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Von Béla Csányi (bc)

International umworben Zweitliga-Durchstarter als Weigl-Ersatz? Preisschild schon bekannt

Gerardo Seoane spricht beim Training von Borussia Mönchengladbach mit Julian Weigl.

Gladbach-Trainer Gerardo Seoane im Gespräch mit Julian Weigl. Sollte der Mittelfeldspieler nach Saudi-Arabien wechseln, könnte Borussia Mönchengladbach noch mal auf dem Transfermarkt aktiv werden.

Das Transfer-Finale bei Borussia Mönchengladbach steht und fällt mit dem Ausgang des Pokers um Julian Weigl (29).

Beim defensiven Mittelfeldspieler werden die Verhandlungen um einen Abgang nach Saudi-Arabien immer konkreter, aus dem Wüstenstaat sickern zunehmend Details rund um die Gespräche mit Al-Shabab durch. Am Niederrhein laufen derweil die Vorbereitungen, um einen Wechsel des erfahrenen Sechsers mit einem Ersatzmann aufzufangen.

Steigt Gladbach ins Wettbieten ein?

An Kandidaten mangelt es nicht, GladbachLIVE lieferte bereits zu Wochenbeginn einen Überblick über die Namen, die Roland Virkus (58) für die Weigl-Nachfolge in Betracht ziehen könnte. Bei einem dieser Spieler müsste Borussia in ein internationales Wettbieten einsteigen.

Zweitliga-Durchstarter Santiago Castaneda (20) hat seinen Marktwert durch die starke vergangene Spielzeit beim SC Paderborn regelrecht explodieren lassen. Die überzeugenden Auftritte des US-Amerikaners mit kolumbianischen Wurzeln haben weit über die Grenzen des Fußball-Unterhauses Bewunderer gefunden.

Im Dezember 2024 galt Gladbach erstmals als Interessent, laut „Transfermarkt.de“ soll sich der VfL zuletzt erneut nach dem 1,91 Meter großen Abräumer erkundigt haben. Virkus wäre damit in guter Gesellschaft: Auch Bröndby IF, Espanyol Barcelona, die Portland Timbers aus den USA und Coventry City aus der zweiten englischen Liga zählen zu den Interessenten.

Castanedas Berater, der langjährige Bundesliga-Profi Jens Todt (55), sagte gegenüber dem Transfer-Portal, es gebe „recht viele Vereine, die sich derzeit mit ihm befassen, ohne dass ich auf einzelne eingehen kann oder möchte“.

Ein konkretes Angebot von Dinamo Zagreb zeigt schon einmal die Preisregionen, an denen sich die Vereine orientieren müssen. Vor Wochen habe Paderborn eine Offerte zwischen drei und vier Millionen Euro abgeschmettert. Auf den letzten Drücker müsste für eine Einigung jetzt schon deutlich mehr auf den Tisch gelegt werden.

Santiago Castaneda beim SC Paderborn auf dem Platz.

Santiago Castaneda zieht beim SC Paderborn im zentralen Mittelfeld die Fäden.

Dass bei den Ostwestfalen knallhart verhandelt wird, zeigt aktuell auch das Schachern um Raphael Obermair (29). Der 1. FC Köln soll sein erstes Angebot für den Kapitän auf zwei Millionen Euro verdoppelt haben – und muss wohl noch ein weiteres Mal nachlegen. Ex-Kollege Aaron Zehnter (20) ging in diesem Sommer für 4,5 Millionen Euro zum VfL Wolfsburg. Das Duo wurde wie Castaneda vom neuen FC-Coach Lukas Kwasniok (44) entdeckt und gefördert.

Ein Schnäppchen wäre Castaneda damit definitiv nicht, gerade wenn es bei Weigl am Ende nur auf ein Leih-Modell hinausläuft und Borussia erst im kommenden Sommer auf eine Ablöse hoffen darf.

Davon, dass Castaneda sein Geld wert wäre, ist Berater Todt überzeugt. „Er wird seinen Weg sicher machen, egal ob weiterhin in Paderborn oder bei einer neuen Station“, ließ er bis zum Deadline Day zumindest alle Türen offen.