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In Gladbach geboren Über Borussia in die große Fußballwelt eingetaucht

Jupp Heynckes (links) und Günter Netzer schafften es als gebürtige Mönchengladbacher in die Fohlenelf.

Jupp Heynckes (links) und Günter Netzer schafften es als gebürtige Mönchengladbacher in die Fohlenelf.

Mönchengladbach - Es gibt sie immer seltener im Fußball: Profis, die für den Klub spielen, in dessen Stadt sie geboren sind. Marc-André ter Stegen (27) war der letzte Borusse, der in Mönchengladbach das Licht der Welt erblickte und 18 Jahre später für die Fohlen auflief. Wer waren seine Vorgänger und wer könnte in den kommenden Jahren in seine Fußstapfen treten?

In Borussias Historie hat es bereits einige namhafte Spieler gegeben, in deren Geburtsurkunde die Stadt Mönchengladbach gelistet ist. Ter Stegen war allerdings der einzige, dem es im vergangenen Jahrzehnt gelungen ist, im Borussia-Park aufzulaufen.

Netzer, Heynckes, Frontzeck: Karrierestart in Mönchengladbach

Damit ging ter Stegen den gleichen Weg wie einst Günter Netzer (75), Jupp Heynckes (74) oder Herbert Laumen (76). Alle drei haben die erfolgreiche Ära unter Hennes Weisweiler († 63) geprägt, sind als waschechte Gladbacher (in ihrem Fall noch: München Gladbacher, so hieß die Stadt bis 1950) zu Borussia-Legenden geworden.

Die GladbachLIVE-Redaktion hat eine Elf aus Mönchengladbachern, die für Borussia am Ball waren, zusammengestellt. Die Fohlen waren zwar in vollkommen unterschiedlichen Jahrzehnten aktiv, hätten zusammen als Mannschaft aber wahrscheinlich um den Titel mitspielen können.

Tor: Marc-André ter Stegen

Abwehr: Norbert Ringels, Horst-Dieter Höttges, Heinz Ditgens, Michael Frontzeck

Mittelfeld: Karlheinz Pflipsen, Günter Netzer, Marcell Jansen

Sturm: Herbert Laumen, Jupp Heynckes, Marcel Ketelaer

Bank: Erwin Kremers, Helmut Kremers, Erwin Spinnler, Hans-Georg Dreßen, Gerd Schommen, Hans Klinkhammer, Christian Dorda

Klinkhammer hätte genauso wie Frontzeck einen Platz hinten links verdient gehabt, immerhin gewann er mit Borussia zahlreiche Titel, stand im Finale des Landesmeister-Pokals. Dafür brachte es Frontzeck in seiner Laufbahn zum Nationalspieler. Mit ihm und Heynckes trainierten gleich zwei Gladbacher die Borussen später als Cheftrainer in der Bundesliga.

Nicht alle schafften den Durchbruch in Mönchengladbach

Horst-Dieter Höttges (76), zu seiner Zeit als Libero und Vorstopper unterwegs, ging mit 21 Jahren nach 30 Einsätzen als Borusse zu Werder Bremen. An der Weser brachte er es auf 485 Einsätze. Dort wurde dem  „Eisenfuß“, wie sein Spitzname zu seiner aktiven Karriere lautete, ein Denkmal errichtet. 1974 holte er mit Deutschland den Weltmeister-Titel.

Auf der Bank sitzen unter anderem die Kremers-Zwillinge (beide 71), die von 1967 bis 1969 für Borussia spielten. Beide schafften den großen Durchbruch aber erst nach ihrem Wechsel zum FC Schalke 04, für den sie jeweils über 200 Pflichtspiele absolvierten.

Ditgens, geboren 1914, war Borussias erster Nationalspieler, erlitt im Zweiten Weltkrieg so starke Erfrierungen an den Zehen, dass er später mit Spezialschuhen als Aushilfsverteidiger agierte.

Christian Dorda (31, KFC Uerdingen) feierte 2008 unter Hans Meyer (77) sein Bundesliga-Debüt, wechselte drei Jahre später nach nur sieben Profi-Einsätzen zur SpVgg Greuther Fürth. Wie Frontzeck, Klinkhammer, Jansen und Ketelaer war auch er auf der linken Seite unterwegs.

Scouting-System von heute nicht mit früher vergleichbar

Was auffällt: Früher kam es wesentlich häufiger vor, dass gebürtige Gladbacher für die Fohlenelf spielten. Eine Erklärung hierfür ist unter anderem das heutige organisierte und internationale Scouting-System der Klubs. Es ist keine Seltenheit mehr, dass junge Talente bereits mit 14 Jahren Hunderte Kilometer von zu Hause entfernt in ein Fußballinternat wechseln. Darüber hinaus hat die Wechselwilligkeit der Profis stetig zugenommen.

Ein weiteres Beispiel: Als Julio Villalba (21) 2017 nach Mönchengladbach wechselte, war er 18 Jahre alt. Von Asunción, der Hauptstadt Paraguays, zog es ihn über den halben Globus bis an den Niederrhein. Zu Zeiten von Netzer, Heynckes und Co. wäre er auf der anderen Seite der Welt nie ins Auge gefallen.

Gladbach: Tom Gaal könnte der Nächste sein

Aktuell haben die Fohlen keinen gebürtigen Mönchengladbacher in ihren Reihen. In den kommenden Jahren könnte es jedoch ein Talent nach oben schaffen: Tom Gaal (19), Innenverteidiger. In seiner Jugend kickte er für den SC Hardt, einem Stadtteil-Verein aus Mönchengladbach. In diesem Sommer wird er in die U23 aufrücken.

Tom Gaal (links) aus der U19 von Borussia Mönchengladbach könnte als gebürtiger Gladbacher den Sprung zu den Profis schaffen.

Tom Gaal (links) aus der U19 von Borussia Mönchengladbach könnte als gebürtiger Gladbacher den Sprung zu den Profis schaffen.

Und Chefcoach Marco Rose (43) hat durchaus schon ein Auge auf den 1,93 Meter großen Abwehrspieler geworfen. Im vergangenen November ließ Rose ihn im Testspiel gegen den KFC Uerdingen (1:1) spielen. Gaal erzielte nach einer Ecke den einzigen Gladbacher Treffer. 

„Ich will weiter hart arbeiten und hoffentlich erinnert sich Marco Rose irgendwann an meinen Namen, wenn vielleicht die Personalsorgen oben etwas größer sind“, sagte er damals.

Sollte dies in Zukunft der Fall sein, wäre Gaal der nächste „Gladbacher Jung“, dem der Sprung zu den Profis gelungen ist. Der direkte Nachfolger Marc-André ter Stegens.