„Sachen, die wir jetzt angehen“Blessin zieht nach Testspiel erstes Fazit

Alexander Blessin spricht an der Seitenlinie mit Stürmer Isac Lidberg.

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Alexander Blessin mit Stürmer Isac Lidberg.

Zum Blessin-Start gibt es für die Fohlen ein Erfolgserlebnis. Nach dem Testspiel-Erfolg zog der neue Trainer ein erstes Fazit.

Erfolgreiches Debüt für Alexander Blessin. Seine offizielle Vorstellung als neuer Trainer von Borussia Mönchengladbach war kaum einen Tag her, da feierte er schon seinen ersten Sieg.

Gegen den Regionalligisten Sportfreunde Siegen gelang den Fohlen in einem Testspiel ein souveräner 3:0-Erfolg. Vor Ort verfolgten 4264 Zuschauer die Partie.

Gladbach verliert nach starkem Beginn den Faden

Für den 53-Jährigen war es eine Rückkehr an eine alte Wirkungsstätte. Der Grund: Von 2006 bis 2008 schnürte er selbst die Schuhe für die Siegener. „Es hat sich nicht viel verändert hier“, meinte er. „Da kommen natürlich Erinnerungen und Gefühle hoch.“ Das sei damals eine tolle Zeit gewesen.

Bei seinem Debüt setzte Blessin auf ein 3-4-3-System für seine Mannschaft. Die defensive Dreierkette musste dabei improvisiert werden. Gebildet wurde sie von Daiki Hashioka, Philipp Sander und Joe Scally. Den ersten Kracher des Abends lieferte dann Robin Hack. Ihm gelang in der 18. Minute ein spektakulärer Treffer. Aus ungefähr 17 Metern Entfernung hämmerte er die Kugel unhaltbar zum 1:0 ins Eck. Franck Honorat hatte ihm die perfekte Vorlage geliefert. Der neue Übungsleiter zögerte nicht lange. Sofort nach dem Tor beorderte er Angreifer Isac Lidberg für eine deutliche Ansage an den Spielfeldrand. Das berichtet „rp-online.de“.

Allerdings lief nicht alles rund. Nach einem starken Beginn ließ die Fokussierung bei den Fohlen spürbar nach. Dem neuen Coach schmeckte das ganz und gar nicht. Blessin resümierte nach dem Abpfiff: „Wir waren die ersten 20 Minuten sehr diszipliniert. Danach haben wir die Disziplin ein wenig verloren.“ Der Außenseiter roch Lunte. Die Siegener fanden besser ins Spiel, hatten aber Pech im Abschluss. Ihr Stürmer Serhat Güler traf mit einem sehenswerten Fernschuss nur das Aluminium. Für Blessin ein deutliches Warnsignal. Er forderte: „Das Zentrum war frei, daran müssen wir arbeiten.“ Und kündigte an: „Das sind Sachen, die wir jetzt angehen werden, um den Turnaround zu schaffen.“

Nach dem Seitenwechsel schwang sich ein Japaner zum Mann des Spiels auf: Shuto Machino! Er wurde für die zweite Hälfte eingewechselt. Und avancierte zum zweifachen Torschützen. Zunächst netzte er in der 52. Minute zum 2:0 ein. Bei einem Freistoß hatte Kevin Stöger ihn kurz bedient. Machino schob den Ball flach ins lange Eck. Kurz vor Spielende machte er den Deckel drauf. Den 3:0-Endstand besorgte er in der 88. Minute nach einer Hereingabe von Hugo Bolin.

Tolle Nachrichten gab es zudem von Yukhym Konoplia. Er feierte nach einem Innenbandanriss aus der Vorbereitung im Sommer sein Comeback. Auch Zento Uno war nach seiner Verletzungspause wieder für die Profis im Einsatz. Kapitän Tim Kleindienst war hingegen nicht mit von der Partie. Wegen einer Erkältung musste er aussetzen. An der Seitenlinie war auch schon der neue Spiel- und Gegneranalyst, Niklas Lanwehr, unterstützend tätig. Blessin hatte ihn vom FC St. Pauli zum Niederrhein geholt. (red)