Mega-Premiere ohne Makel: Daniel Batz überzeugt gegen Karlsruhe auf ganzer Linie – für Moritz Nicolas wächst damit der Druck.
Ersatzmann zeigt seine KlasseBatz-Gala setzt Nicolas unter Zugzwang

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Torwart Daniel Batz applaudiert nach dem Pokal-Erfolg.
Welch eine Premiere im Kasten der Fohlen! Als Borussia Mönchengladbach den Karlsruher SC im Pokalwettbewerb mit 2:0 bezwang, hütete der 35-jährige Daniel Batz erstmalig in einer regulären Partie das Tor der Rheinländer.
Geplant war sein Einsatz lediglich als kurzfristige Vertretung für den 29-jährigen Moritz Nicolas. Allerdings zeigte der erfahrene Schlussmann eine überragende Vorstellung und heizte die Spekulationen damit mächtig an.
Kurzfristiger Ausfall vor dem Anpfiff als Auslöser
Genau dieses Szenario war überhaupt nicht im Sinne von Coach Alexander Blessin (53). Bereits im Vorfeld der Begegnung mit den Karlsruhern unterstrich der Übungsleiter vehement, dass trotz jüngster Patzer von Nicolas keinerlei Debatten über die Torhüterposition aufkommen würden.
Seit dieser Partie ist jedoch offensichtlich, wie brisant die Situation tatsächlich ist. Sollten dem aktuellen Stammtorwart erneut Aussetzer unterlaufen, könnte ein rascher Wechsel folgen. Schließlich drängt sich der Herausforderer von der Ersatzbank mit enormer Qualität auf. Das berichtet „bild.de“.
Gegen die Badener war Batz bei insgesamt vier brenzligen Aktionen gefordert und meisterte jede einzelne davon bravourös. Hohe Hereingaben pflückte der Neuzugang, welcher nach der vergangenen Spielzeit ohne Ablösesumme vom FSV Mainz kam, völlig mühelos aus der Luft. Selbst am Ball agierte der Torwart abgeklärt und gab seiner Abwehrreihe obendrein lautstarke sowie exakte Kommandos.
Einen gelungeneren ersten Auftritt kann man sich kaum ausmalen! Sich selbst zu feiern, kommt für den bodenständigen Profi dennoch nicht infrage. „Wenn Sie das so sehen, Dankeschön. Aber ich rede nicht gerne über mich, das sollen andere machen. Ich bin froh, dass ich meine Leistung bringen konnte und wir weiter sind“, kommentierte Batz zurückhaltend.
Besonders brisant: Diese Rochade zwischen den Pfosten kam im Pokal völlig unerwartet zustande. Nach dem zweiten Erfolg nacheinander legte Blessin offen, dass dieser Schritt keineswegs aus freien Stücken geschah. „Wir wussten schon, dass Daniel eine top, top, top Nummer zwei ist. Aber wir wollen auch klarstellen, dass eigentlich ‚Mo’ gespielt hätte, aber er hat sich im Abschlusstraining etwas unwohl gefühlt, da wollten wir überhaupt kein Risiko gehen. Natürlich in dem Bewusstsein, welche Qualität wir mit ‚Batzi’ haben. Deswegen war mir gar nicht angst und bange, und ich bin froh, dass ich diese beiden Torhüter zur Verfügung habe“, so die Erläuterung des Fußballlehrers. Dennoch hat Batz durch dieses starke Bewerbungsschreiben beste Argumente gesammelt, sollte bei den Gladbachern demnächst tatsächlich eine Umbesetzung im Kasten nötig werden.
Aktuell ändert sich an der Hierarchie jedoch nichts. Für Blessin bleibt Nicolas weiterhin der gesetzte Mann. Daher kehrt der 29-Jährige auch beim kommenden Duell gegen Paderborn am Samstag (15.30 Uhr, Sky) wieder an seinen gewohnten Platz zurück. Trotzdem weiß die reguläre Nummer eins nun ganz genau, dass der direkte Konkurrent in absoluter Topform auf seine Gelegenheit wartet. (red)

