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Von Achim Müller

Folgen des Hofmann-Schocks Welchen Borussen bringt Rose als neue Wusel-Pressing-Maschine? 

Gladbachs Nationalspieler Jonas Hofmann (M.) sitzt mit einem Muskelbündelriss im rechten Oberschenkel auf dem Rasen der Leipziger Arena und wird von einem Mediziner behandelt.

Gladbachs Nationalspieler Jonas Hofmann (M.) sitzt mit einem Muskelbündelriss im rechten Oberschenkel auf dem Rasen der Leipziger Arena.

Mönchengladbach - Die Schocknachricht um Borussias Nationalspieler Jonas Hofmann: Der Offensiv-Wirbler hat sich in der DFB-Auswahl von Bundestrainer Joachim Löw am vergangenen Mittwoch im Länderspiel gegen Tschechien (1:0) einen Muskelbündelriss im rechten Oberschenkel zugezogen.

Hofmann fällt für mehrere Wochen aus

Damit dürfte der 28-Jährige für Wochen ausfallen, wahrscheinlich in diesem Jahr kein Spiel für den VfL bestreiten können. Hofmann, der sich in Top-Form befunden hatte, hinterlässt diese Lücke im Gladbacher Team: In der Bundesliga mischte er in allen sieben Partien bislang mit. Er zog 218 Sprints bei diesen Einsätzen an, spulte 76,7 Kilometer Laufdistanz ab.

Sein Top-Speed: 33,5 km/h. Tore: zwei. Vorlagen: vier. In der Champions League (drei Einsätze) und im Pokal (einen) gelangen ihm insgesamt zwei Tore und zwei weitere Vorlagen. Damit ist Hofmann der Top-Scorer in Gladbach.

Samstag, 21. November, bestreitet Gladbach gegen Augsburg das nächste Pflichtspiel. Bis dahin hat Trainer Marco Rose (44) Zeit, sich personelle Alternativen zu überlegen. Doch wie könnten die heißen? Hofmann hat in dieser Saison unter Rose mehrere Positionen gespielt: In der Bundesliga Linksaußen, Rechtsaußen und zentrales Mittelfeld. In der Champions League Rechtsaußen. Im DFB-Pokal auf der anderen Seite.

Bedeutet: Es braucht einen polyvalenten Spieler, einen, der mehrere Positionen und Aufgaben zugleich übernehmen kann. Hofmann ist darüber hinaus derjenige, der das Pressing, die vorderste Linie bei der Arbeit gegen den Ball, organisiert. Und er kann sich auch mal zentral fallen lassen, versteht es, defensiv zu arbeiten. Hofmann ist einer, der überall flink, gewieft und ballsicher rumwuseln kann – ziemlich effektiv und zielgerichtet. Dazu taugt er als eine Art Ballschlepper zwischen den Linien, der Knall auf Fall das Spiel sehr schnell machen kann.

Dennoch: Rose hat Alternativen – beispielsweise einen Valentino Lazaro (24). Der Österreicher ist nach seinem Muskelbündelriss in der Wade allmählich wieder in einer guten Verfassung. Jüngst gelang ihm in Leverkusen (3:4) ein traumhaftes Hacken-Tor („Scorpion Kick“). Lazaro bringt bereits eine gewisse Erfahrung mit, die Leihgabe (mit Kaufoption) von Inter Mailand hat das Zeug zum Unterschiedsspieler, wenn er in Top-Verfassung ist. Rechter Flügel und Mittelfeld sind seine Positionen.

Gute Chancen darf sich auch Patrick Herrmann ausrechnen. Der 29-jährige Ur-Borusse zählt sicherlich ebenfalls zu den Top-Kandidaten auf den Hofmann-Job. Ebenso wie Hannes Wolf (21), der Rechtsaußen, offensives Mittelfeld und Sturm spielen kann.

Bedeutet: So schwer der Ausfall von Hofmann die Borussia treffen mag, der von Manager Max Eberl (47) zusammengestellte Kader bietet weiterhin Alternativen mit richtig Qualität. Klar ist aber auch: Weitere Stammkräfte neben Hofmann sollten sich vorerst nicht auch noch schwerer verletzen.

Denn mit Denis Zakaria (23) ist bereits Gladbachs wohl bester Mittelfeldfeldspieler wegen einer langwierigen Knieverletzung seit Monaten keine Option. Top-Stürmer Alassane Plea (27) hatte zuletzt mit Rückenproblemen zu kämpfen.

Bei Borussia sollte es also nach dem Hofmann-Schock keine Hiobsbotschaften mehr mitten in der heißen Phase der Hinrunde geben. Zumal sich in den nächsten Wochen herausstellen dürfte, ob der VfL in der Liga den Anschluss an die Top-Vier halten und die Gruppenphase in der Champions League überstehen kann. Im Pokal geht es kurz vor Weihnachten gegen Elversberg auch noch mal zur Sache.