Drei Startelf-Einsätze hintereinander: Shuto Machino empfiehlt sich – aber ein Manko bleibt.
Gladbach-Profi im AufwindArbeitstier kämpft sich in der Hackordnung nach oben

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Florian Neuhaus und Shuto Machino jubeln nach Spielende.
Platzt bei ihm jetzt endlich der Knoten? Zuletzt durfte Shuto Machino (27) bei der Borussia gleich dreimal hintereinander von Beginn an wirbeln. Auch für das kommende Auswärtsspiel gegen den Hamburger SV hat der Offensivmann aus Japan beste Aussichten auf einen Einsatz.
Ein echtes Feuerwerk war das natürlich nicht. Nach 68 gespielten Minuten hatte der Angreifer am letzten Samstag beim Heimauftritt gegen den SC Paderborn vorzeitig Pause. Auf seinem Konto standen da drei vorbereitete Torschüsse, 30 Kontakte mit dem Ball sowie 8,5 abgespulte Kilometer – allerdings fehlte ein eigener Versuch aufs Tor komplett. Hört sich mager an? Dennoch bewies der Offensivakteur bei der Nullnummer gegen den Liga-Neuling, dass seine Kurve eindeutig nach oben zeigt. Das berichtet „rp-online.de“.
Machino wird zur Pressing-Maschine
Unverhofft tat sich plötzlich diese Lücke auf. Weil Spielführer Tim Kleindienst wegen einer weiteren Blessur ausfiel und Vertreter Isac Lidberg gleichzeitig unter Muskelbeschwerden litt, spülte es Machino während der Englischen Woche in die Anfangsformation. Und diese Gelegenheit nutzte der 27-Jährige! Dank dreier kämpferischer Vorstellungen und eines Tores beim 3:2-Erfolg in Stuttgart hat er den Rückstand auf Lidberg im internen Rennen der Sturmspitzen wohl spürbar verkürzt.
Zwar kehrte der Skandinavier gegen Paderborn in das Aufgebot von Blessin zurück und löste Machino in dieser Begegnung Mitte der zweiten Halbzeit ab. Trotzdem wäre es nicht allzu überraschend, falls der Japaner am Freitag (20.30 Uhr, Sky) beim Auftritt im Volksparkstadion abermals von Beginn an stürmen darf.
Als die Spielzeit begann, war ein solches Szenario noch völlig undenkbar. Schließlich lag eine ziemlich maue Premierensaison bei den Fohlen hinter Machino. Weil der flexibel einsetzbare Angreifer auch auf andere Positionen in der Offensive ausweichen kann, war Neuzugang Lidberg aus Darmstadt fest als erster Ersatzmann für Leitwolf Kleindienst eingeplant. Zudem fiel die Bilanz des früheren Kielers nach seinem ersten Gladbach-Jahr mit lediglich vier Treffern als Einwechselspieler ziemlich mager aus.
Den Glauben an eine positive Wende verloren die Entscheidungsträger am Niederrhein jedoch keineswegs. So betonte Sportdirektor Rouven Schröder noch zu Beginn des Sommers: „Wir sind froh, dass das zweite Jahr kommt. Er hat eine Riesenqualität, ist ein gestandener Spieler. Er muss das Bewusstsein haben, abzuliefern und an seine Stärke glauben. Manchmal wirkt es so, als wüsste er gar nicht, was er alles kann.“
Nun lobte Alexander Blessin noch vor dem 0:0 gegen Paderborn: „Shuto hat seine Sache in den vergangenen beiden Spielen richtig gut gemacht. Er hat sich hervorragend an die taktischen Vorgaben gehalten, viel für die Mannschaft gearbeitet, gegen Stuttgart getroffen und auch gegen Karlsruhe enorm viele Wege gemacht.“
Fehlten ihm vor ein paar Monaten manchmal noch sichtbar die nötige Ausstrahlung und Schärfe, marschierte Machino letzte Woche als vorderster Jäger in jenem Angriffspressing voran, das Blessin so intensiv einfordert. Darüber hinaus klappte das Zusammenspiel mit den Teamkollegen deutlich flüssiger als noch im Vorjahr. Priorität hat für den Offensivmann ab sofort, selbst mehr Torgefahr auszustrahlen. (red)

