„Stehen alle unter Druck“Schröder muss schon Fragen zum Trainer beantworten

Die Mannschaft und Rouven Schröder vor der Nordkurve.

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Rouven Schröder ging nach dem Spiel mit der Mannschaft Richtung Kurve. Gladbach ist schon im Krisen-Modus.

Zwei Spiele, null Punkte und Fragen nach dem Trainer: Gladbach schaltet schon nach dem 2. Spieltag in den Krisen-Modus.

Was für ein Albtraum-Start für Borussia Mönchengladbach! Nach einer 3:1-Führung verspielten die Fohlen am 2. Bundesliga-Spieltag noch den komfortanlen Vorspung und verloren am Ende mit 3:4 gegen Aufsteiger SV Elversberg.

Die Fans, die ihr Team vor dem Anpfiff noch mit einer beeindruckenden Choreografie unter dem Motto „Endlich wieder in der Kurve steh’n – unsere geliebte Borussia seh’n“ gefeiert hatten, quittierten die Leistung nach 90 Minuten mit einem gellenden Pfeifkonzert.

Gladbach-Trainer Polanski: „Der Schock sitzt relativ tief“

Die Enttäuschung ist auch bei den Verantwortlichen riesig. „Nach einer 3:1-Führung darfst du das Spiel nicht mehr aus der Hand geben“, fand Sportchef Rouven Schröder klare Worte. Das berichtet die „Rheinische Post“. Die Bilanz nach zwei Partien ist verheerend: null Punkte und bereits sieben Gegentore auf dem Konto. Schröder gestand ein: „Wir hatten uns das anders vorgestellt.“

Im Borussia-Universum schrillen bereits die Alarmglocken, der Traditionsklub befindet sich direkt wieder im Krisen-Modus. Schröder machte deutlich, dass die Emotionen hochkochen: „Es ist vollkommen normal, dass es brodelt.“ Angesprochen auf die Trainerfrage, stellte er klar: „Wenn du Spiele nicht gewinnst, stehst du grundsätzlich unter Druck. Aber ich möchte jetzt nicht den Trainer isoliert unter Druck setzen. Die Spieler stehen unter Druck, der Verein steht unter Druck – letztlich stehen wir alle unter Druck.“ Die Luft am Niederrhein wird also schon früh in der Saison dünner.

Auch Trainer Eugen Polanski, der bereits in der vergangenen Saison zumindest in Fankreisen nicht immer unumstritten war, zeigte sich nach dem Abpfiff sichtlich mitgenommen. „Wir bringen sehr viel Energie ins Spiel, wie wir zu Hause auftreten, wie wir die Tore machen, um dann sehr, sehr viele Dinge einfach falsch zu machen. Das ist für mich unerklärlich“, so der Coach. Er fügte hinzu: „Der Schock sitzt relativ tief, dass wir das Ding heute noch aus der Hand gegeben haben.“

Die Szenen nach dem Spiel sprachen Bände. Kapitän Tim Kleindienst musste sich satte 20 Minuten den wütenden Ultras stellen, nachdem er zunächst schon Richtung Kabine abgedreht war. 

Unfreiwillig streute dann auch noch der gegnerische Trainer Salz in die Wunde. Vincent Wagner von der SV Elversberg, der die zweite Halbzeit nach einer Gelb-Roten Karte von der Tribüne aus verfolgen musste, schwärmte von der Atmosphäre im Stadion: „Sensationelle Choreo, sensationelle Stimmung, wirklich ein tolles Stadion. Das hat direkt Spaß gemacht.“ Ein Satz, der für die Gladbacher an diesem Tag wie Hohn geklungen haben muss. (red)

Beide wollen Einwurf, Tim Kleindienst und Felix Keidel.

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