„Nicht nur der Trainer“Effenberg mit Gladbach-Rundumschlag im „Doppelpass“

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Stefan Effenberg am 13. September 2026 im Sport1-„Doppelpass“.

Harte Worte von Stefan Effenberg über Borussia Mönchengladbach. Der langjährige Gladbach-Profi übte im „Doppelpass“ scharfe Kritik.

Die aktuellen Entwicklungen machten Borussia Mönchengladbach am Sonntagmorgen (13. September 2026) kurzfristig zum Top-Thema im „Doppelpass“ auf Sport1.

Die Berichte über das Aus von Trainer Eugen Polanski (40) kurz vor Beginn der Sendung wurden in der Expertenrunde direkt diskutiert. Mit Stefan Effenberg (58) sprach ein ehemaliger Gladbach-Profi dabei Klartext.

Effenberg nennt drei Faktoren für den Gladbach-Absturz

Der Ex-Nationalspieler, der in zwei Etappen 216 Pflichtspiele für Gladbach absolviert hatte und immer wieder seine Verbundenheit zum Verein betont, holte zum Rundumschlag in allen Bereichen aus.

Nach den Worten von Polanski im Anschluss an die 0:5-Klatsche beim SC Freiburg am Samstag sei der Schritt alternativlos gewesen, betonte Effenberg: „Du hast Selbstzweifel rausgehört. Und wenn du Selbstzweifel beim Trainer hast, der das dann auch so öffentlich äußert, dann ist es ganz, ganz eng. Und dann bist du an einem Punkt, wo du dann eigentlich handeln musst.“

Polanski war demnach unzweifelhaft einer der Verantwortlichen für den Horror-Start der Borussia mit drei Pleiten in drei Spielen und einem Torverhältnis von 3:12. Für Effenberg kamen allerdings weitere Komponenten hinzu, die für ein haarsträubendes Gesamtpaket sorgten.

„Wir hatten die Frage der Woche am Anfang der Sendung, wo A, B und C genannt wurde“, sagte Effenberg über die eingangs aufgeworfene Frage nach der Verantwortlichkeit für die Krise. Zur Auswahl standen Trainer, Mannschaft und sportliche Führung.

Effenberg kritisiert zwei Gladbach-Profis namentlich

„Es ist A, B und C, denn es gehört zusammen bei Borussia Mönchengladbach“, sagte Effenberg: „Ich habe keine Entwicklung gesehen und von daher ist es wahrscheinlich die logische Konsequenz.“

Auch mehrere Spieler kritisierte Effenberg ganz konkret: „Du hast Führungsspieler – oder sie denken, dass sie Führungsspieler sind. Da hast du einen Kleindienst, der unterperformt. Du hast eigentlich einen Nicolas. Im letzten Jahr eigentlich hauptverantwortlich dafür, dass eine gewisse Stabilität da war, aber er ist mittlerweile auch am Wackeln.“

Tim Kleindienst (31) hatte sich eine Woche nach seiner Wutrede gegen Teile seiner Kollegen in Freiburg eine unnötige frühe Gelb-Rote Karte abgeholt, der im Vorjahr noch fast fehlerlose Moritz Nicolas (28) patzte nun im zweiten Spiel in Folge.

Im Bereich der Verantwortlichkeit von Sport-Boss Rouven Schröder (50) kritisierte Effenberg die Kaderzusammenstellung: „Ich kann mir nicht vorstellen, dass Polanski gesagt hat: ,Diese Spieler will ich um jeden Preis.‘ Der Trainer hatte da eher wenig Einfluss.“

Eugen Polanski schaut bei einer Pressekonferenz frustriert auf den Boden.

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