Ein Teenager wirbelt die Vorbereitung der Fohlenelf durcheinander.
Er sprüht vor SelbstbewusstseinGladbach-Teenie macht den Stars Dampf

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Jan Leszczynski gibt sich im Trainingslager äußerst selbstbewusstsein.
Aktualisiert
Ein fremdes Land, ein anderer Klub, eine unbekannte Sprache – aber bei Jan Leszczynski? Keine Spur von Eingewöhnungsproblemen. Der 19-Jährige, der von Legia Warschau zu Borussia Mönchengladbach stieß, macht im Trainingscamp am Tegernsee richtig Wirbel.
Der 1,91-Meter-Riese tritt auf dem Spielfeld auf, als wäre er nie woanders gewesen: Der Youngster aus Polen hat keine Scheu, selbst den erfahrenen Stars Anweisungen zuzurufen.
Polanski und Leszczynski: Gemeinsame Sprache hilft
Seine Ziele sind klar definiert. „Ich möchte ein Leader sein“, verkündet Leszczynski voller Selbstsicherheit bei seinem ersten Pressetermin für die Fohlen. Das berichtet „rp-online.de“. Der polnische U19-Nationalkicker bezeichnet sich als technisch stark und hebt sein Talent hervor, Spielverläufe blitzschnell zu durchschauen. Besonders beim Spielaufbau ist seine Fähigkeit, beide Füße einzusetzen, ein riesiger Vorteil.
Trainer Eugen Polanski ist beeindruckt von dem Neuling. „Für einen jungen Spieler, der das erste Mal im Ausland fern der Heimat und mit einer fremden Sprache klarkommen muss, ist es erst mal schwer. Aber er ist ein offener Typ, und er hat ein richtig gutes Passspiel, links wie rechts“, sagt der Coach. Ein gewaltiger Pluspunkt für die beiden: Die Verständigung klappt auf Polnisch. „Fußballerisch ist es sehr hilfreich für mich, weil der Trainer mir seine Ideen besser vermitteln kann“, erläutert Leszczynski.
Nicht nur auf dem Platz, sondern auch im Alltag bewältigt der Abwehrmann die neuen Aufgaben mit Bravour. Unmittelbar vor dem Aufbruch ins Trainingscamp hat er sein erstes eigenes Apartment bezogen. Den Verpflichtungen, die damit einhergehen, sieht er total entspannt entgegen. „Bisher habe ich meistens beim Verein oder im Restaurant gegessen. Aber ja, ich kann kochen – es wird kein Problem für mich sein, alleine zu leben“, meint er.
In der internen Hierarchie der zentralen Verteidiger positioniert sich Leszczynski im Trainingslager als Nummer drei hinter Nico Elvedi und Kevin Diks. Da sein Konkurrent Fabio Chiarodia aufgrund eines Muskelfaserrisses im Oberschenkel wochenlang ausfällt, erhöhen sich seine Aussichten auf baldige Spielzeit. „Persönlich möchte ich so viele Spiele wie möglich machen und mich jeden einzelnen Tag weiterentwickeln“, sagt das Defensivtalent.
Die drei Millionen Euro Ablöse, die Borussia an Legia Warschau gezahlt hat, könnten sich als Volltreffer entpuppen. Sein momentaner Marktwert von 600.000 Euro dürfte nach den ersten Pflichtspielen wohl explosionsartig steigen. Sein Vertrag bis 2030 ist ein deutliches Signal, dass die Bosse große Pläne mit ihm schmieden.
Am Mittwochabend (18.00 Uhr) wartet auf die Fohlenelf das Testspiel gegen den Kreisligisten FC Rottach-Egern. Anschließend geht es am Freitag (16.00 Uhr) in Schwaz gegen die TSG Hoffenheim zur Sache. (red)

