Zwei Spiele, null Punkte, Fan-Aufstand: Kaum beginnt die Saison, stecken die Fohlen schon wieder tief im Schlamassel!
„Schmerzen noch deutlich mehr“Gladbachs Saisonstart droht das Desaster

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Borussia-Coach Eugen Polanski
Die tolle Vorbereitung? Schnee von gestern! Für Borussia Mönchengladbach ist die harte Realität der Bundesliga ein brutales Erwachen.
Auf ein 0:3 in Leipzig folgte die nächste Katastrophe: eine 3:4-Heimniederlage gegen den Neuling Elversberg, obwohl man schon mit 3:1 vorne lag. Die Fohlenelf hat sich damit komplett selbst ein Bein gestellt.
Fohlen-Trainer Polanski: „Wir müssen uns cleverer anstellen“
Der Klub befindet sich exakt an dem Punkt, den man unbedingt vermeiden wollte. Die schockierende Bilanz nach nur zwei Begegnungen: keine Punkte, sieben Gegentreffer.
Und das Desaster zum Saisonstart droht noch schlimmer zu werden, denn die nächste Aufgabe ist das Match beim Angstgegner Freiburg, wo die Borussia seit fast 19 Jahren nicht triumphieren konnte. Aus dem misslungenen Auftakt entwickelt sich ein wahrer Horror-Start.
Die Atmosphäre nach dem Zusammenbruch gegen das „Wunderdorf“ war vergiftet, was die Anhänger mit einem ohrenbetäubenden Pfeifkonzert nach Spielende zum Ausdruck brachten. Eine Szene offenbarte die ganze Anspannung: Während Tim Kleindienst (31) mit vielen Kollegen den direkten Weg in die Umkleide suchte, ging Manager Rouven Schröder (50) zur Fankurve. Das berichtet „bild.de“.
Er war mit dem Verhalten seines Kapitäns sichtlich unglücklich, suchte die Auseinandersetzung und beorderte Kleindienst letztlich doch noch zum Sechzehner, wo dieser sich lange mit den Ultras austauschte.
Die anfängliche Euphorie ist dahin, stattdessen sind die Sorgen aus dem Abstiegskampf der letzten Spielzeit wieder präsent. Eugen Polanski (40) war nach der Partie sichtlich angefressen. „Das schmerzt definitiv, aber die verlorenen drei Punkte schmerzen noch deutlich mehr, denn dadurch kippt die Stimmung“, sagte der Coach.
Man könne dem Team zwar bei Einsatz und Wille nichts nachsagen, aber: „Wir müssen uns cleverer anstellen. Dass wir nach einer 3:1-Führung drei Tore kassieren – da müssen wir jeden Fan verstehen, dass das kein schöner Fußball-Nachmittag ist.“
Rouven Schröder: „Das Wichtigste wird jetzt sein, bei allem trotzdem klar zu bleiben“
Die Nerven liegen schon jetzt blank. Auf dem Rasen agiert Gladbach zwar bissiger und mit mehr Spielfreude, aber auch viel zu wild und fehlerhaft. Ein krasses Beispiel: Es kann nicht sein, dass Ko Itakura (29) bei einem 1:0-Vorsprung 70 Meter vor dem Kasten als letzter Verteidiger in ein direktes Duell muss. Die neue Spielidee unterhält zwar, benötigt aber dringend mehr Abgeklärtheit, um die Flut an Gegentoren zu stoppen.
Das Team schien von dem Wutausbruch auf den Rängen selbst überrumpelt und war entsetzt über die eigene Leistung nach der komfortablen Führung. Die schnell entfesselte Wut der Fans demonstriert, wie fragil das Vertrauen in Mönchengladbach geworden ist. Rouven Schröder plädierte für einen kühlen Kopf: „Wenn du Spiele nicht gewinnst, ist man grundsätzlich unter Druck. Und dann nicht nur der Trainer, die Spieler sind genauso unter Druck, der Verein ist unter Druck.“
Sein klarer Appell: „Das Wichtigste wird jetzt sein, bei allem trotzdem klar zu bleiben. Das fällt am Anfang relativ schwer, das habe ich auch schon beim Gang in die Kabine gemerkt, da waren alle mega enttäuscht. Es wird wichtig sein, dass man jetzt nach zwei Spieltagen nicht völlig durchdreht und alles in Schutt und Asche legt.“ (red)
