Gladbach-Star wieder wichtig?Neuhaus startet mit Blessin-Vorteil

Florian Neuhaus, Fußballspieler und Zuschauer

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Florian Neuhaus (2.v.l.) will unter Alexander Blessin wieder in Gladbach glänzen.

Er stand schon auf dem Abstellgleis, jetzt die spektakuläre Wende! Ein Gladbach-Profi könnte zum großen Gewinner des Trainerwechsels werden.

Die Geschichte von Florian Neuhaus (29) bei Borussia Mönchengladbach ist ein ständiges Auf und Ab. Der Mann, der einst 38 Millionen Euro wert sein sollte und für Deutschland spielte, kämpft seit Ewigkeiten um einen Stammplatz.

Der Verein hätte ihn am liebsten schon längst abgegeben. Aber Neuhaus ist geblieben und bekommt unter dem neuen Coach Alexander Blessin (53) womöglich die Riesen-Chance, auf die er so lange gewartet hat.

Neuhaus beeindruckte Blessin als gegnerischer Spieler

Blessin hat bei seinem Amtsantritt eine unmissverständliche Botschaft gesendet: Jeder im Kader fängt bei null an und erhält die gleiche Möglichkeit. Diese Haltung bekräftigte der neue Trainer auch vor dem brisanten Duell in Köln am Sonntag (15.30 Uhr/Sky). Doch für Neuhaus scheint die Tür einen Spalt weiter offen zu sein als für andere – und das hat mit der Vergangenheit zu tun. Das berichtet „Bild“.

Was ist der Grund für diesen kleinen Vorteil? Ein Blick zurück in die vergangene Saison verrät es. Auch damals war Neuhaus oft nur zweite Wahl und bekam nur wenige Minuten. Das änderte sich schlagartig unter Eugen Polanski (40), bei dem er regelrecht aufblühte.

Seinen absoluten Sahnetag erwischte er ausgerechnet beim 4:0-Sieg gegen den FC St. Pauli – dessen Trainer zu diesem Zeitpunkt Alexander Blessin war. Mit einer überragenden Leistung und einer Torvorlage hat sich Neuhaus ins Gedächtnis seines jetzigen Vorgesetzten gespielt.

Blessin kann sich noch bestens an diese Gala erinnern, die eine von nur zwei Torbeteiligungen von Neuhaus seit Saisonbeginn 2024/25 darstellte. „Wenn ich den Fokus auf das letzte Jahr lege, da hat er nicht nur mit dem Ball, sondern auch gegen den Ball wahrscheinlich sein bestes Spiel gemacht“, sagt der Coach. Der erfuhr am eigenen Leib, welche Qualität in Neuhaus schlummert.

„Das habe ich schon noch im Hinterkopf, also weiß ich, was er für Möglichkeiten hat“, bestätigt Blessin. Diese positive Erinnerung könnte Neuhaus nun zu seinem zehnten Derby-Einsatz verhelfen. Schon damals durfte er, sieben Tage nach dem Triumph gegen St. Pauli, auch beim 3:1-Sieg über Köln von Beginn an ran.

Eine Garantie gibt es vom neuen Trainer aber nicht. Blessin stellt klar, dass sich Neuhaus nicht auf alten Lorbeeren ausruhen darf: „Natürlich muss er seine Möglichkeiten auch freilegen.“

Der Coach betont, dass die jüngste Vergangenheit nicht einfach war: „Ich glaube, das alles hat ihn schon auch mitgenommen und jetzt liegt es eben an jedem, sich so zu präsentieren, dass er die Chance hat, am Wochenende zu spielen.“ Ein Freifahrtschein existiert also nicht, auch wenn Blessin hinzufügt: „Das sah bei ihm nicht schlecht aus, es gibt aber noch lange keine Einsatzgarantie für irgendwas. Aber das Potenzial ist da.“ (red)