Ex-Fohlen sorgt für Furore in der Schweiz!
Gladbach ließ ihn ziehenEx-Juwel trifft wie am Fließband – Nationalmannschaft ruft

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Winsley Boteli macht in der Schweiz auf sich aufmerksam.
Am Niederrhein wird man sich aktuell wohl ziemlich grämen. Mit Winsley Boteli startet ein früheres Juwel aus der Gladbacher Jugend in der Schweiz gerade vollkommen durch. Der 20-jährige Angreifer des FC Sion wurde jetzt sogar für die Nationalmannschaft der Eidgenossen nominiert.
Der Angreifer knipste von 2023 bis 2025 erfolgreich für die Jugendmannschaften der Borussia, ehe 2025 eine Leihe zum FC Sion folgte. Die Schweizer aktivierten im Sommer 2026 die Kaufklausel über 3,5 Millionen Euro.
„Der kann von überall schießen“
Ein Volltreffer, wie sich herausstellte: In der aktuellen Spielzeit steht der Youngster nach 15 Partien bei einer Wahnsinns-Bilanz von 13 Treffern und fünf Assists. Das berichtet „SPORT1“.
Nationalcoach Murat Yakin zeigte sich von seinem Debütanten ebenfalls hellauf begeistert und lobte bei der Nominierung in den höchsten Tönen: „Boteli macht das hervorragend. Ich weiß nicht, ob es das schon mal gab. Der kann von überall schießen und trifft ins Tor.“
Die Treffer-Statistik des Senkrechtstarters ist einfach phänomenal: In dieser Saison zappelt alle 79 Minuten der Ball im Netz, wenn Boteli mitwirkt.
Seine Tore haben den Klub aus dem Wallis in die Top-Region der Liga geschossen. Mit der gleichen Punktzahl wie die Young Boys Bern ging es für Sion als Tabellendritter in die Länderspiel-Unterbrechung, was die Anhänger vom ersten Titel seit 1997 fantasieren lässt. Für Aufsehen sorgte er zum Beispiel mit einem schnellen Doppelpack, der Sion einen 2:1-Sieg nach Rückstand in Basel sicherte.
Derartige Auftritte rufen selbstverständlich Interessenten auf den Plan. Im Sommer bangte Sion um sein Top-Talent, nachdem Meldungen über Offerten von Galatasaray Istanbul, Crystal Palace, dem FC Porto sowie Racing Straßburg die Runde machten. Barthélémy Constantin, der Sportdirektor von Sion, räumte sogar ein 30-Millionen-Angebot von Galatasaray ein.
Klausel bei Weiterverkauf
Vereinspräsident Christian Constantin blieb jedoch cool und unterstrich, dass man „einen Plan und Boteli soll entwickelt werden“ habe. Der Akteur selbst verbirgt seine ehrgeizigen Ziele nicht, wie er der Zeitung „Blick“ offenbarte: „Aber der Moment war nicht der richtige. Ich werde eines Tages bestimmt gegen Barcelona spielen. Früher oder später.“
Ließ die Borussia da ein hoffnungsvolles Talent für einen Spottpreis gehen? Bereits in der Jugend der Fohlen war sein Können nicht zu übersehen, als er für die U19 in 39 Spielen unglaubliche 32 Treffer markierte. Trotzdem erkannten die Entscheider am Niederrhein im Sommer 2026 für ihn keine echte Chance im Profi-Team.
Die Personalplanung zu dieser Zeit konzentrierte sich auf die Angreifer Tim Kleindienst, Shuto Machino und Franck Honorat. Boteli ließ selbst durchblicken, dass er für sich bei Gladbach keine Perspektive sah und das Weitermachen in Sion wegen der besonderen persönlichen Verbindung zur Constantin-Familie eine „natürliche Folge“ war.
Ein schwaches Trostpflaster für die Borussia: Medienberichten zufolge hat der damalige Sportdirektor Roland Virkus eine Klausel über zehn Prozent Beteiligung bei einem Weiterverkauf verankert. Ein künftiger Mega-Deal könnte also doch noch Geld in die Vereinskasse spülen.
Für Boteli geht es jetzt auf die große internationale Bühne. Weil Breel Embolo im ersten Nations-League-Spiel gesperrt fehlt, öffnet sich womöglich die Tür für ein märchenhaftes Debüt. (red)
