„Nie meine Motivation“Kein Saudi-Transfer! Gladbachs 25-Millionen-Mann lehnt XXL-Deal ab

Jannik Vestergaard (r.) schaut nach einem Gegentreffer im Bundesliga-Spiel von Borussia Mönchengladbach beim 1. FC Köln am 14. Januar 2018 konsterniert nach vorne. Das Foto zeigt den Dänen mit seinen damaligen Gladbach-Mitspielern Thorgan Hazard, Denis Zakaria und Yann Sommer (v.l.n.r.).

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Enttäuschung im Trikot von Borussia Mönchengladbach: Jannik Vestergaard (r.) schaut nach einem Gegentreffer im Derby gegen den 1. FC Köln am 14. Januar 2018 konsterniert nach vorne.

Aktualisiert

Erst über mehrere Jahre Leistungsträgern, dann kassierte Borussia Mönchengladbach einst 25 Millionen Euro für ihn. Ein Transfer nach Saudi-Arabien ist für Ex-Gladbach-Star Jannik Vestergaard kein Thema.

Einst ein 25-Millionen-Deal für Max Eberl (49) – nun kommt es aber zunächst einmal nicht zum nächsten XXL-Transfer.

Manu Koné (22) hätte in diesem Sommer in diese Sphären vorstoßen können – die Rekord-Transfers von Borussia Mönchengladbach haben es mittlerweile in sich.

Gladbach kassierte einst 25-Millionen-Euro – Ex-Fohlen lehnt Saudi-Deal ab

In der zweiten Hälfte der 2000er-Jahre reichte einst Federico Insua (43) noch eine Ablöse in Höhe von rund vier Millionen Euro, um in der Top-Fünf von Borussias Rekord-Abgängen zu landen.

Gerade drei Transfers führten in der Fohlen-Blütezeit unter Ex-Manager Max Eberl (49) dazu, dass die Zahlen eine andere Dimension erreicht haben. Für Granit Xhaka (30) kassierte Borussia einst 45 Millionen Euro vom FC Arsenal.

Dahinter folgt ein 25-Millionen-Duo – sowohl der Abgang von Thorgan Hazard (30) als auch der Wechsel von Jannik Vestergaard (30) spülte 25 Millionen Euro in die Gladbach-Kassen.

Bei Vestergaard ist ohnehin beachtlich, wie viel für ihn im Laufe seiner Profi-Karriere bezahlt wurde. Bei seinen Transfers zu Werder Bremen, Borussia, dem FC Southampton und Leicester City flossen insgesamt über 59 Millionen Euro.

Der 30-Jährige verzichtet nun aber darauf, einen Schritt in seiner Laufbahn zu gehen, der zweifelsohne äußerst lukrativ für den Ex-Gladbach-Star gewesen wäre.

Wie Vestergaard nun im Sommer 2023 bestätigt, zählte er zu den zahlreichen Fußball-Profis, die ein XXL-Angebot aus Saudi-Arabien vorliegen hatten. Den Namen des Vereins wollte er im Interview mit der dänischen Zeitung „BT“ aber nicht nennen. „Das wäre nicht fair“, sagt Vestergaard.

Laut „BT“-Informationen hatte der einstige Borusse durch den Saudi-Transfer die Möglichkeit, ein Netto-Gehalt von rund 5,5 Millionen Euro im Jahr einzustreichen.

Das entspricht knapp einer Verdoppelung des Netto-Gehaltes, das für seinen aktuellen Vertrag beim Premier-League-Absteiger Leicester City kolportiert wird. Sich trotz eines Karriere-Knicks finanziell noch einmal zu verbessern, diese Gelegenheit hat wahrlich nicht jeder Profi – gerade mal Anfang 30.

Vestergaard spricht Klartext, wenn es um die Beweggründe geht, warum er den XXL-Deal hat platzen lassen: „Geld war nie meine Motivation. Die sportliche Herausforderung ist der Grund, warum ich Fußball spiele – und es liebe.“

Dass sein aktueller Klub Vestergaard Steine in den Weg gelegt hätte, ist äußerst unwahrscheinlich. Die vergangenen Monate waren für Vestergaard von einem öffentlich Disput mit Ex-Trainer Brendan Rodgers (50) geprägt.

Vor Leicesters Premier-League-Abstieg absolvierte der Däne 16 Monate lang kein Erstliga-Spiel für den englischen Meister von 2016. Transfers zu Hertha BSC und Fulham schlug er in der Vorsaison aus – obwohl Leicester ihn englischen Medienberichten zufolge gerne abgegeben hätte.

Zuletzt stand Vestergaard bei einem Testspiel gegen den FC Liverpool (0:4) mal wieder in der Startelf. Der Däne macht aber keinen Hehl daraus, nach dem Abstieg nun aber den Wechsel vollziehen zu wollen – nur nicht in die Wüste.

„Ehrlich gesagt will ich in die Top-Fünf-Ligen und ich höre von meinem Berater, dass auch Interesse besteht. Ich habe große sportliche Ambitionen und das Transfer-Fenster ist noch einige Zeit geöffnet. Von daher sieht es gut aus“, erklärt Vestergaard, der von 2016 bis 2018 in Gladbach spielte.

Trotz einiger Verletzungs-Probleme zum Ende der Vorsaison und der langen Durchstrecke ohne Erstliga-Einsatz unter Rodgers sieht sich Vestergaad nun in einer „richtig guten Verfassung“. Die kommenden Wochen werden zeigen, wohin es Borussias 25-Millionen-Mann aus dem Sommer 2018 zieht.

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