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Von Achim Müller , Judith Malter , Yannick Reinke

102 Sekunden bis zur Joker-Ekstase So erklärt Herrmann seinen emotionalen Old-School-Torjubel

Was für ein Jubellauf: Patrick Herrmann von Borussia Mönchengladbach ist nach seinem Siegtreffer in der Nachspielzeit zum 3:1 im Bundesliga-Duell gegen den VfB Stuttgart nicht mehr zu halten. Herrmann schreit seine ganze Freude heraus.

Was für ein Jubellauf: Patrick Herrmann von Borussia Mönchengladbach ist nach seinem Siegtreffer in der Nachspielzeit zum 3:1 im Bundesliga-Duell gegen den VfB Stuttgart (4. November 2022) nicht mehr zu halten. 

Was für ein Urschrei! Was für ein Jubel! Was für Emotionen!

„Das hat richtig gutgetan. Ich bin einfach nur überglücklich“, gestand Patrick Herrmann nur wenige Minuten später, nachdem er mit seinem Treffer zum 3:1 in der Nachspielzeit am Freitag (4. November 2022) den Heimdreier von Borussia Mönchengladbach gegen den VfB Stuttgart perfekt gemacht hatte.

Gladbach jubelt! Patrick Herrmann: „Das hat gutgetan“

Was für eine Herrmann-Geschichte! Der 31 Jahre alte Ur-Borusse war vor der Partie gegen die Schwaben noch für 400 Plfichtspieleinsätze im Trikot der Fohlen-Elf auf dem Spielfeld vom Klub geehrt worden.

Anschließend schmorte Herrmann bis Spielende auf der Bank, ehe ihn Trainer Daniel Farke (46) in der Nachspielzeit noch brachte. Für Herrmann der 402. Einsatz als Fohlen.

Und 102 Sekunden nach seiner Einwechslung gelang Offensivflitzer Patrick Herrmann der Joker-Coup!

Er schoss nach einem entschlossenen Solo-Lauf den Ball zum 3:1 in die Maschen, erlöste so die Borussia-Fans und sicherte dem VfL nach zuvor drei Pflichtspiel-Niederlagen wieder ein Erfolgserlebnis.

Herrmann: „Natürlich ist das ein schöner Tag, wir haben drei Punkte geholt. Das hat gutgetan. Nach meinem Treffer zum 3:1 ist einiges von mir abgefallen. Gefühlt hatte ich ja seit 15 Jahren nicht mehr getroffen, zuvor in einigen Spielen Chancen vergeben. Heute war es endlich soweit.“

Es war Herrmanns erster Liga-Treffer nach 867 Tagen persönlicher Durststrecke. 

Herrmann, den sie in der Gladbacher Kabine „Flaco“ nennen, sagte weiter: „Tut mal gut, dass man dem Trainer auch zeigen konnte, dass man Tore erzielen kann, auch wenn man nicht so viel Einsatzzeit bekommt. Wenn ich immer in der letzten Minute reinkomme und dann ein Tor erziele, ist das für mich auch okay.“

Von seinen Mitspielern hatte sich Herrmann später in der Kabine einige Sprüche anhören müssen. Wegen seines Old-School-Jubels (Original-Ton Chris Kramer) nach dem 3:1.

Herrmann hatte anschließend zu einem fulminanten Jubellauf angesetzt, mit ausgebreiteten Armen, er schrie seine ganze Freude heraus und sprang mit beiden Beinen schließlich nach vorne und rutschte mit dem Hintern über das Spielfeld, stand wieder auf, jubelte weiter mit einem Urschrei und ballte die Fäuste.

Er sagte dazu: „Keine Ahnung, woher ich das habe. Das habe ich mir wohl aus den 1970er Jahren abgeschaut. Bei Günter Netzer oder so. Ich habe mir da keine großen Gedanken gemacht.“

Herrmann ist wieder da! Flaco beendete den persönlichen Torfluch und sicherte Gladbach gegen Stuttgart den Heimdreier.

„Für unsere Köpfe ist das ganz wichtig gewesen“, so Herrmann. „Es geht jetzt Schlag auf Schlag, wir wollen natürlich am Dienstag in Bochum nachlegen.“

Gladbach ist Dienstag (20.30 Uhr) beim Bundesliga-Duell gegen den VfL Bochum wieder gefragt. 

Herrmann: „Ich gönne mir trotz des Sieges auch kein Bierchen, davon gibt es erst eins, wenn wir in die WM-Pause gehen.“

Die beginnt nach Borussias Heim-Match gegen Dortmund (11. November), dem letzten Liga-Auftritt für die Fohlen in 2022,