„Freue ich mich sehr auf Wael“So plant Klopp die Mohya-Zukunft beim DFB

Jürgen Klopp erklärt seine Kadernominierung.

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Jürgen Klopp erklärt seine Kadernominierung.

Gladbachs Wael Mohya ist die große Überraschung in Klopps Aufgebot für Serbien und die Niederlande. Was der Bundestrainer über den Teenager sagt.

Was für eine Nachricht erreicht da Borussia Mönchengladbach! Der erst 17 Jahre alte Fohlen-Dribbler Wael Mohya gehört zum Aufgebot von Bundestrainer Jürgen Klopp für die letzten Länderspiele des Jahres. Das teilte der DFB am Donnerstag (5. November) mit.

Der Mittelfeldspieler steht für die Nations-League-Spiele in Serbien (13. November) und gegen die Niederlande (16. November) im Aufgebot. Er ist einer von drei Neulingen, neben Brajan Gruda (RB Leipzig) und Finn Jeltsch (VfB Stuttgart).

Klopp über Wael Mohya: „Er macht’s auch gut. Wirklich gut“

Klopp äußerte sich in einem Video des DFB, in dem er seine Kader-Auswahl erklärte, ausgiebig dazu, warum er sich für das große Fohlen-Talent entschieden hat. „Es gibt jetzt nicht viele 17-Jährige, die Bundesliga spielen. Das allein ist ja schon ein herausragendes Merkmal. Aber er macht’s auch gut. Wirklich gut“, setzte der Bundestrainer an.

Und mehr noch, Klopp scheint mit dem jungen Profi noch viel vor zu haben: „Bei ihm ist es so: Ich bin mit ihm und der Familie in Kontakt. Wir haben uns besprochen. Und ich habe große Lust, die Zukunft gemeinsam mit diesen Jungs, aber eben auch mit Wael anzugehen, ohne jetzt irgendwelche Versprechungen zu machen oder sonst was.“

Klopp sieht die Verantwortung für den Spieler klar bei sich: „Als Trainer hat man die Aufgabe, dafür zu sorgen, dass die Jungs ihre beste Leistung bringen können. Da habe ich eine Sorgfaltspflicht. Und je jünger sie sind, desto größer ist sie.“ Er kümmere sich „schon seit geraumer Zeit um junge, hochtalentierte Menschen und hab da große Lust drauf“.

Mit der Familie habe er sich darauf verständigt, Wael erst „mal zum Sehen“ mitzunehmen: „Das hab ich der Familie Mohya gesagt. Und dann haben wir uns darauf geeinigt, dass wir ihn mitnehmen, mal zum Sehen.“

Konkret heißt das: „Dass wir einfach eine Woche Zeit haben, um ihn im Training live zu sehen. Weil das, glaube ich, wichtig ist, wenn man die Gelegenheit hat. Das wollen wir, wenn es geht, in Zukunft beibehalten.“

Die Zahlen sprechen dabei für den 17-Jährigen: In dieser Saison stand Mohya in allen acht Bundesligaspielen auf dem Platz. In den letzten drei Partien half der Offensivspieler jeweils von Beginn an mit, das Ruder in der Krise herumzureißen.

Bei der 1:2-Pleite gegen Hoffenheim traf Mohya per Schlenzer zum zwischenzeitlichen Ausgleich. Beim 3:1 gegen Stuttgart, dem ersten Ligasieg der Gladbacher nach sechs Niederlagen, traf der schnelle Techniker ebenfalls überragend und legte einmal auf. Damit passt der Zeitpunkt, den Spieler jetzt an den DFB heranzuführen, perfekt zu seiner Form.

Klopp zeigt Mohya den Weg: „Hängt natürlich auch immer von der Trainingsleistung ab“

Ob es für Belgrad oder die Partie gegen die Niederlande reicht, bleibt offen. Auch wie die Zukunft von Mohya beim DFB konkret aussehen wird, ist an Bedingungen geknüpft, betont Klopp: „Mal sehen, ob er spielt, ob er es überhaupt in den Kader packt. Das hängt natürlich auch immer von der Trainingsleistung ab. Das ist ja logisch.“

Die bisherigen Gespräche haben aus Klopps Sicht jedenfalls gepasst: „Die Gespräche mit ihm – drei mittlerweile – waren top. Das kann ich sagen. Ich war nicht so selbstbewusst mit 17. Aber ich war auch nicht so gut mit 17. Dementsprechend freue ich mich sehr auf Wael.“