Borussia Mönchengladbach hat den zweiten Sieg in Folge eingefahren und sich gegen den Karlsruher SC im DFB-Pokal durchgesetzt.
Gladbach-EinzelkritikEine Fünf und eine Eins beim Unterzahl-Sieg im Pokal

Copyright: IMAGO/HMB-Media
Philipp Sander flog beim Gladbacher Pokalspiel gegen den KSC wegen einer Notbremse vom Platz.
Autor
Für Borussia Mönchengladbach ging es am Dienstag (27. Oktober 2026) im DFB-Pokal zu Hause gegen den Karlsruher SC. Nach dem erlösenden ersten Bundesliga-Sieg in Stuttgart legte die Mannschaft von Trainer Alexander Blessin gegen den Zweitligisten direkt nach.
Robin Hack (7.) und Lukas Ullrich (49.) erzielten die Tore für Borussia, die nach einer Roten Karte wegen Notbremse gegen Philipp Sander aus der 39. Minute lange Zeit in Unterzahl spielen musste. Hier gibt es die Noten und Einzelkritik für die Gladbach-Profis.
Gladbach-Noten: Sander kaum gefordert, dann überfordert
Daniel Batz: Vor der Pause komplett ohne Gelegenheit, sich auszuzeichnen. Die meiste Verantwortung übernahm er mit dem Überstreifen der Kapitänsbinde nach dem Platzverweis gegen Sander. Ansonsten ein sehr ruhiger Abend. Note: 3
Joe Scally: Machte offensiv einfach da weiter, wo er in Stuttgart aufgehört hatte, und bereitete das 1:0 per Vorstoß und anschließendem Querpass auf Hack mustergültig vor. Auch defensiv sattelfest, sein Höhenflug setzt sich nahtlos fort. Note: 2
Philipp Sander: Eine gute halbe Stunde lang defensiv überhaupt nicht gefordert, dann warf er den Gladbacher Matchplan mit seiner Notbremse gegen Fukuda komplett über den Haufen. Ein gebrauchter Abend für den Kapitän, der nach 39 Minuten für sein Halten als letzter Mann Rot sah. Note: 5
Fabio Chiarodia: Spielte einige gute öffnende Bälle, weil die tief stehenden Gäste den Aufbau auch praktisch überhaupt nicht störten. Nach der Pause dann ab und an auch in seiner Kerndisziplin gefordert, was er souverän erledigte. Note: 2
Yukhym Konoplya: Emsig auf der rechten Außenbahn, beim Startelf-Debüt allerdings nur selten wirklich eingebunden. Defensiv aber nach der Pause sehr konzentriert und mit der einen oder anderen wichtigen Aktion. Note: 3
Zento Uno (bis 72.): Der Japaner agierte bissig und mit viel Vorwärtsdrang, traute sich auch im Direktspiel die technisch anspruchsvollen Bälle zu. War einer der Faktoren dafür, dass Borussia das Spiel bis zum Platzverweis praktisch mühelos kontrollierte. Note: 2
Kevin Stöger: Erhielt seine ersten Minuten unter Blessin und durfte sich sogar von Beginn an zeigen. Der Kaltstart bereitete ihm sichtlich Mühe und viele seiner Ideen gingen nicht auf. Note: 4
David Herold: Gegen seinen Ex-Klub rückte der Linksverteidiger wieder in die erste Elf, gestaltete das Wiedersehen aber recht unauffällig. Note: 3,5
Robin Hack (bis 86.): Besorgte die ganz frühe Führung nach dem Traum-Konter, an dessen Ende er nur noch einschieben musste. Sorgte zur Mitte des ersten Durchgangs für einen Schreckmoment, als er sich an den Oberschenkel fasste. Nach kurzer Pause ging es aber weiter – und wie! Er legte Lukas Ullrich kurz nach der Pause das 2:0 bei einem Konter auf. Note: 1,5
Hugo Bolin (bis 46.): War in der Offensive der unauffälligste Gladbacher und musste zur Pause aus taktischen Gründen Platz machen. Note: 4,5
Shuto Machino (bis 77.): Schaltete beim Konter vor dem 1:0 schnell und schickte Scally perfekt auf die Reise. Ein Pass, der ihm vor zwei Wochen wohl noch misslungen wäre. Ansonsten allerdings nicht mit allzu vielen Szenen. Note: 2,5
Lukas Ullrich (ab 46.): Sollte eigentlich eher defensiv absichern, startete dann nur wenige Minuten nach seiner Einwechslung nach eigenem Ballgewinn durch und schoss mit kernigem Abschluss das erleichternde 2:0. Note: 2
Mathieu Nguefack (ab 72.): Sollte die letzten 20 Minuten helfen, die Führung über die Zeit zu bringen. Weil hinten aber kaum etwas anbrannte, war er vor allem mit seinen Vorstößen in der gegnerischen Hälfte zu finden. Note: 2,5
Ko Itakura (ab 77.): Wichtiger als die Viertelstunde für den Japaner war die Botschaft an sich: Der Innenverteidiger ist nach Verletzung zurück und entlastet den Personal-Engpass in der Defensive. Keine Note
Wael Mohya (ab 86.): Der Youngster wurde geschont und musste nur für die letzten Minuten die Trainingsjacke ablegen. Keine Note



