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Von Achim Müller, Judith Malter

Fanprojekt: „Supergau verhindern“ Gladbach-Sturzflug: Lebenswerk bröckelt – Stars lassen Eberl im Stich!

Max Eberl, Sportdirektor von Borussia Mönchengladbach, hier zu sehen bei einem TV-Interview am 15. Januar 2022 im Borussia-Park. Eberl hat Kopfhörer im Ohr und blickt nachdenklich nach vorne.

Max Eberl, Sportdirektor von Borussia Mönchengladbach, hier zu sehen bei einem TV-Interview am 15. Januar 2022 im Borussia-Park. 

Da gibt es keine zwei Meinungen am linken Niederrhein! Max Eberl ist der Architekt und Baumeister der neuen Borussia. Seit dem 19. Oktober 2008 ist der 48-jährige Sportdirektor beim VfL. In Eberls Ära hat Borussia eine atemberaubende Renaissance durchlaufen. Aus einer Fahrstuhlmannschaft formte der gebürtige Bayer und ehemalige Bayern-München-Spieler wieder ein Schwergewicht in der deutschen Bundesliga.

Auferstanden aus Ruinen! Dank Max Eberl!

Noch im Januar 2021 hat Gladbach, der fünfmalige deutsche Meister, im Achtelfinale der Champions League gestanden. Zum ersten Mal, seit es diesen UEFA-Wettbewerb, der auf den Europapokal der Landesmeister folgte, gibt.

Gladbach: Max Eberl ist der Baumeister der neuen Borussia

Im Januar 2022 taumelt die Borussia allerdings den Abstiegsplätzen entgegen, obwohl sich der Verein aktuell mit Adi Hütter (51), der für eine Ablöse von 7,5 Millionen Euro aus Frankfurt geholt wurde, den teuersten Trainer der Vereinsgeschichte leistet.

Stimmen Sie hier ab! Soll Borussia weiter auf Hütter setzen?

Nicht nur das: Borussia Mönchengladbach ist zur launischsten Diva der Liga mutiert, weil im wohl besten Gladbach-Kader der Ära Eberl zig Stars der Kategorie Thuram oder Plea die Leistung inzwischen verweigern.

Nach sieben Niederlagen aus den vergangenen neun Pflichtspielen befindet sich Gladbach im Sturzflug Richtung Abstiegszone. Und hat zudem den Titeltraum im DFB-Pokal auf peinlichste Art und Weise verschenkt.

Die aktuelle Lage im Borussia-Park ist mittlerweile so ernst, dass eine 1:2-Niederlage (!) gegen Union Berlin, einem Klub, der erst seit 2019 in der Beletage des deutschen Fußballs vertreten ist, von einer gewissen Gladbacher Entourage als Hoffnungsschimmer proklamiert wird.

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Dass Gladbacher Fanprojekt („FPMG Supporters Club“), Herz und Pulsschlag der aktiven Fan-Szene von Borussia Mönchengladbach, spricht hingegen Klartext.

Was übrigens auch einer der Gründe dafür sein dürfte, dass offenbar noch nicht alle am Niederrhein, die es zumindest sein sollten, sich – nach außen hin – auf dem Boden der Tatsachen eingefunden haben.

In einem Statement heißt es: „Jetzt kann die Devise nur lauten: Abstiegskampf verinnerlichen und alles dafür tun, um den Supergau am Saisonende zu verhindern.“

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Gladbach im Abstiegskampf!

Eberls Lebenswerk wackelt und bröckelt. 

Dass DER Borussia-Macher ausgerechnet in dieser komplizierten Situation aus gesundheitlichen Gründen nicht – wie gewohnt – alles für Borussia geben kann, lässt die Lage noch heikler wirken.

Beim TV-Sender „Sport1“, im „Doppelpass“, hat eine Expertenrunde am Sonntag (23. Januar 2022) bereits die Frage nach weiteren starken Persönlichkeiten bei Borussia gestellt. 

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Von Ex-Nationalspieler Stefan Effenberg (53), der einst mit der „Initiative Borussia“ Eberl aus dem Amt schubsen wollte, gibt es nun auf jeden Fall volle Rückendeckung für Borussias Sportdirektor: „Sie dürfen jetzt nichts schönreden. Es gilt jetzt, die Dinge knallhart zu analysieren. Max Eberl ist auch einer, der das mit seinem Team kann, das steht für mich außer Frage.“

Effenberg vertrittt zudem die Auffassung: Weder Hütter noch Eberl seien die Protagonisten, die den Gladbach-Sturzflug allein zu verantworten hätten, sondern vielmehr zig Stars, die seit Wochen und Monaten die Leistung verweigern würden.

Tiger Effenberg rechnet knallhart mit den Thurams, Pleas und Zakarias in Gladbach ab.

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„Die Spieler müssen verstehen, dass sie das Trikot von Borussia Mönchengladbach mit Stolz zu tragen haben. Und das tun aus meiner Sicht nicht alle. Das haben nicht alle so richtig verstanden. Bei Bayern München ist es doch so: Die Spieler müssen verstehen, wenn sie dieses Trikot anziehen, dann heißt es ‚mia san mia‘. Das ist ja nicht nur ein Spruch, sondern bedeutet: Wir sind von allem, was wir tun, überzeugt. Und das gilt bei Borussia Mönchengladbach auch!“

Effenberg sagt weiter: „Wenn du dieses Trikot anziehst, dann musst du das mit Stolz tragen und alles für diesen Verein reinhauen. Da gehe ich ganz klar an die Gladbacher Spieler ran. Und da sagen ich denen: Das müsst ihr dem Verein, dem Klub und den Fans auch zeigen. Und das tun sie nicht. Und da musst du den Hebel ansetzen.“

Eberls Lebenswerk bröckelt.

Weil zig Gladbach-Stars den Borussia-Baumeister derzeit im Stich lassen.

Dabei hat Eberl diese Stars selbst bei Spuckattacken noch wie ein Löwe öffentlich verteidigt.

Fakt ist allerdings auch: Kader und Trainer hat am Ende in der internen Aufarbeitung und Analyse nun mal der Sportdirektor zu verantworten.