Torwart-DebatteBatz glänzt erneut: Schwenkt Blessin jetzt um?

Daniel Batz geht mit der Faust zum Ball.

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Daniel Batz war für Gladbach erneut ein sicherer Rückhalt.

Aktualisiert

Daniel Batz vernagelt gegen Paderborn seinen Kasten und bleibt zum zweiten Mal in Folge ohne Gegentor.

Was für eine Mega-Show! Beim torlosen Unentschieden im Duell mit Paderborn präsentierte sich Daniel Batz (35) für die Fohlenelf als unüberwindbare Mauer.

Trotzdem droht dem erfahrenen Schlussmann bereits am kommenden Freitag gegen den Hamburger SV wieder die Reservistenrolle. Denn Moritz Nicolas winkt die Rückkehr zwischen die Pfosten. Oder gibt es am Ende doch eine Überraschung?

Starke Werte und Riesen-Lob vom Sportdirektor

Gleich viermal wurde Batz am Samstag ernsthaft geprüft – und war jedes einzelne Mal hellwach. Seine beste Rettungstat packte der Routinier in Spielminute 41 aus: Im Anschluss an einen Eckstoß feuerte Tom Baack aufs Gehäuse, doch der Gladbacher Schlussmann hob ab und lenkte das Leder glänzend um den Pfosten. Selbst bei hohen Hereingaben wirkte er extrem souverän, pflückte Flanken herunter oder boxte das Spielgerät kompromisslos aus dem Strafraum.

Sogar fußballerisch überzeugte der Vertreter auf ganzer Linie. Überragende 94 Prozent seiner kurzen Abspiele landeten sicher beim eigenen Kollegen. Zwar liest sich die Bilanz bei weiten Abschlägen mit lediglich neun erfolgreichen Versuchen aus 19 Bällen etwas schwächer. Doch dahinter steckte pure Absicht! Batz visierte nämlich keineswegs permanent einen freien Mitspieler in der Ferne an. Gegen das Team des Liga-Neulings drosch er die Pille mehrfach völlig gezielt nach vorne, damit die Gefahr vom eigenen Sechzehner wegbleibt und seine Vorderleute kurz durchatmen können.

Dieses clevere Verhalten imponierte besonders Rouven Schröder. Das berichtet rp-online.de. Gladbachs Sportdirektor verteilte prompt ein dickes Sonderlob: „Er hat ein gewisses Gespür für die Situationen und den Moment, wann er die Mannschaft mal rausschicken muss, um einen langen Ball zu spielen.“ Auch wegen dieser starken Torwartleistung blieb der Kasten der Fohlen binnen kürzester Zeit schon zum zweiten Mal komplett sauber. Darum schwärmte Schröder weiter: „Er hat das durchgezogen, was wir uns bei der Verpflichtung versprochen haben. Er ist ein absoluter Routinier. Das hat alles Hand und Fuß, er hat eine super Körpersprache. Ich hoffe natürlich trotzdem, dass Moritz Nicolas schnell wieder fit ist.“

Weil die Muskulatur streikte, musste Gladbachs nominelle Nummer eins im Duell mit Paderborn zuschauen. Im laufenden Wettbewerb musste Nicolas in sieben Bundesliga-Einsätzen schon satte 22-mal hinter sich greifen. Nach Spielende lieferte Coach Blessin jedoch beruhigende Nachrichten zur Verletzung: „Das Gute ist, dass bei ihm keine strukturelle Verletzung vorliegt. Wenn mir ein Spieler sagt, dass er ein leichtes Ziehen spürt und nicht diese 98 Prozent gehen kann, will ich das Risiko nicht eingehen – vor allem nicht bei einem Torwart.“

Bevor die Länderspielpause startet, steht für den VfL am Freitagabend (20.30 Uhr, live bei Sky) noch eine wichtige Partie an – inklusive einer wahrscheinlichen Rückkehr auf der Torhüterposition. „Wir können davon ausgehen, dass Moritz Nicolas uns Freitag wieder zur Verfügung steht“, kündigte der Chefcoach an.

Bereits nach dem 3:2-Erfolg beim VfB Stuttgart hatte sich der Fußballlehrer schützend vor Nicolas aufgebaut, obwohl dem Keeper dort zwei Patzer unterlaufen waren. Noch vor wenigen Tagen machte der Trainer mit klaren Worten deutlich: „Er ist unsere Nummer eins und wird es auch bleiben.“ Nach dem Paderborn-Spiel äußerte sich der Übungsleiter nun aber eine Spur zurückhaltender: „Mo kuriert das jetzt komplett aus und wir schauen, wie die Situation ist. Die Erfahrung zeigt, dass es dann doch wieder anders kommt. Also warten wir mal ab.“

Wie denkt Batz selbst über seine Chancen für das Flutlichtspiel beim HSV? Am Mikrofon von Sky reagierte der Keeper tiefenentspannt: „Da müssen Sie den Trainer fragen.“ (red)