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Von Judith Malter

Ex-Borusse und bester Freund rieten ihm zum Wechsel Bald-Gladbacher Scally freut sich auf die Bundesliga

Joe Scally am Ball im Einsatz für die US-amerikanische U17-Nationalmannschaft.

Joe Scally (rechts, hier im Einsatz für die US-amerikanische U17-Nationalmannschaft) freut sich auf seinen Wechsel an den Niederrhein.

Mönchengladbach - Vor einigen Monaten kannte den Namen Joe Scally (17) in Europa noch kaum jemand. Mittlerweile dürften aber zumindest die Borussia-Fans am Niederrhein ihre Augen auf den US-Amerikaner gerichtet haben. Denn: Ab Januar 2020 ist Scally, der vor kurzem als jüngster Spieler der Klubgeschichte sein Debüt in der Major League Soccer (MLS) gegeben hat, ein Fohlen.

Zuletzt war der 17-Jährige aber vor allem durch einen Social-Media-Kommentar aufgefallen. Bei Instagram hatte er seinem Landsmann Giovanni Reyna (17, Borussia Dortmund) zu seinem ersten Bundesliga-Treffer gratuliert. Dumm nur, dass der ihm ausgerechnet gegen Scallys zukünftigen Verein Borussia Mönchengladbach gelang. Ein No-Go für einige Fohlen-Fans (GladbachLIVE berichtete). In einem Interview mit der „Bild“ hat das Bald-Fohlen nun dazu Stellung genommen.

BVB-Angreifer ist Scallys bester Freund

„Ich hatte gemischte Gefühle bei diesem Tor. Ich war so glücklich für Gio und für alles, was er bis jetzt erreicht hat. Er macht den US-Fußball in Deutschland und ganz Europa bekannt. Natürlich habe ich mich auch geärgert, dass Gladbach verlor – aber ich habe mich einfach gefreut, dass mein Freund ein Tor erzielt hat“, erklärt Scally.

Reyna und er seien seit der gemeinsamen Zeit in New York beste Freunde, seien bei Ausflügen und Trainingsenheiten unzertrennlich gewesen. „Er ist mein bester Freund und wir bleiben jeden Tag über FaceTime in Kontakt. In den Ferien, wenn er wieder zu Hause ist, besuchen wir uns gegenseitig. Ich freue mich darauf, ihn in Deutschland zu sehen. Ich weiß, dass wir in konkurrierenden Teams sind. Aber hoffentlich verstehen die Fans, dass ich ab und zu mit ihm sprechen werde”, sagt er.

Reyna sei es auch gewesen, der ihn in seinem Wunsch nach Deutschland zu wechseln bestärkt habe. „Er hat gesagt, dass es am Anfang schwer wird. Aber sobald man sich integriert hat, wird es einfacher – und von da an geht es richtig los”, so das US-Juwel.

Scally freut sich schon auf seine Zeit in Deutschland, habe in Mönchengladbach schon die Gegend erkundet und sogar schon fleißig Deutsch gelernt. „Ich habe Unterricht genommen, aber durch Corona konnten wir uns nicht mehr persönlich treffen. Ich habe auf einer Sprach-App weiter geübt, aber es ist nicht dasselbe. Ich arbeite jeden Tag daran, es zu verbessern, bevor ich dort ankomme. Ich werde in Gladbach weiter Unterricht nehmen. Die Sprache ist das Wichtigste, damit ich mich bei den Jungs wohler fühle”, betont er.

Bald-Borusse Scally: „Die Fans in Gladbach sind unglaublich“

Auch über die Gründe für seinen Wechsel zu Borussia hat Scally sich in dem Interview geäußert. So hätte er schon länger verfolgt, dass zahlreiche junge Spieler in der Bundesliga den Durchbruch schaffen. Für ihn selbst sei nun genau der richtige Zeitpunkt für diesen Wechsel. Sein derzeitiger Teamkollege in New York, Alexander Ring, habe ihn zusätzlich darin bestärkt zu Borussia zu gehen.  „Alex hat mir gesagt, dass Gladbach ein großartiger Ort für junge Spieler ist und die Fans unglaublich sind. Sie haben eine der besten Fan-Gemeinden in ganz Europa. Sie packen das Stadion mit 50.000 pro Spiel voll und sie alle unterstützen uns total. Es wird toll sein, das zu erleben.“

Scally weiter: „Als sie mit mir in Kontakt kamen, habe ich die Spiele noch intensiver verfolgt. Ich lernte den Verein immer besser kennen. Sie haben gute Spieler und die richtige Mentalität. Ich freue mich darauf, dorthin zu kommen. Und im neuen Jahr hoffentlich noch im Achtelfinale der Champions League dabei zu sein.”

Über seine Ziele bei der Fohlenelf sagt Scally dem Blatt: „Wenn ich dort bin, würde ich gerne Einsatz-Minuten bekommen. Ich möchte der Mannschaft helfen, so viele Spiele wie möglich in der Bundesliga zu gewinnen.” Scheint ganz so, als könnten sich die Fans auf einen ehrgeizigen und motivierten Spieler im Fohlenstall freuen.