„Alles in die Waagschale werfen“Polanskis neues Trainerteam muss jetzt liefern

Co-Trainer Markus Gellhaus und Co-Trainer Jan-Moritz Lichte sitzen neben Cheftrainer Eugen Polanski (links).

Copyright: IMAGO/fohlenfoto

Die Gladbacher Trainerbank (v. li.): Co-Trainer Markus Gellhaus und Co-Trainer Jan-Moritz Lichte sitzen neben Cheftrainer Eugen Polanski (links).

Der Albtraum-Saisonstart sorgt auch im neuen Trainerstab für mächtig Zündstoff.

Noch ist es ein kleinerer Fehlstart für Borussia Mönchengladbach nach erst zwei Spieltagen. Zuerst die 0:3-Pleite in Leipzig, dann die blamable 3:4-Heimniederlage gegen den Aufsteiger SV Elversberg, obwohl man mit 3:1 vorn lag.

Und trotzdem droht nach nur zwei Partien bei den Fohlen bereits die totale Orientierungslosigkeit. Dabei hatte Rouven Schröder (50) bewusst für frischen Wind Jan-Moritz Lichte (46) und Markus Gellhaus (56) als neue Assistenztrainer verpflichtet, weil er deren Vorgänger für nicht erstligatauglich hielt.

Lichte und Gellhaus wollen Polanski helfen

Doch ausgerechnet das Coaching in der Schlussphase gegen Elversberg ließ viele Fans fassungslos zurück. Man fragt sich zweifelnd: Hätten das Oliver Neuville (53), der zur U23 abgeschoben wurde, und der gefeuerte Guido Streichsbier (56) wirklich schlechter hingekriegt?

So gut wie alle Anweisungen von der Bank verpufften wirkungslos oder bewirkten das Gegenteil, während dringend nötige Spielerwechsel einfach nicht stattfanden.

Die Liste der Patzer ist erschreckend lang. Robin Hack (28), eingewechselt für Wael Mohya (17), ließ die Mauer beim Freistoßtor von Felix Keidel einfach im Stich. Ko Itakura (29) erlebte in der Innenverteidigung einen gebrauchten Tag, aber anstatt ihn vom Platz zu nehmen, opferte Polanski den soliden Joe Scally (23), obwohl mit Jan Leszczynski (19) der Ersatzmann schon parat stand.

Auch der überzeugende Franck Honorat (30), der zwei Treffer vorbereitete, wurde für Neuling Nicolas Kühn (27) ausgewechselt, der sichtlich noch nicht im Team angekommen ist.

Und der wohl größte Fehler: Youngster Mathieu Nguefack (18) nach seiner Verwarnung nicht zu schützen und auszuwechseln, stattdessen gab es den Tausch mit David Herold (23) für Lukas Ullrich (22). Das berichtet „bild.de“.

Um den kompletten Kollaps am kommenden Samstag in Freiburg (15.30 Uhr) und im Anschluss gegen Mainz abzuwenden, sind jetzt Lichte und Gellhaus gefragt, Polanski unter die Arme zu greifen. Lichte kündigte vor der Spielzeit an: „Ich bin hier, um alles, was ich habe, jeden Tag in die Waagschale zu werfen.“ Und Gellhaus fügte hinzu: „Ich bin der geborene Co-Trainer, will helfen, wo ich nur kann.“ (red)

Gelb-Rote Karte von Martin Petersen gegen Vincent Wagner.

„Mimosenhaftes Verhalten“ Sperre für Schiri nach Gladbach-Pleite gefordert