In Niedersachsen wird Roland Virkus plötzlich gesichtet – direkt kochen Spekulationen hoch.
Plötzlich auf der 96-TribüneWas treibt Ex-Gladbach-Boss Virkus in Hannover?

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Roland Virkus war in Hannover – in Gladbach-Mission!
Auf dieses Comeback war niemand vorbereitet. Im bezahlten Fußball ist der 59-jährige Roland Virkus unverhofft wieder öffentlich aufgetaucht. Als sich in der 2. Bundesliga Hannover 96 und Dynamo Dresden gegenüberstanden – am Ende siegte das Heimteam mit 2:1 –, verfolgte der ehemalige Funktionär der Fohlenelf das Geschehen live im Stadion.
Das sorgte für reichlich Verwunderung. Sein Aus als Geschäftsführer Sport bei Borussia Mönchengladbach liegt bereits fast 14 Monate zurück. Zwischen Februar 2022 und September 2025 trug er dort die Hauptverantwortung.
Kein Kandidat für den Boldt-Job
Nach seinem damaligen Rückzug kehrte der 59-Jährige im diesjährigen Juli in veränderter Funktion an den Niederrhein zurück. Nach Klubinformationen kümmert er sich seither um das Scouting von Trainern.
Gleich zu Beginn betonten die Verantwortlichen ausdrücklich, dass sich dieses Aufgabengebiet rein auf die eigenen Nachwuchstrainer beschränkt. An der Seite des 42-jährigen Scouting-Direktors André Hechelmann hält Virkus gezielt nach fähigen Ausbildern Ausschau. Darüber hinaus fertigt er detaillierte Analysen für jene knapp 30 Posten an, welche die Borussia bei ihren Junioren-Teams von den jüngsten Kickern der U9 bis hinauf zur U19 besetzt.
Sein jüngster Ausflug ins Niedersachsenstadion stand damit jedoch in keinerlei Zusammenhang. Ebenso haltlos sind Gerüchte, die unmittelbar nach seinem Auftauchen die Runde machten: Für den Posten des entlassenen 96-Managers Jonas Boldt (44) kommt der Gladbacher überhaupt nicht infrage. Das berichtet „Bild“.
Des Rätsels simple Lösung: Mittlerweile beschränkt sich sein Fokus längst nicht mehr ausschließlich auf potenzielle Übungsleiter. Gelegentlich begutachtet er für den Bundesligisten auch wieder spannende Profis auf dem Rasen. Gegenüber der „Bild“ beseitigte der Routinier sämtliche Zweifel mit deutlichen Worten: „Es ist eine ganz normale Scouting-Reise. Und nichts, wirklich gar nichts anderes.“
Zwei Offensiv-Talente im Visier
Für die Späher vom Niederrhein standen während dieser Zweitliga-Begegnung besonders zwei vielversprechende Nachwuchskicker im Mittelpunkt. Beim sächsischen Gast aus Dresden durfte der 19-jährige Patrice Covic direkt von Anpfiff an mitwirken. Ausgebildet wurde der Kroate einst in der Hauptstadt bei Hertha BSC, aktuell kickt er auf Leihbasis von Werder Bremen bei Dynamo. Seine besondere Stärke: Sowohl im offensiven Zentrum als auch auf dem rechten Flügel bringt er enormes Tempo auf den Platz.
Aufseiten der Gastgeber steht hingegen der 20-jährige Merlin Sinanović im Fokus der Fohlen. Dieser einstige Spieler des Hamburger SV gilt im Angriff ebenfalls als äußerst flexibel einsetzbar. Allzu viele Eindrücke konnte der Gesandte aus Mönchengladbach allerdings nicht sammeln: Dem Offensivmann blieb lediglich ein kurzer Auftritt als Einwechselspieler während der finalen 120 Sekunden. (red)
