Große Ehre für ein weiteres Fohlen-Juwel! Doch die jüngste Talent-Welle bei Borussia hat auch einen bitteren Beigeschmack.
Gladbach-YoungsterDanfa feiert Bundesliga-Debüt – doch ein Detail alarmiert

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Iaia Manco Danfa ist bei den profis angekommen.
Bei Borussia Mönchengladbach gibt es den nächsten Grund zur Freude für die eigene Jugendabteilung! Mit Iaia Manco Danfa durfte in der laufenden Spielzeit bereits das dritte Talent aus dem eigenen Stall erstmals Pflichtspiel-Luft bei den Profis schnuppern.
Eine riesige Auszeichnung für die Arbeit im Nachwuchsbereich! Doch die Medaille hat auch eine Kehrseite, denn diese Entwicklung legt gnadenlos ein akutes Dilemma der Fohlen offen. Und wer in die Geschichtsbücher schaut, wird erst recht hellhörig.
„Ein unglaubliches Gefühl“
Bald bekommt der berühmte Flur im Borussia-Park, welcher die Kabinen der Nachwuchsmannschaften direkt mit dem Heiligtum der Lizenzspieler verknüpft, neuen Wandschmuck. Iaia Manco Danfa reiht sich in eine illustre Galerie ein! Genau dort hängen nämlich schon die Jerseys von Vereinsgrößen wie Patrick Herrmann, Tony Jantschke oder auch Youngster Wael Mohya. Seit die Gladbacher in ihre neue Arena umgezogen sind, gilt dieses ungeschriebene Gesetz: Wer sich aus der eigenen Jugend hochkämpft und seine Premiere im Profi-Team feiert, bekommt seinen festen Platz an dieser Ehrenwand. Das berichtet rp-online.de.
Erst vor Kurzem wurde diese besondere Ehre Mathieu Nguefack zuteil, nachdem er gleich zum Saisonauftakt beim Gastspiel in Leipzig ins kalte Wasser geworfen worden war. „Vor zehn Jahren bin ich zum ersten Mal durch diesen Gang gegangen und hatte den Traum, dass irgendwann auch mein Trikot dort hängt“, verriet Nguefack sichtlich bewegt.
Der Youngster führte weiter aus: „Ich habe miterlebt, wie die Trikots von Weggefährten aufgehängt wurden. Ich habe mich von Herzen für sie gefreut und hatte immer das Ziel, dass auch ich mein Debüt für die Profis gebe und dann eines Tages auch mein Trikot dort hängt. Diesen Traum verwirklicht zu haben, ist ein unglaubliches Gefühl.“
Jetzt zieht also auch Danfa nach! Bei der knappen 1:2-Pleite am letzten Wochenende gegen die TSG Hoffenheim warf ihn der Coach in den Schlussminuten aufs Feld – sein allererster Einsatz im deutschen Fußball-Oberhaus! Damit ist klar, dass auch sein gerahmtes Dress zeitnah den legendären Stadion-Flur zieren wird.
Schon während der schweißtreibenden Vorbereitung im Sommer hatte der junge Angreifer in diversen Vorbereitungsspielen mächtig Eigenwerbung betrieben. Der verdiente Lohn: der dauerhafte Aufstieg ins feste Aufgebot der ersten Mannschaft! Seine nötige Matchpraxis holte sich das Sturm-Talent während der aktuellen Runde primär im U23-Team ab. Seine dortige Ausbeute kann sich absolut sehen lassen: In gerade einmal sechs Partien netzte er dreimal selbst ein und legte zwei weitere Buden direkt auf.
Nach den Premieren von Fritz Fleck sowie Nguefack ist der erst 19 Jahre alte Offensivmann nun schon der dritte Akteur aus dem klubeigenen Nachwuchsleistungszentrum (NLZ), dem in dieser Runde der große Sprung ins Rampenlicht gelingt. Allerdings teilte Danfa bei seiner Feuertaufe das exakte Schicksal seiner beiden jungen Kollegen: Die Freude war ordentlich getrübt. Zwar ging für ihn am vergangenen Sonntag der ultimative Kindheitstraum eines jeden Nachwuchskickers in Erfüllung. Doch als der Schiedsrichter die Partie abpfiff, herrschte Tristesse statt Ekstase – weder ein Dreier noch ein Last-Minute-Remis sprang für die Elf vom Niederrhein heraus.
Alarmierende Parallelen zur Abstiegssaison!
Natürlich ist es ein fantastisches Zeugnis für die Akademie, den kompletten Verein und die Jungs selbst, dass binnen gerade mal sechs Wochen gleich drei Eigengewächse ins Profigeschäft hineinschnuppern durften. Doch Vorsicht: Dieses vermeintliche Sommermärchen entlarvt gleichzeitig die heftigen Baustellen am Niederrhein!
Weil etliche Leistungsträger verletzt passen müssen und gestandene Profis ihrer Normalform meilenweit hinterherlaufen, rücken die Grünschnäbel fast schon zwangsläufig in den Fokus. Natürlich haben sich Nguefack, Fleck und Danfa diese Einsatzzeiten durch puren Schweiß und Vollgas im Training redlich verdient. Dennoch werden sie nun mitten im knallharten Überlebenskampf der Liga verheizt – ein Haifischbecken, das den Teenagern exakt null Eingewöhnungszeit im Oberhaus gönnt.
Ein solches Massen-Debüt von blutjungen Talenten innerhalb kürzester Zeit hat es seit dem Einzug in den Borussia-Park nur extrem selten gegeben. Wer nach vergleichbaren Phasen sucht, in denen ein komplettes Trio aus der eigenen Schmiede so rasch nacheinander in der Liga ran durfte, stößt auf ein düsteres Kapitel: das Umfeld des bislang letzten Zweitliga-Abstiegs! Während der katastrophalen Spielzeit 2006/07 warf der Klub in der ersten Saisonhälfte innerhalb von nur achteinhalb Wochen Tim Rubink, Tobias Levels sowie Robert Fleßers ins kalte Wasser – am Ende ging es für die Borussia damals bekanntlich eine Etage tiefer.


