Endlich wieder auf dem Platz!Castrop nach Schulter-OP zurück: „Ich habe es herbeigesehnt“

Jens Castrop mit Kollegen vor dem Gladbach-Fanblock.

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Jens Castrop ist zurück auf dem Platz.

Nach einem Vierteljahr zurück! Gladbachs Jens Castrop feiert sein Comeback – das Gelenk macht wieder mit.

Endlich vorbei ist das bittere Warten! Während der Nullnummer gegen Liga-Neuling Paderborn meldete sich der 23-jährige Jens Castrop zurück im Spielbetrieb. Coach Alexander Blessin (53) brachte die Mittelfeld-Kraft in Spielminute 77 als Ersatz für den 17-jährigen Wael Mohya in die Partie.

Rückblende: Während der Vorbereitung am bayerischen Tegernsee erwischte das Verletzungspech den südkoreanischen Auswahlspieler eiskalt. Beim 15:0-Kantersieg im Vorbereitungsmatch gegen Rottach-Egern passierte das schwere Malheur am Schultergelenk.

Gelenk bleibt stabil – Blockade im Kopf gelöst

Ein chirurgischer Eingriff ließ sich danach nicht vermeiden. Sogar ein komplettes Aus für die restlichen Monate des Jahres drohte dem Kicker zwischenzeitlich. Glücklicherweise klappte die Genesung jedoch deutlich flotter...

Groß war das Durchatmen nach dem Schlusspfiff. „Ich habe es herbeigesehnt. Es war jetzt echt eine lange Zeit. Und ich bin froh, dass wir zumindest punkten konnten“, erklärte der glückliche Profi direkt im Anschluss. Restlos glücklich machte ihn das torlose Unentschieden vor eigenem Publikum allerdings keineswegs: „Wir hatten uns das hier zu Hause natürlich anders vorgestellt. Aber ich glaube, in unserer Situation helfen uns alle Punkte und darauf bauen wir auf.“ Das berichtet „bild.de“.

Was war die allerbeste Erkenntnis bei diesem kurzen Auftritt? Das geflickte Körperteil bereitet keinerlei Schmerzen oder Sorgen! Diesen Punkt betonte der Akteur der Fohlenelf ganz besonders: „Ich habe volles Selbstvertrauen in die Schulter. Ich habe noch nicht die hundertprozentige Bewegung, wie ich sie auf der anderen Seite habe. Aber ich habe keine Angst, in Zweikämpfe zu gehen. Die Schulter ist fest – das ist sehr positiv.“

Ein enorm wichtiger Faktor im aktuellen Abstiegskampf. Schließlich klebt die Elf vom Niederrhein auch nach dieser Punkteteilung auf dem letzten Rang im deutschen Oberhaus fest. Beim Kampf aus dieser sportlichen Krise packt Castrop nun wieder aktiv auf dem Rasen mit an.

Das bloße Zuschauen von den Rängen nagte zuletzt extrem an seinen Nerven. „Es ist momentan eine brutal eklige Phase“, gestand der Rückkehrer ehrlich. „In der Zeit, in der ich verletzt war und die Spiele von oben anschauen musste, hat man nicht die wahre Qualität der Mannschaft gesehen. Aber ich finde, dass man in den letzten Spielen wieder eine ganz andere Mannschaft gesehen hat.“

Zeitnah winken dem Leistungsträger wieder deutlich größere Spielanteile. Vor Tatendrang sprüht der Mittelfeldmann ohnehin schon jetzt: „Ich traue es mir zu, auch länger zu spielen.“ Dennoch ist dem 23 Jahre alten Fußballer völlig klar, dass Vernunft bei der Fitness geboten bleibt: „Es ist ein bisschen die Frage, wie man die Belastung steuert – damit mir nicht die Muskeln um die Ohren fliegen. Nach drei Monaten Pause geht es jetzt Schritt für Schritt nach vorn.“ (red)