Acht Pokalduelle, sechs Buden! Robin Hack schießt die Fohlen gegen Karlsruhe in die nächste Runde.
Pokal-Spezialist schlägt zuHack wird gegen den KSC zum Gladbach-Matchwinner

Copyright: Anke Waelischmiller/dpa
Robin Hack erzielt das Tor zum 1:0 gegen Torwart Hans Christian Bernat.
Sobald der DFB-Pokal ansteht, dreht Robin Hack komplett auf! Beim 2:0-Erfolg über den Karlsruher SC glänzte die Offensivkraft von Borussia Mönchengladbach am Dienstagabend erneut auf ganzer Linie. Selbst genetzt, ein weiteres Tor aufgelegt und bei sämtlichen Schlüsselszenen im Fokus. Ein rundum perfekter Auftritt des 28-Jährigen!
Ein Blick auf die Statistik beweist eindeutig: Seit seinem Wechsel zu den Fohlen liegt ihm dieser K.-o.-Wettbewerb ganz besonders. In mittlerweile acht Pokaleinsätzen im Borussia-Dress jubelte der Angreifer bereits sechsmal. Gegen die Badener baute er diese beeindruckende Quote durch sein zeitiges Führungstor weiter aus. Das berichtet rp-online.de.
Blessin beweist den richtigen Riecher
Lediglich sieben Zeigerumdrehungen dauerte es, bis das Spielgerät erstmals im Kasten einschlug. Nach einer präzisen Flanke von Joe Scally ins Zentrum drückte Hack das Leder aus wenigen Metern mühelos ins Gehäuse. Für den Schützen kam dieses maßgeschneiderte Zuspiel keineswegs unerwartet. „Ich spiele jetzt schon ein bisschen länger mit Joe zusammen. Ich weiß, dass er einen guten Querpass hat, deswegen war mir recht klar, dass er da hinkommt. Ich habe gehofft, dass er nicht in den Rückraum spielt, sondern zu mir. Das hat er dann zum Glück gemacht“, erklärte Hack. Scally verbuchte damit genau wie beim Gastspiel in Stuttgart erneut einen Scorerpunkt. Und was bedeutete die Bude für Hack? Endlich die Tor-Premiere in einem Pflichtspiel dieser Saison!
In dieser Personalie bewies Übungsleiter Alexander Blessin absoluten Torriecher. Der Coach brachte Hack direkt von Anfang an – und ließ dafür Wael Mohya zunächst draußen, obwohl jener beim 3:2-Triumph in Stuttgart noch mächtig brilliert hatte. Ein Schachzug mit maximaler Wirkung. Schließlich stellte genau dieser frühe Treffer von Hack die Weichen auf Weiterkommen.
Direkt nach Wiederanpfiff legten die Gladbacher dann eiskalt nach. Als die 49. Spielminute lief, erkämpfte Lukas Ullrich das runde Leder und leitete sofort den rasanten Gegenstoß ein. Vor dem Kasten passte Hack nochmals rüber zu Ullrich, welcher die Pille unhaltbar zum 2:0 in die Maschen drosch. Bloß vier Minuten waren im zweiten Durchgang absolviert, da schien die Partie entschieden. „Jeder hat akzeptiert, dass wir tief stehen müssen, dass wir dem KSC den Ball geben und dann auf unsere Chancen lauern. Das haben wir gemacht. Das ging natürlich super auf mit dem 2:0. Das war ein Stück weit eine Befreiung“, beschrieb Hack diesen Moment. Cheftrainer Blessin unterstrich ebenfalls den enormen Wert des zweiten Tores: „Es war wichtig, dass wir das Tor machen“, äußerte der Fußballlehrer.
„Es fällt schon so ein bisschen ein Stein vom Herzen“
Durch seine beiden Scorerpunkte ist Hack nun endgültig in der aktuellen Saison angekommen. Vor breiter Brust strotzt der Offensivakteur jetzt förmlich. „Ich fühle mich wirklich sehr gut. Ich bin bereit, alles zu geben. Ich kann auch 90 Minuten spielen. Ich habe heute, glaube ich, auch gut Kilometer abgerissen“, bilanzierte der gefeierte Held seinen eigenen Auftritt glücklich. Dennoch richtet er den Fokus sofort auf die kommenden Aufgaben: „Ich bleibe weiter dran und gucke, dass ich der Mannschaft in jedem Spiel helfen kann. Dann bin ich guter Dinge, dass ich auch persönlich wieder die nächsten Schritte mache und der Mannschaft mit Toren helfen kann.“
Trotz seiner Gala-Vorstellung pocht Hack für das nahende Wochenende aber keinesfalls auf ein Startelf-Mandat. Am Samstag steht nämlich das Ligaduell mit Paderborn an (15.30 Uhr, Sky). „Es ist meine Aufgabe, auch wenn ich von der Bank komme, alles reinzuhauen, um den Sieg einzufahren. Das sollte jeder machen, ob er spielt oder nicht spielt“, betonte der Angreifer unmissverständlich. Für die nächste Pokalrunde wünscht er sich indes ein Heimrecht im Achtelfinale – die Kugeln dafür werden am nächsten Sonntag gezogen.
Auf den katastrophalen Auftakt samt sechs Niederlagen hintereinander soll nach dem Auswärtsdreier in Stuttgart jetzt direkt der nächste Streich folgen. Dabei zählt exakt wie im Pokalduell mit Karlsruhe nur das nackte Resultat! „Ob wir jetzt schön spielen oder nicht, wir brauchen Punkte“, machte Hack deutlich. Dass die beiden jüngsten Erfolgserlebnisse beim VfB sowie gegen die Badener enorm viel freisetzen können, steht für ihn außer Frage. „Wir nehmen jetzt einfach diese zwei Spiele mit, diesen positiven Schwung. Man merkt das in der Kabine, man merkt das im Umfeld. Es fällt schon so ein bisschen ein Stein vom Herzen.“
Wie es am Wochenende gegen Paderborn klappen soll, weiß der Torjäger bereits ganz genau. „Wenn du einen guten Plan hast, aber die Lockerheit und diese Überzeugung nicht an den Tag legen kannst, dann ist es schwer, Spiele zu gewinnen. Beides haben wir uns in Stuttgart zurückgeholt. Gegen den KSC haben wir jetzt durch eine starke Teamleistung und gute Defensivarbeit den Sieg geholt. Gegen Paderborn gilt genau das Gleiche“, gab Hack die Marschroute vor. (red)
