „Ich hoffe, dass Alexander Blessin von dem, was ich damals beim VfB versucht habe umzusetzen, etwas beibehält. Dann ist er der richtige Trainer für Gladbach“, erklärt Schäfer.
Er betonte aber auch: Um erfolgreich zu sein, benötigt ein Coach den uneingeschränkten Support des Klubs. Genau dieser Rückhalt fehlte ihm damals in Stuttgart, als erfahrene Profis murrten und die Bosse nachgaben. Aus diesem Grund war Schäfers Zeit beim VfB bereits nach vier Monaten vorbei.
Blessin muss vor allem die Gladbacher Defensive wieder hinkriegen und für Stabilität sorgen. An den neuen Mann auf der Fohlen-Bank hat Schäfer trotzdem eine deutliche Bitte: „Es wäre aber toll, wenn er ab und zu mal in der Gladbacher Akademie vorbeischaut und mutigen Fußball spielen lässt. Beides ist Borussia.“
Nachdem Schäfer weg war, kam Blessin unter Ralf Rangnick nur noch zu einem weiteren Einsatz in der Bundesliga. 1999 ging er dann zu den Stuttgarter Kickers. In der 2. Bundesliga kreuzte er viermal die Klingen mit der Borussia. In dieser Zeit feierte er nicht nur seine Tor-Premiere mit einem späten Ausgleich, sondern erlebte auch eine denkwürdige Gladbach-Verrücktheit hautnah mit: den legendären, dreimal ausgeführten Strafstoß von Igor Demo am Bökelberg. (red)

