„Was ist denn da los?“Nach langer Zeit: Lienen findet zurück zu Gladbach

Live bei einer Bühnenshow im Einsatz: Ewald Lienen.

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Ewald Lienen fieberte am Freitag mit Borussia Mönchengladbach in Stuttgart mit.

Beim Gladbach-Auftritt in Stuttgart begeisterte Ewald Lienen nicht nur durch das Ergebnis.

Wer es mit Borussia Mönchengladbach hält, brauchte in den ersten Saison-Wochen der Bundesliga ganz starke Nerven. Nach dem Horror-Start mit sechs Niederlagen und einem frühen Trainerwechsel herrschte am Niederrhein bereits Untergangsstimmung.

Das überraschende 3:2 am Freitag (23. Oktober 2026) beim VfB Stuttgart brachte in Gladbach dann aber plötzlich die Hoffnung zurück. Auch den alleinigen Bundesliga-Negativrekord von sieben Auftakt-Pleiten konnte das Team von Trainer Alexander Blessin (53) abwenden. Erleichterung herrschte anschließend auch beim früheren Gladbach-Trainer Ewald Lienen (72).

Ewald Lienen schwärmt von Gladbach-Wende

In seinem Podcast „Der Sechzehner“ sprach er am Montag mit DAZN-Kommentator Michael Born über den ersten Punktgewinn der Fohlenelf und die Bedeutung des Auswärts-Erfolgs in Stuttgart. Der langjährige Bundesliga-Trainer erklärte dabei, dass das Spiel aus seiner Sicht etwas ganz Besonderes ausgelöst habe.

Lienen geriet mit Blick auf den Auswärts-Coup beim Königsklassen-Teilnehmer regelrecht ins Schwärmen, weil die Gladbacher trotz des drohenden Allzeit-Negativrekords der Bundesliga und der zahlreichen Verletzungs-Ausfälle plötzlich ihr Kämpferherz entdeckten.

Entsprechend berichtete Lienen: „Erstmals seit langer Zeit habe ich vor dem Fernseher mitgezittert mit Borussia. Weil die mich einfach begeistert haben, weil die mich überzeugt haben, weil die mich mitgenommen haben. Weil ich gedacht habe: Was ist denn da los?“

In jüngerer Vergangenheit – und das nicht nur in der laufenden Spielzeit – vermisste Lienen bei den Fohlen viele der von ihm geschätzten Tugenden.

Lienen schätzt Blessin-Fußball bei Gladbach

Trotz der Verbundenheit mit seinem ehemaligen Klub habe er daher während der Spiele auch nicht wirklich mitleiden können. Nun fand er mit dem aufopferungsvollen Kampf in Stuttgart emotional zurück zum Ex-Klub.

„Wenn ich sehe, eine Mannschaft funktioniert nicht gut, die kämpft nicht, das Abwehrverhalten ist eine Katastrophe – dann geht mein Herz nicht auf und dann kann ich mich nicht identifizieren und bin nicht berührt“, so Lienen über seine zwischenzeitliche emotionale Abkehr.

Um genau solche Phasen vor allem dauerhaft abzustellen, verpflichtete Sport-Boss Rouven Schröder (51) mit Alexander Blessin (53) einen Trainer, der für Leidenschaft und Disziplin brennt, gerade in den Bereichen, in denen es keine Schönheitspreise zu gewinnen gibt.

Die Handschrift sei in Stuttgart ein erstes Mal richtig erkennbar gewesen, ließ Lienen heraushören, auch wenn die Mannschaft mit den wenigen verfügbaren Kräften regelrecht zusammengeschustert werden musste.