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Von Antonia Raabe

Ex-Boss hat kein EM-Fieber, aber einen Gladbach-Wunsch Stranzl: „Hoffe, dass nun etwas Längerfristiges entsteht!“

Ex-Gladbach-Kapitän Martin Stranzl, hier zu sehen am 15. April 2016, hat sich zur abgelaufenen Saison bei Borussia und den EM-Chancen seines Heimatlandes Österreich geäußert.

Ex-Gladbach-Kapitän Martin Stranzl, hier zu sehen am 15. April 2016, hat sich zur abgelaufenen Saison bei Borussia und den EM-Chancen seines Heimatlandes Österreich geäußert.

Mönchengladbach - Ex-Gladbach-Kapitän Martin Stranzl, den die Kabinen-Kollegen im Borussia-Park einst respektvoll „Boss“ genannt haben, genießt nach seinem Karriere-Ende die Zeit mit der Familie in seinem Heimatland Österreich. In einem Interview hat der 40-Jährige nun über die bevorstehende Europameisterschaft (11. Juni bis 11. Juli 2021), die Turnierchancen der Österreicher und die vergangene Spielzeit der Fohlen gesprochen.

  • Ex-Gladbach-Kapitän Martin Stranzl schaut mit gemischten Gefühlen auf die bevorstehende EM
  • Im Interview mit Borussia hat er über die bevorstehende EM und die Turnierchancen der Österreicher gesprochen
  • Auch zu seinem Landsmann Adi Hütter hat sich Stranzl geäußert

Richtige Vorfreude auf die bevorstehende Europameisterschaft  ist bei Martin Stranzl, wie wohl wahrscheinlich auch bei einige anderen Fußball-Interessierten Mitten in der Coronakrise, bisher noch nicht aufgekommen. „Es hat sich bei mir noch kein richtiges knisterndes Gefühl entwickelt“, sagt der Ex-Innenverteidiger im Interview mit Borussia.

Ex-Gladbacher ist noch nicht in EM-Stimmung 

„Ich sehe der EM mit gemischten Gefühlen entgegen. Die Stadien dürfen prozentual nicht voll ausgelastet werden. Bei dieser EM wird eine andere Atmosphäre und Stimmung herrschen“, so Stranzl.

Er sagt weiter: „Uns erwarten spannende Gruppenspiele. Es bleibt aber abzuwarten, wie die Nationalspieler das Turnier annehmen werden. Natürlich freut man sich, dass nun zumindest wieder ein paar Fans ins Stadion dürfen, dennoch kann man das nicht mit einem ausverkauften Haus vergleichen.“

Der Ex-Gladbacher hofft, dass bald wieder volle Stadien möglich sein werden. „Dass wir bei so einem großen Turnier weiterhin so strikte Regeln haben, ist etwas schade“, so Stranzl.

Angesprochen auf seinen Favoriten auf den Titel sagt der Ex-Fußballer: „Ich glaube, so wie die EM-Vorbereitungsspiele gelaufen sind, muss es gar kein großer Name sein, der am Ende als Favorit herausstechen wird.“

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Stranzl ist gespannt, wer als Favorit herausstechen wird

Stranzl weiter: „Mir haben zum Beispiel die Dänen sehr gut gefallen. Bei den Engländern muss man abwarten, wie es mit den Spielern aussieht, die das Champions-League-Finale gespielt haben. Deutschland hat mit dem 7:1-Sieg gegen Lettland zwar ein Ausrufezeichen gesetzt, aber ihre EM-Gruppe ist sehr stark. Alles andere wird sich zeigen. Ich glaube aber, dass Mannschaften mit einer stabilen Defensive gut dastehen werden.“

Die Österreicher dürften, so Stranzl, das Ziel haben, sich für das Achtelfinale zu qualifizieren. „Es kommt auf unser erstes Gruppenspiel an. Wenn wir gegen Nordmazedonien gut ins Turnier starten, könnte das ein Dosenöffner sein.“

„In diesem Jahr konnten wir (Österreich, Anm. d. Red) bisher nur ein Spiel gewinnen. Das ist natürlich kein glückliches Szenario, um in eine EM zu gehen. Das kann im Kopf eine Rolle spielen. Zudem glaube ich, dass die Ukraine den Österreichern nicht so gut liegt. Die Niederlande ist der Favorit in der Gruppe“, sagt Stranzl. 

Gladbachs Lainer und Lazaro in ÖFB-Kader dabei

Mit den Gladbacher Valentino Lazaro (25) und Stefan Lainer (28) sind zwei Borussen-Spieler Teil des ÖFB-Kaders. Die Chance der beiden auf Einsatzzeiten bewertet Stranzl folgendermaßen: „Ob die beiden zum Zuge kommen, kommt darauf an, welches System sie spielen werden. Ich denke aber, dass Valentino Lazaro auf der Außenverteidiger-Position eine gute Figur abgeben würde. So könnte es auch zu einem direkten Konkurrenzkampf zwischen den beiden Borussen kommen. Valentino hat in der Offensive bessere Qualitäten.“

Stranzl hat auch aufmerksam die verkorkste Saison bei seinem ehemaligen Verein Borussia Mönchengladbach verfolgt. Die Fohlen landeten am Ende auf Rang acht, verpassten Europa und die Saisonziele. Er sagt: „Aufgrund der Spielzeit zuvor hatte man sehr hohe Erwartungen. Wenn man in so vielen Spielen in Führung geht und dann noch so viele Punkte liegen lässt, dann resultiert das in solch einer Saison, die wir letztendlich gesehen haben.“ 

Stranzl lässt Gladbachs Saison Revue passieren

„Mir hat bei den Spielen von Borussia ein wenig die defensive Stabilität in der letzten Linie gefehlt. Das war am Ende ausschlaggebend. Natürlich gab es auch einige Verletzungen und am Ende den Trainerwechsel. Da sind viele Dinge zusammengekommen und es ist ein bisschen unglücklich gelaufen“, resümiert der Innenverteidiger die verfehlten Saisonziele der Fohlen.

Mit Adi Hütter wird ein österreichischer Landsmann von Martin Stranzl ab 1. Juli Trainer bei der Borussia am Niederrhein.

„Ich kenne ihn nicht persönlich, aber ich habe ihn als Trainer verfolgt. Er hat in seinen bisherigen Vereinen einiges bewirken können. Max Eberl wird sich Gedanken gemacht haben, welche Art von Trainer am besten passt. Ich hoffe, dass bei Borussia nun etwas Längerfristiges entsteht und dass etwas Ruhe einkehrt. Ich drücke ihm die Daumen, dass alles funktioniert und ich freue mich wieder auf eine gute Saison“, so Stranzl.

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Martin Stranzl wechselte 2011 vom russischen Klub Spartak Moskau nach Gladbachern. Nach fünf Jahren im Borussen-Trikot beendete er seine aktive Spielerkarriere 2016 am Niederrhein. Insgesamt hat er 145 Spiele für den VfL bestritten.