Der Mannschaftsführer ist nach der Niederlage gegen Elversberg stinksauer.
„Weniger TikTok gucken“Gladbach-Kapitän rechnet mit Mitspielern ab

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Tim Kleindienst ist nach der Niederlage gegen Elversberg bedient.
Dicke Luft bei den Fohlen! Schon nach nur zwei Partien ist die Gemütslage bei der Borussia aus Mönchengladbach auf dem Nullpunkt.
Einer 0:3-Abreibung in Leipzig schloss sich eine peinliche 3:4-Niederlage zu Hause gegen Neuling SV Elversberg an. Was die Sache noch schlimmer macht: Einen sicheren 3:1-Vorsprung gaben die Gladbacher aus der Hand und manövrierten sich so ins eigene Aus.
Gladbach wieder mitten in der Krise
Der Klub vom Niederrhein befindet sich somit exakt wieder in der Situation, die letzte Saison viel zu lange andauerte: mitten in einer Krise. Das berichtet „bild.de“.
Es überrascht daher niemanden, dass Führungsspieler Tim Kleindienst nach Spielende total wütend war. Am Mikrofon des ZDF nahm der Nationalspieler (sechs Länderspiele, vier Tore) kein Blatt vor den Mund.
Der Kapitän ging dabei aber auch hart mit den eigenen Kollegen ins Gericht: „Wir sollten mal schleunigst unseren Fokus so hochfahren, dass er auch 90 Minuten hält, und keine Ahnung, woran es liegt, weniger TikTok gucken oder was weiß ich, ist mir eigentlich Wurscht, was sie machen.“
Auch direkt nach dem Abpfiff sprach Kleindienst am DAZN-Mikrofon schon Klartext:
Ein unmissverständliches Statement vom Leader des Teams, der persönlich eine solide Partie gegen Elversberg machte, aber immer noch auf sein erstes Tor in der Bundesliga wartet. Die Lage ist für Kleindienst besonders brenzlig, weil er sich nach einer schlimmen Knieverletzung, die ihn die gesamte letzte Spielzeit außer Gefecht setzte, mühsam zurückarbeitet.
Aufgrund dieses Leidens konnte er auch nicht an der WM teilnehmen, die in den USA, Kanada und Mexiko stattfand. Kleindiensts Kritik kam nicht bei allen Fans gut an. Einige kritisierten, dass der Kapitän erst einmal selbst mit Leistung vorangehen solle, bevor er die eigenen Kollegen kritisiere.
Für den Kapitän und den kompletten Klub entwickelt sich der Saisonbeginn somit direkt zu einem Härtetest. Nach den zwei Niederlagen zum Start steht schon die nächste Enttäuschung bevor, da die Borussia nun zum Schreckgespenst Freiburg reisen muss, das nach fünf Pflichtspielen als sehr formstark gilt.
Die Möglichkeit zur Rehabilitation gibt es dann vor der Länderspiel-Unterbrechung im eigenen Stadion gegen Mainz. Trainer Eugen Polanski steht nach zwei Niederlagen und sieben Gegentoren schon gehörig unter Druck. (red)

