Ein riesiger Umbruch ist erforderlich, und ein entsprechend riesiger Name macht nach dem Polanski-Aus in Gladbach die Runde.
Sensation am Niederrhein?Gladbach hofft auf Kult-Trainer Christian Streich

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Christian Streich gestikuliert am Spielfeldrand. Wird er der neue Trainer bei der Borussia?
Ein Gerücht, das es in sich hat! Trainer-Ikone Christian Streich wird als möglicher neuer Coach bei Borussia Mönchengladbach gehandelt. Wie das Fußballmagazin „Kicker“ meldet, gilt die Legende als Anwärter bei den Fohlen.
Innerhalb des Vereins wird der 61-Jährige extrem geschätzt. Es ist allerdings völlig offen, ob Streich nach seiner langen Zeit beim SC Freiburg überhaupt wieder Lust auf einen neuen Job hat. Zumal die Bedingungen in Gladbach keinen sanften Wiedereinstieg ermöglichen. Zuletzt war Streich ZDF-Experte bei der Weltmeisterschaft 2026.
Auch der Druck auf Fohlen-Sportchef Rouven Schröder wächst
Zwischen 2011 und 2024 coachte er die Mannschaft aus dem Breisgau und hat den Klub entscheidend geformt. Seine Bilanz nach 488 Spielen ist mit einem Schnitt von 1,48 Zählern pro Partie stark, er etablierte den SC im Fußball-Oberhaus. Über das Interesse berichtet „BMG-News“.
Im Oktober 2025 zweifelte Streich, ob er noch einmal als Bundesliga-Trainer zurückkehren werde, ließ ein endgültiges Aus aber offen. In einem MagentaTV-Interview sagte er: „Ich glaube nicht, dass ich noch eine Bundesliga-Mannschaft trainiere. Aber ich schließe gar nichts aus.“
Bei seinem Einsatz als Sky-Experte im Februar 2026 sagte der frühere Freiburg-Coach, es gebe „keinen Comeback-Plan“. Außerdem erklärte er: „Ich bin ehrlich gesagt nicht so unfroh, auf dem Sofa zu sitzen und ein Spiel anzuschauen.“ Er genieße den geringeren Druck nach seinem Abschied vom SC Freiburg. Ob eine Anfrage aus Gladbach die Lage ändert?
Die entscheidende Frage ist jedoch: Kann eine Persönlichkeit wie Streich, dessen Karriere als Spieler und Coach ausschließlich in Freiburg stattfand, bei der Borussia erfolgreich sein?
Die Situation ist jedenfalls brenzlig: Nach einem komplett misslungenen Start in die Saison findet sich Gladbach ohne Zähler auf Rang 17 der Tabelle wieder. Die Furcht vor dem Abstieg ist groß, und der nächste Mann an der Seitenlinie muss eine Top-Wahl sein, ansonsten könnte es tatsächlich in die Zweitklassigkeit gehen.
Dadurch gerät auch Sportchef Rouven Schröder immer mehr ins Rampenlicht. Der Druck auf seine Person nimmt zu, weil bisher keine der vielen Neuverpflichtungen überzeugen konnte. In seiner Vergangenheit als Verantwortlicher hatte Schröder zudem nicht immer das beste Gespür bei der Auswahl seiner Trainer.
Für den Moment springt Assistenzcoach Jan-Moritz Lichte ein und wird das Team für das extrem wichtige Spiel zu Hause gegen Mainz 05 vorbereiten. Ein Erfolgserlebnis würde der Borussia die Chance geben, die Abstiegszone vor der ausgedehnten Unterbrechung durch die Länderspiele zu verlassen und ein wenig Luft zu schnappen.
Ein neuer Mann an der Spitze hätte eine ziemlich gute Ausgangslage: In der Länderspielpause gäbe es drei Wochen, um die Mannschaft kennenzulernen und sie auf das hochemotionale Derby am 5. Spieltag in Köln einzustimmen. Zusätzlich besteht die Hoffnung, dass mit Hashioka, Konoplya und vielleicht sogar Kühn drei bedeutende Akteure wieder einsatzbereit sind. (red)

