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Von Achim Müller

Paraden erinnern an Kamps-Show Sommer jetzt ein Elfer-Killer – „Opfer“ Ramos erntet Kritik und Spott

Torwart Yann Sommer (Schweiz, l.) klatscht Sergio Ramos (Spanien, r.) nach dem Duell in der Nations League zwischen Schweiz und Spanien ab.

Torwart Yann Sommer (Schweiz, l.) klatscht Gegner Sergio Ramos (r.) nach dem Duell in der Nations League zwischen den Eidgenossen und Spanien ab.

Mönchengladbach - Sein Nationalmannschafts-Kapitän und Ex-Gladbach-Kumpel Granit Xhaka (28) bringt es auf den Punkt: „Yann wird diesen Abend so schnell nicht vergessen.“ Damit dürfte Xhaka sicherlich richtig liegen, denn Yann Sommer gelang im Trikot der Schweizer „Nati“ Außergewöhnliches.

Krebs und Kamps seine Klub-Trainer

Der 31-Jährige parierte im jüngsten Nations-League-Duell gegen Spanien (1:1) gleich zwei Elfmeter. Bemerkenswert: Sommer hatte in 57 Länderspielen zuvor keinen einzigen Strafstoß halten können. Nicht nur das: Sommer zog keinem geringeren als Sergio Ramos (34) im Mann-Gegen-Mann-Duell den Zahn. Zwei Mal wohlgemerkt. Zwei Mal hatte Ramos ins rechte, untere Eck geschossen – und versagte jeweils.

Der Superstar von Real Madrid beendete damit auch seine beeindruckende Serie von 25 verwandelten Strafstößen nacheinander. 23 aus dem Spiel heraus, zwei im Elfmeterschießen. Und das in seinem Spiel als Europas Rekord-Nationalspieler (177 Einsätze).

Für Ramos hagelte es später Kritik in den spanischen Medien. Vom Schweizer „Blick“ gab es diese Schlagzeile: „Danke, Herr Penaltyclown Ramos!“ Ramos reagierte via Twitter: „Wir werden nicht durch unsere Fehler definiert, sondern dadurch, wie wir die nächsten Ziele angehen.“

Sein spanischer Nationaltrainer Luis Enrique (50) verteidigte Ramos vehement, verwies auf dessen in den Spielen zuvor demonstrierte Kaltschnäuzigkeit vom Elfmeterpunkt: „Wir haben Sergio immer für diese Stärke fast in den Himmel gehoben. Hätte es einen dritten Elfmeter gegeben, hätte er ihn geschossen. Er schießt all unsere Elfmeter.“

Und Sommer? Der hat im Gespräch mit dem Schweizer Fernsehen durchblicken lassen, dass es kein Zufall gewesen war, dass er gegen Ramos zum Penalty-Killer wurde. „Da wir in der Champions League mit Mönchengladbach auch gegen ihn spielen, habe ich mich mit seinen Penaltys schon befasst.“

Sommers irre Elfer-Show reichte zwar nicht zum Sieg gegen Spanien, allerdings hat die Schweiz noch die Chance, den Abstieg aus der Nations League zu verhindern. Ramos‘ doppelter Blackout hat Spanien die Tabellenführung gekostet, die DFB-Elf ist in Gruppe vier vorbeigezogen.

In Gladbach werden sie Sommers Paraden-Show sicherlich auch mit großer Freude verfolgt haben. Die Torwart-Trainer Steffen Krebs (37) und Uwe Kamps (56/hielt im Pokal-Halbfinale 1992 vier Elfmeter) arbeiten im Borussia-Park tagtäglich mit Sommer zusammen.

Ramos-Wiedersehen im Dezember?

Und haben mit ihrem Schützling, der jüngst nicht immer sattelfest wirkte, offenbar in der Analyse zu Real Madrid einiges herausgeholt. Am 9. Dezember kommt es voraussichtlich zum Wiedersehen zwischen Sommer und Ramos. Wenn die Borussia in der Königsklasse zu Gast bei den „Königlichen“ ist. Sommer dürfte im Fall der Fälle zumindest im Hinterkopf haben: Strafstöße von Ramos sind nicht immer unhaltbar. Zumal das 2:2 im Hinspiel gezeigt hatte: Real ist für Gladbach auch schlagbar.