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Von Achim Müller

Gladbach-Fans kochen weiter vor Wut Eberl gibt Trainer Rose Jobgarantie bis Saisonende 

Gladbach-Manager Max Eberl, hier zu sehen am 17. September 2020, hat sich ausführlich zur aktuellen Situation bei Borussia geäußert.

Gladbach-Manager Max Eberl, hier zu sehen am 17. September 2020, hat sich ausführlich zur aktuellen Situation bei Borussia geäußert.

Mönchengladbach - Fan-Wut, Trainer-Abgang in Raten, Europapokal-Alarm. Bei Fußball-Bundesligist Gladbach liegen derzeit die Nerven blank. Eine Ausstiegsklausel macht möglich, dass Trainer Marco Rose (44) den VfL Borussia am Saisonende Richtung Dortmund verlässt. In der Liga hinken die Fohlen, die am Samstag (20. Februar 2021) sich daheim gegen Abstiegskandidat Mainz (1:2) blamierten, den eigenen Ansprüchen bereits deutlich hinterher. Aktuell steht die Elf vom Niederrhein nicht einmal auf einem Tabellenplatz, der für die Europa-League-Quali am Ende reichen würde.

  • Nach Mainz-Blamage spricht Gladbach-Manager Eberl Klartext
  • Trainer Marco Rose bekommt Jobgarantie bis zum Saisonende
  • Matthäus hält Jesse Marsch für Top-Kandidat auf Rose-Nachfolge

Manager Max Eberl (47) hat sich am Sonntag (21. Februar), beim TV-Sender „Sky“ („Sky 90“), ausführlich zur aktuellen Situation im Borussia-Park geäußert. Auch zum Unmut der Fans, die in zahlreichen Beiträgen in den sozialen Medien die sofortige Freistellung Roses fordern. Eberl: „Es war eine ganze schöne Wucht. Das muss ich sagen. Wir haben einen großartigen Trainer, der uns verlassen wird. Deshalb verstehe ich die Wut. Aber bei allen Emotionen muss ich auch die Ratio walten lassen. “

Unbekannte haben an dutzenden Stellen in Gladbach, wie auf diesem Foto vom 20. Februar 2021 zu sehen ist, Schaltkästen oder Schilder mit Ätz-Parolen gegen Fohlen-Trainer Marco Rose beklebt.

Unbekannte haben an dutzenden Stellen in Gladbach, wie auf diesem Foto vom 20. Februar 2021 zu sehen ist, Schaltkästen oder Schilder mit Ätz-Parolen gegen Fohlen-Trainer Marco Rose beklebt.

Gladbach-Manager Max Eberl: „Habe um Marco Rose gekämpft“

Eberl betonte weiter, dass er um Rose gekämpft habe. „Ich bin keiner, der aufgibt. Ich habe immer daran geglaubt, dass wir eine Chance haben. Die momentane Situation ist nicht einfach für uns alle. Auch für Marco nicht. Wir haben alles offen und transparent dargelegt. Das Verhältnis vom Trainer zum Verein und zum Team ist normal. Fakt ist, dass wir gegen Mainz nicht das Ergebnis bekommen haben, welches wir uns gewünscht hatte. Wir müssen da jetzt durch.“

Könnte die Entscheidung, dass Rose bis zum Saisonende am Niederrhein Trainer bleibt, noch einmal ins Wanken geraten? Eberl betonte: „Nein!“ Dann fügte er an: „Marco Rose ist der beste Trainer für Borussia Mönchengladbach. Ich zweifele doch nicht jetzt an ihm, da wir zum ersten Mal eine Ergebniskrise haben. Wir bekommen das als Klub hin. Wir sind als Klub so stark, davon bin ich überzeugt. Ich lasse mich nicht von Emotionen leiten.“

Eberl sagte zudem, dass er sich, bei allem Verständnis für die Fans, allerdings nicht treiben lassen wolle: „Da sollte man mir schon vertrauen. Der Verein ist sehr stabil. Wir entscheiden für diesen Verein, der über allem steht. Fans müssen ein Stück weit auch akzeptieren, was wir entscheiden. Ich bin davon überzeugt, dass das der richtige Weg für Borussia ist.“

Gladbachs Manager sagte auf die Frage, wann er von Roses Entscheidung, den VfL Borussia nach der Saison zu verlassen und zum BVB zu wechseln, erfahren habe: „Es schwingt ja so latent einiges umher. Marco hat uns nach Köln, vor Wolfsburg, seine Entscheidung mitgeteilt.“

Kann Max Eberl bereits einen Nachfolger für Marco Rose verraten? „Ich habe noch keinen Favoriten. Ich hole mir im Moment die nötigen Informationen ein. Ich suche den besten Trainer für den Verein, nicht den besten, der auf dem Markt ist. Wir werden das in Ruhe entscheiden. Natürlich habe ich bereits mit Kandidaten gesprochen. Aber ich werde nicht einen Namen in den Mund nehmen.“

Nach GladbachLIVE-Informationen sollen bisher Florian Kohfeldt (38/Werder Bremen), Jesse Marsch (47/RB Salzburg) und Adi Hütter (51/Eintracht Frankfurt) zu den Topfavoriten zählen. Ralf Rangnick (62) hatte sich zudem jüngst selber für einen neuen Trainerposten in der Bundesliga ins Gespräch gebracht.

Weltmeister Lothar Matthäus (59) sagt zur aktuellen Entwicklung in Gladbach: „Im Nachhinein ist man immer schlauer. Der Trainer hatte die Ausstiegsklausel. Wenn der Trainer meint, dass Dortmund der nächste Schritt ist und er die Klausel zieht, ist das legitim. Man hätte es vielleicht eher kommunizieren können. So, wie ich Marco Rose kenne, wird er bis zum Schluss alles geben.“

Matthäus sagte weiter: „Max ist ja nicht blauäugig, er wusste, dass Rose nicht ewig bei Borussia bleiben würde. Ich bin überzeugt, dass es Trainer auf dem Markt gibt und er seine Kontakte spielen lässt und womöglich einen Trainer holt, der woanders unter Vertrag steht.“

Deutschlans Rekordnationalspieler sagte in Richtung Fohlen-Fans und Profis: „Der Fokus sollte sich jetzt auf die tollen Aufgaben in der Champions League und im Pokal richten. Das sind doch tolle Spiele, denen man da entgegenfiebern kann.“

Lothar Matthäus nennt den Namen Jesse Marsch als Rose-Nachfolger  

Zur möglichen Rose-Nachfolge in Gladbach bemerkte Matthäus: „Der ideale Nachfolger sollte eine ähnliche Philosophie wie Marco Rose haben. Marsch ist noch in Salzburg. Ich könnte mir vorstellen, dass er auf dem Zettel bei Max Eberl stehen wird. Ich glaube aber auch, dass Namen auf dem Zettel stehen, über die wir noch gar nicht gesprochen haben.“ Solch ein Name könnte auch Rangnick sein.