„Einfach geile Spiele“Gladbach-Star Hack macht vor dem Derby eine klare Ansage

Robin Hack während eines Spiels.

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Robin Hack hat über das bevorstehende Derby gesprochen.

Robin Hack spricht über die Anspannung, den neuen Trainer und die gewaltige Gelegenheit im Derby.

Vier Niederlagen am Stück haben die Stimmung bei Borussia Mönchengladbach in den Keller gedrückt. Robin Hack zeigt sich vor dem explosiven Duell beim 1. FC Köln jedoch angriffslustig. Von Belastung spürt er nichts: „Ganz klar überlagert die Lust die Last.“ Die heikle Situation ist für ihn sogar eine Extra-Motivation. „Ich mag solche Situationen, das hatte ich in meiner Karriere oft genug. Solche Spiele sind einfach geil“, sagt der Angreifer.

Im Aufeinandertreffen mit dem Erzfeind erkennt Hack eine gewaltige Gelegenheit, um das Ruder herumzureißen. Damit teilt er die Meinung von Präsident Rainer Bonhof, der das Derby als eine Chance sieht. „Wenn man solche Spiele positiv gestaltet, kann das sehr schnell auf die Fans und das Umfeld überspringen und wieder ein bisschen Euphorie erzeugen“, erläutert Hack. Ein Erfolgserlebnis wäre auch für die nächsten Wochen wegweisend. Das berichtet „rp-online.de“.

„Ich weiß, was auf mich zukommt“

Seine Gelassenheit kommt durch seine Routine. Anspannung bedeutet für ihn hauptsächlich, sich düstere Bilder im Kopf zu machen. „Ich bin kein Freund davon, sich das nonstop vor Augen zu führen“, meint er. Er konzentriert sich lieber auf die schönen Seiten: „Fußball ist ein Privileg. Vor Tausenden Zuschauern spielen zu dürfen und das zu machen, wovon man sein ganzes Leben geträumt hat – darauf schaue ich immer sehr dankbar und mit viel Spaß und Vorfreude.“

Frischen Wind verspricht man sich vom neuen Coach Alexander Blessin. Hacks erste Impressionen sind absolut überzeugend. „Auf mich macht er einen sehr authentischen Eindruck. Außerdem wirkt er sehr klar“, charakterisiert er den Trainer. Der anspruchsvolle Stil von Blessin sei exakt das, was die Mannschaft in dieser Phase benötigt. „Ich habe das Gefühl, dass wir genau das in dieser Situation brauchen, weil nicht alles einfach von der Hand geht.“

Blessin möchte keine Sekunde verschwenden und liefert dem Team deutliche Vorgaben. „Es geht um Klarheit in den Abläufen, darum, kompakt zu bleiben und vor allem die Defensive zu stabilisieren“, enthüllt Hack. Das heißt für die Angreifer: Lücken zumachen und mit voller Power draufgehen. Eine Taktik, die Hack entgegenkommt: „Das habe ich damals in Hoffenheim gelernt – sieben Jahre lang mit hohem Pressing. Ich weiß also, was auf mich zukommt.“

Zum zweiten Mal hintereinander gab es nach dem dritten Spieltag einen Trainerwechsel, weshalb Hack das Team in die Verantwortung nimmt. „Grundsätzlich sind wir Spieler diejenigen auf dem Platz, die Leistung bringen müssen“, macht er deutlich. Jeder Einzelne müsse sich an die eigene Nase fassen. Das bezieht er auch auf sich, da er nach einem „verlorenen Jahr“ in der letzten Saison seine Top-Form noch sucht, aber nur nach vorn blickt.

Hack hat einen speziellen Gedanken, um sich für den Knaller in Köln heiß zu machen. Er spielt mit dem Gedanken, seinen Doppelpack als Joker vom Heim-Derby 2024 erneut anzusehen. „Vielleicht ist dieses Derby der Zünder“, so seine Hoffnung. Damit am Sonntag Zählbares herausspringt, ist eine Sache entscheidend: „Man muss merken, dass wir in allen Belangen besser sein wollen – vor allem bei der Bissigkeit und in den Zweikämpfen.“

Rückendeckung erhält er zudem aus der eigenen Familie. Sein Sohnemann, der im November seinen dritten Geburtstag feiert, ist bereits ein „kleiner Gladbach-Ultra“, berichtet Hack mit einem Schmunzeln. Die Anweisung an den Papa ist eindeutig: „Er sagt immer: ‚Papa, Arbeit, Tor schießen.‘“ (red)