Nur ein Heim-PunktWarum Gladbach die Zeit davonrennt

Alexander Blessin am Spielfeldrand im Stadion

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Alexander Blessin am Spielfeldrand im Stadion.

Nach vier Zählern aus den letzten drei Partien droht den Fohlen nun ein knallhartes Programm!

Frustriert ging Robin Hack in die Knie. Zwar bot sich dem Offensivmann die Riesen-Gelegenheit zum ersten Treffer im Duell mit Paderborn, allerdings verfehlte das Leder sein Ziel. Schlussendlich leuchtete ein mageres 0:0 auf der Stadion-Anzeige.

Während Borussia Mönchengladbach innerhalb der dicht getakteten Spieltage immerhin mal wieder vier Zähler verbuchen konnte, ist an eine Verschnaufpause überhaupt nicht zu denken. Der Grund: Auf die Mannschaft rollen extrem unangenehme Aufgaben zu!

Blessin: „Die Erwartungshaltung hier zu sagen, wir fiedeln Paderborn weg, das geht gar nicht“

Eine detaillierte Analyse der anstehenden Begegnungen offenbart den enormen Stellenwert des Auswärts-Auftritts beim HSV und erklärt die gewaltige Differenz zwischen dem aktuellen Liga-Auftakt sowie dem aus dem vergangenen Jahr. Das berichtet rp-online.de.

Nach dem torlosen Duell fand Übungsleiter Alexander Blessin deutliche Worte. Unmissverständlich merkte der 53 Jahre alte Fußball-Lehrer an: „Die Erwartungshaltung hier zu sagen, wir fiedeln Paderborn weg, das geht gar nicht. Es ist verdammt schwierig, gegen Paderborn zu spielen.“

Dennoch sorgt das Unentschieden gegen den Liga-Neuling für reichlich Bauchschmerzen. Verantwortlich hierfür ist der gewaltige Rucksack, welchen sich die Elf vom Niederrhein durch ihren geschichtsträchtig schwachen Rundenbeginn selbst umgeschnallt hat. Bloß ein einziger kümmerlicher Punkt sprang aus vier Heim-Auftritten im eigenen Wohnzimmer heraus – obwohl dort bis dato noch kein einziger absoluter Liga-Gigant vorspielte!

Wenn als nächster Kontrahent direkt der nächste Mitstreiter um den Liga-Verbleib bereitsteht, sorgt jede liegengelassene Gelegenheit unweigerlich für noch mehr Kesseldruck.

Vorjahres-Flaute mit glücklichem Ausweg

Unbestritten bleibt: Bereits vor zwölf Monaten glich das Abschneiden zu Rundenbeginn einem kompletten Debakel. Zum allerersten Mal überhaupt in ihrer Historie im deutschen Oberhaus blieben die Fohlen während der Auftakt-Acht-Spiele gänzlich ohne Dreier. Sogar einen Zähler weniger als heute wies das Konto der Borussen damals zur identischen Phase auf. Jedoch offenbart die Gegenüberstellung beider Spielpläne zum Auftakt, welch Mammutaufgabe Blessin samt seiner Truppe aktuell bewältigen muss.

Rückblickend kreuzte die Fohlenelf vor Jahresfrist während der ersten acht Duelle gleich fünfmal die Klingen mit international vertretenen Klubs. Gleich ein halbes Dutzend dieser Kontrahenten hatte die vorherige Runde auf einem einstelligen Rang abgeschlossen. Ergänzt wurde dieses Feld bloß durch das zuvor dreizehntplatzierte Team von Union Berlin und Liga-Rückkehrer HSV.

Bis zum finalen Spieltag blieb diese Hierarchie weitgehend bestehen: Das Ticket nach Europa buchte ein Quartett aus besagten acht Vereinen, wogegen einzig die Berliner, die Rothosen sowie Bremen in die untere Tabellenhälfte abrutschten.

Obwohl damals fünf dieser acht Auftakt-Begegnungen im heimischen Borussia-Park gänzlich sieglos über die Bühne gingen, wog diese Ausbeute am Ende gar nicht mal so schwer. Die Rettung damals: Durch drei Auswärtsdreier bei schwächelnden Teams aus dem Tabellenkeller gelang den Rheinländern der dringend benötigte Turnaround. Auf eine solch dankbare Konstellation wartet die Blessin-Elf in dieser Runde allerdings vergeblich. (red)