Trainer Blessin krempelt in Gladbach so einiges um – doch es gibt noch Baustellen!
Blessin-Effekt!In dieser Statistik explodiert Gladbach

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Trainer Alexander Blessin steht im Fohlen-Training mit seinen Spielern zusammen.
Endlich aufatmen bei der Fohlen-Elf! Sechs Niederlagen hagelte es zum Liga-Start, doch dann sorgte Übungsleiter Alexander Blessin (53) am Niederrhein für den kleinen Turnaround.
Eine stolze Ausbeute aus drei Partien innerhalb weniger Tage: Erst der 3:2-Erfolg beim VfB Stuttgart, gefolgt vom 2:0-Triumph im Pokal-Duell mit Karlsruhe. Zum Abschluss erkämpfte sich das Team am vergangenen Sonnabend noch eine Nullnummer gegen den SC Paderborn.
Lauf-Monster vom Niederrhein ackern ohne Ende
Aber woran genau liegt dieser plötzliche Aufschwung? Hierfür lohnt ein genauer Blick auf die nackten Zahlen der ersten acht Pflichtspiele im Oberhaus. Die letzten vier wurden unter dem neuen Coach Blessin absolviert.
Klar ist: Unter Blessin spulte das Team pro Begegnung stolze sechs Kilometer mehr ab als noch zu Saisonbeginn (122,37 gegenüber 116,25). Das berichtet „Bild“. Der Fußball-Lehrer hat seinen Jungs offenbar echten Arbeits-Ethos eingehaucht. Kein Wunder, denn für sein taktisches Konzept ist diese hohe Laufbereitschaft schlichtweg unverzichtbar.
Von seinem Kader erwartet der 53-Jährige vor allem eines: „Es geht um eine Disziplin gegen den Ball, bei der jeder einfach mitmachen muss. Das ist für mich ein eisernes Gesetz.“
Diese eiserne Regel haben die Kicker komplett verinnerlicht! Prompt stellt sich der ersehnte Ertrag auf dem Rasen ein. Kassierte die Schießbude der Liga an den ersten vier Spieltagen noch satte vier Einschläge im Schnitt, hielt der Kasten zuletzt zweimal komplett dicht. Sowohl beim Pokal-Fight gegen Karlsruhe als auch im Liga-Alltag gegen Paderborn ließ die Defensive nichts anbrennen.
Tempodefizite und Fehlpässe bleiben Sorgenkinder
Trotzdem gibt es einen Haken: Abgesehen vom enormen Laufpensum herrscht bei den restlichen Werten (bislang) weitgehend Stillstand. Teilweise ging die Kurve sogar spürbar nach unten, wie „Bild“ berichtet,
So sank die Anzahl der Tempoläufe von 162 auf 152 je Begegnung, während die Abschlüsse von 16 auf magere 12,5 schrumpften. Ebenfalls rückläufig ist die Passquote, welche von 82 auf 75 Prozent absackte. Lediglich die Zweikampf-Bilanz weist mit 47,16 Prozent (vorher 46,57) einen minimalen Aufwärtstrend auf.
Positiv fällt zudem auf, dass die Akteure unter dem neuen Cheftrainer fairer agieren und während einer Partie bloß noch 13,5-mal statt 14,75-mal regelwidrig eingreifen. Das bringt einen enorm wichtigen Vorteil mit sich: Durch die reduzierte Foul-Anzahl produziert Borussia deutlich weniger Freistöße für das gegnerische Team – und exakt solche ruhenden Bälle bereiteten den Gladbachern am Anfang der Spielzeit noch gewaltiges Kopfzerbrechen. (red)
