Teenie-Star mit KampfansageMohya will in Stuttgart endlich die Wende

Ozan Kabak und Wael Mohya im Zweikampf

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Wael Mohya hat viel vor.

Sechsmal verloren, kein einziger Zähler – doch das Fohlen-Küken bleibt mutig: Wael Mohya will endlich Siege sehen!

Gerade einmal 17 Lenze zählt er, doch auf dem Platz ragte kein anderer Gladbach-Akteur so sehr heraus wie er! Beim bitteren 1:2-Dämpfer am Sonntag gegen Hoffenheims TSG präsentierte sich ausgerechnet das Vereins-Küken in Top-Verfassung.

Gebracht hat dieser starke Auftritt jedoch nichts. Zum bereits sechsten Mal hintereinander gingen die Borussen als Verlierer vom Feld. Und das, obwohl Übungsleiter Alexander Blessin (53) volles Risiko gegangen war: Er bot eine Startelf mit einem Altersschnitt von lediglich 24,85 Jahren auf – das drittjüngste Aufgebot der gesamten Bundesliga-Runde. Ein Ertrag sprang für diese mutige Entscheidung letztlich aber nicht heraus.

Mohya trifft, aber Gladbach wird nicht belohnt

Davon ließ sich der junge Wael Mohya jedoch überhaupt nicht aufhalten. Unaufhörlich ging der Offensiv-Wirbelwind ins direkte Duell und stellte die Defensivreihe der Kraichgauer mit starken Einzelaktionen vor große Probleme. Direkt nach Wiederanpfiff folgte dann die verdiente Krönung für seinen Aufwand: Der Youngster netzte zum temporären 1:1-Gleichstand ein!

Allerdings hielt dieser Jubelmoment nicht lange an. Nachdem auch der dritte Auftritt im eigenen Stadion in dieser Runde verloren ging, fand das Nachwuchstalent am Mikrofon von „Fohlen-TV“ deutliche Worte: „Das Ziel von uns war es natürlich, die ersten Punkte zu holen, egal wie. Kämpfen kann man immer. Da ist es auch mal egal, ob man dreckig spielt. Und dann kommen wir eigentlich zurück ins 1:1 – aber dann kassieren wir direkt wieder den Rückstand. Wir brauchen jetzt einfach Punkte. Wir müssen jetzt anfangen, Spiele zu gewinnen.“

Für langes Jammern ist im Borussia-Park ohnehin keine Gelegenheit. Bereits am kommenden Freitag (20.30 Uhr, live bei Sky) treten die Fohlen im Oberhaus auswärts beim VfB Stuttgart an. Dort bietet sich die sofortige Gelegenheit, das Punktekonto in der laufenden Runde endlich zu eröffnen.

Ein zählbarer Erfolg ist im Grunde auch absolut alternativlos! Schließlich beträgt die Lücke zum Vorletzten des Tableaus schon jetzt fünf Zähler. Sollte die Elf vom Niederrhein abermals mit leeren Händen dastehen, könnte das Polster der Konkurrenz auf den ersten Nichtabstiegsplatz schon zu diesem frühen Zeitpunkt der Spielzeit bedrohlich anwachsen. Das berichtet „bild.de“.

Ein Spaziergang wird der Auswärtstrip ins Schwabenland allerdings auf keinen Fall. Ganz im Gegenteil: Den Borussen steht eine echte Mammut-Hürde bevor. Welche enorme Power im Stuttgarter Kader steckt, bewies der VfB erst am Dienstagabend auf der Bühne der Königsklasse. Dort rangen die Süddeutschen dem europäischen Schwergewicht Atlético Madrid absolut leistungsgerecht ein starkes 1:1-Remis ab.

Angst flößt das dem 17-jährigen Ausnahmetalent aber keineswegs ein. Stattdessen blickt Mohya voller Tatendrang und angriffslustig auf das Duell: „Ich bin auch überzeugt von uns, die Jungs haben alle Qualität. Wir müssen endlich anfangen, diese Qualität auch aufzurufen. Und uns allen, auch den Fans, beweisen, dass wir es besser können. Wir müssen jetzt die Niederlagen abhaken. Freitag haben wir direkt die Möglichkeit, es besser zu machen. Das wird auch das Ziel sein.“ (red)