Erst abgeschrieben, jetzt unersetzlich: Fabio Chiarodia mauert das Fohlen-Tor dicht!
Plötzlich Abwehr-BollwerkChiarodia wird bei Gladbach zum Null-Garanten

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Fabio Chiarodia von Borussia Mönchengladbach am Ball.
Aktualisiert
Trainer Alexander Blessin war zum Improvisieren gezwungen – mit durchschlagender Wirkung! Dem 53-jährigen Übungsleiter brachen jüngst für das Abwehrzentrum gleich zwei feste Größen weg: Sowohl Ko Itakura (29) als auch Kevin Diks (30) standen nicht zur Verfügung.
Einfallsreichtum war somit gefordert, und das Experiment erwies sich als absoluter Glücksgriff. Los ging die Serie im Pokal-Wettbewerb beim Duell mit dem Karlsruher SC. Dank der Dreierreihe um Fabio Chiarodia (21), Philipp Sander (28) sowie Joe Scally (23) gelang ein sauberer 2:0-Sieg ohne Gegentor.
Starke Bilanz für Italiens Nationalspieler
Anschließend setzte sich dieser Trend im Liga-Alltag fort. Zwar reichte es gegen Paderborn lediglich zu einem torlosen Remis, doch der Kasten von Borussia Mönchengladbach blieb abermals komplett sauber. Bloß auf einer Position wurde die Hintermannschaft umgebaut: Für Scally rutschte Daiki Hashioka (27) in die Anfangsformation. Das berichtet „bild.de“.
Sander, der als Vertreter von Diks obendrein das Kapitänsamt bekleidete, zog im Anschluss ein positives Fazit. Er bilanzierte unmissverständlich: „Wir haben gut verteidigt. Und abgesehen von Standardsituationen defensiv sehr wenig zugelassen. Das nehmen wir definitiv mit in die nächsten Wochen. Ein Zu-Null-Spiel ist uns in dieser Saison bisher noch nicht gelungen. Das können wir auf jeden Fall positiv sehen.“
Plötzlich unverzichtbar: Der enorme Aufschwung in Borussias Hintermannschaft ist eng mit dem Namen Chiarodia verknüpft. Ehe die Spielzeit begann, trauten ihm zahlreiche Beobachter kaum eine Rolle zu. Inzwischen gehört er jedoch zu den großen Aufsteigern im Kader.
Ein Blick auf die Daten untermauert diesen Eindruck eindrucksvoll. Bei seinen jüngsten sieben Startelf-Einsätzen in Serie erwies sich der Abwehrmann als echter Rückhalt. Die Bilanz kann sich sehen lassen: In gleich vier dieser Begegnungen ließ das Team vom Niederrhein keinen einzigen Treffer zu!
Das kommt nicht von ungefähr bei einem Akteur, der am Ende der abgelaufenen Runde sogar zwei Einsätze für das A-Nationalteam Italiens verbuchen konnte. Gegenüber dem Vereinskanal „Fohlen-TV“ betonte der 21-Jährige seine klare Ausrichtung: „Für mich als Verteidiger ist es immer das Wichtigste, hinten die Null zu halten.“
Anfangs verlief das Spieljahr für das Defensiv-Talent jedoch äußerst schleppend. Hartnäckige Blessuren warfen ihn wiederholt aus der Bahn. Sein Liga-Debüt in dieser Runde feierte er folglich erst am 5. Spieltag – bei einem kurzen Auftritt im schmerzhaften Nachbarschaftsduell gegen den 1. FC Köln, welches mit einer 1:2-Pleite endete.
Diese Leidenszeit zum Zuschauen hat bei Chiarodia Spuren hinterlassen. Dennoch zieht er daraus erstaunlich viel Optimismus: „Verletzungen sind immer das Bitterste im Fußball. Dadurch wird man daran gehindert, seinen Traum zu leben, für seinen Traum zu arbeiten. Aber ich glaube, gerade in dieser Phase kann man viel dazulernen und besser werden. Ich probiere, die Verletzungsphasen immer so zu nutzen, dass ich besser zurückkomme. Jetzt genieße ich jede einzelne Sekunde, die ich bekomme.“ (red)
