Abschied schon ein ThemaEin klarer Gladbach-Verlierer unter Blessin

Applaus von Gladbach-Trainer Alexander Blessin.

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Alexander Blessin hat in den ersten Gladbach-Wochen für einen Profi keine Verwendung.

Alexander Blessin hat viele Gladbach-Profis wieder in die Spur gebracht. Für einen wird es allerdings eng.

Am Niederrhein hat eine neue Zeitrechnung begonnen – und er zieht bislang komplett den Kürzeren! Während Coach Alexander Blessin bei Borussia Mönchengladbach eigentlich jeden einsatzfähigen Akteur gut gebrauchen kann, bleibt einem nur die Statistenrolle: Kevin Stöger.

Noch keine einzige Sekunde durfte der 33-Jährige aus Österreich unter der Regie des neuen Übungsleiters auf dem Platz mitmischen. Eine ganz bittere Pille!

Befreiungsschlag beim VfB: Plötzlich greifen die Ideen

Seit Blessins Übernahme vor etwas mehr als vier Wochen befindet sich Gladbach in einem echten Krisenszenario. Doch jüngst folgte beim Gastspiel im Schwabenland endlich der ersehnte Stimmungsumschwung!

In Stuttgart brachte das Team plötzlich haargenau jene Tugenden auf den Platz, die Blessin seit seinem ersten Arbeitstag unermüdlich einfordert. Packende Duelle Mann gegen Mann, maximale Power sowie ein unbändiger Laufwille. Starke 128 Kilometer rissen die Borussen gemeinsam ab. Auch vom früheren Gladbach-Trainer Ewald Lienen gab es nach dem Spiel ausdrückliches Lob für den Auftritt.

Die verdiente Ausbeute für diesen Kraftakt war ein unverhoffter Auswärtssieg bei den Stuttgartern. Langsam, aber sicher zahlt sich das harte Training des neuen Fußballlehrers also sichtbar aus.

Angesichts der extrem angespannten Personallage – im Duell mit den Schwaben fielen gleich zehn Akteure aus – braucht der 53-Jährige im Grunde jedes verfügbare Kadermitglied. Umso alarmierender ist es, dass sich mit Stöger bereits jetzt glasklar ein Profi herauskristallisiert, der beim Trainer komplett durchs Raster fällt. Gemeint ist Stöger!

Für das Derby in Köln wurde er gar nicht erst nominiert. Beim Heimauftritt gegen die Kraichgauer schmorte er über die volle Distanz draußen, und auch beim VfB drückte er volle 90 Minuten lang nur die Ersatzbank. Spielpraxis? Fehlanzeige! Und die Aussichten für die nahe Zukunft versprechen kaum Besserung.

Kevin Stöger beim Warm-up mit Borussia Mönchengladbach.

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Kevin Stöger trägt bei Borussia Mönchengladbach derzeit maximal das Aufwärmshirt.

Der Grund liegt im prall gefüllten Mittelfeldzentrum, wo ein harter Konkurrenzkampf tobt. Aktuell haben dort Florian Neuhaus sowie Zento Uno als Stammkräfte klar die Nase vorn. Darüber hinaus scharren mit Nachwuchstalent Mathieu Nguefack und Philipp Sander schon die nächsten Bewerber mit den Hufen.

Zu allem Überfluss steht nach einer ewig langen Zwangspause bald auch wieder Jens Castrop als echtes Upgrade zur Verfügung. Sobald dieser vollständig zurück ist, droht dem Routinier womöglich sogar das komplette Aus im Spieltagskader.

Kevin Stöger fremdelt mit dem Blessin-Fußball

Wo der Schuh drückt, ist offensichtlich: Der Gladbach-Coach verlangt von seiner Elf kompromisslosen Vollgas-Fußball. Genau dieser Spielstil entspricht jedoch überhaupt nicht dem Naturell des Technikers, weshalb er in den Planungen des Trainers schlichtweg außen vor bleibt.

Es erscheint daher absolut denkbar, dass sich Verantwortliche und Spielerseite in der kommenden Winterpause an einen Tisch setzen. Sechs Monate vor dem regulären Kontraktende könnte man gemeinsam ausloten, wie sich dieses Dilemma für alle Beteiligten sinnvoll auflösen lässt.

Das gültige Arbeitspapier des Spielmachers ist bis 2027 datiert und beinhaltet eine spezielle Klausel. Absolviert der Linksfuß mindestens 17 Partien im deutschen Oberhaus, greift automatisch eine Verlängerung um zwölf weitere Monate.

Davon ist er zum jetzigen Zeitpunkt allerdings meilenweit entfernt. Zwar stehen in seiner Bilanz schon drei Saisonspiele – allerdings setzt sich die Tendenz unter Blessin derzeit absehbar nicht fort.

Ein vorzeitiger Tapetenwechsel im Januar gilt dementsprechend als äußerst wahrscheinliches Szenario. Das berichtet „BMG-News“. Aus Sicht des Traditionsklubs hätte dieser Schritt durchaus seinen Reiz: Verlässt der Reservist den Verein schon zur Halbzeit der Spielzeit, spart sich die Borussia das ausstehende Salär.

Im Gegenzug würden die Verantwortlichen dem Mittelfeldakteur bei einem Vereinswechsel wohl kaum Hindernisse in den Weg stellen und ihn möglicherweise sogar ablösefrei ziehen lassen. (red)