Noch immer punktlos nach sechs Partien. Vor der schweren Reise ins Schwabenland verlangt Gladbach-Coach Blessin absoluten Vollgas-Fußball.
Heimspiel für BlessinGladbach-Coach schwört Borussia ein: „Müssen leiden“

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Alexander Blessin muss am 7. Spieltag mit Gladbach in Stuttgart ran.
Noch kein einziger Punkt auf dem Konto, bereits sechsmal als Verlierer vom Platz gegangen – und nun steht auch noch das Auswärtsspiel im Schwabenland an!
Im siebten Saisonspiel unternimmt Borussia Mönchengladbach an diesem Freitagabend (20.30 Uhr, live bei Sky) den nächsten Anlauf, um die bittere Nullnummer-Serie endlich zu beenden. Sämtliche bisherigen sechs Auftritte endeten für die Elf vom Niederrhein mit leeren Händen. Was für ein schmerzhafter Katastrophen-Start!
Hält die Borussia beim Stuttgarter Power-Fußball mit?
Speziell für Übungsleiter Alexander Blessin (53) ist das Duell in seiner baden-württembergischen Heimat emotional aufgeladen. Schließlich kam der Fußballlehrer der Borussia einst in Stuttgart zur Welt und streifte während seiner aktiven Karriere sogar selbst das VfB-Jersey über. Aus genau diesem Grund macht er sich überhaupt keine Illusionen über die brutale Hürde, vor der sein Team steht. Das berichtet „bild.de“.
Der 53-Jährige redet vor dem Duell mit seinem Ex-Klub kompletten Klartext. Auf seine Schützlinge wartet ein gnadenloser Abnutzungskampf, der richtig wehtun wird: „Der VfB ist dafür bekannt, dass die Mannschaft eine sehr hohe Intensität und eine Laufbereitschaft hat und vor allem in den Heimspielen hoch anläuft und presst. Da müssen wir die Bereitschaft haben, uns in die Zweikämpfe hineinzuhauen, die Bälle besser festzumachen und die Räume gut zu belaufen. Es wird ein Spiel, in dem wir auch leiden müssen – und über einen gewissen Punkt hinausgehen müssen.“
Hier lauert die wohl größte Gefahr für den Außenseiter! Erst am vergangenen Mittwoch trotzten die Süddeutschen im Konzert der Großen dem spanischen Spitzenklub Atlético Madrid ein starkes 1:1-Remis ab. Haben die Fohlen überhaupt die nötige Power, um einer solchen Wucht standzuhalten? Blickt man auf die jüngsten Auftritte zurück, offenbarte der Kader gerade bei dieser körperlichen Frische noch deutliche Defizite.
Ausreden lässt der Cheftrainer in dieser prekären Situation keinesfalls gelten. Vielmehr packt sich der gebürtige Schwabe konsequent an die eigene Nase: „Wir haben noch ein paar Schritte zu gehen. Ich bin nicht der Trainer, der sich duckt oder die Fehler bei anderen sucht. Wir müssen die Mannschaft sukzessive an meine Vorstellungen anpassen. Über allem steht die Intensität, die ich für meinen Fußball brauche. Das müssen wir möglichst schnell umsetzen, um konkurrenzfähig zu sein.“ Denn ohne diese Grundtugenden wird das dringend benötigte Erfolgserlebnis noch länger auf sich warten lassen.
Gelingt die Trendwende nun tatsächlich beim Bundesliga-Topteam aus dem Süden? Auch wenn die Vorzeichen düster wirken, steht der Übungsleiter weiterhin felsenfest hinter seinem Personal. Sein Vertrauen in die Kabine ist ungebrochen: „Ich glaube weiterhin an die Mannschaft. Wir können nicht darauf warten, dass das Glück irgendwann zurückkommt, sondern wir müssen uns alles hart erarbeiten.“
Möglicherweise entpuppt sich die Tatsache, dass niemand einen Pfifferling auf die Gäste setzt, am Ende sogar als echter Trumpf. Zumindest der Linien-Chef sieht darin einen kleinen Hoffnungsschimmer: „Vielleicht können wir mit der Außenseiterrolle etwas unbeschwerter in das Spiel gehen und sagen: Wir können Stuttgart wehtun. Dafür müssen wir unsere 100 Prozent abrufen. Wenn wir an unsere Grenzen gehen, haben wir eine Chance.“ (red)
