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Von Piet van Riesenbeck, Achim Müller, Marcel Schwamborn

Bayern, Chelsea und Inter sind an ihm dran Gladbachs Ginter immer mehr ein Führungs-Spieler im DFB-Team

Gladbachs Abwehr-Chef Matthias Ginter checkt am Donnerstag im DFB-Team-Hotel in Leipzig ein.

Gladbachs Abwehr-Chef Matthias Ginter checkt am Donnerstag im DFB-Team-Hotel in Leipzig ein.

Gladbach/Leipzig - Während sich das Gros seiner Team-Kollegen am Donnerstag im Leipziger DFB-Quartier vom Länderspiel gegen Tschechien (1:0) erholte, checkte Gladbachs Abwehr-Chef erst im Hotel ein. Bundestrainer Joachim Löw (60) hatte Matthias Ginter (26), wie auch weitere gestandene Nationalspieler, für das Test-Duell am vergangenen Mittwochabend zunächst nicht nominiert. Zu den Pflichtspielen in der UEFA Nations League gegen die Ukraine und Spanien (14. und 17. November, 20.45 Uhr) ist Ginter allerdings dabei.

Löw schonte Ginter gegen Tschechien

Ginter ist an einem Punkt in seiner Karriere angekommen, an dem er auch mal guten Gewissens bei einem Spiel der Nationalmannschaft nur zuschauen konnte. „Ich gehöre wohl schon zum erfahrenen Teil“, sagte der Weltmeister von 2014 jüngst dem „Kicker“ über seine Rolle im DFB-Team.

33 Länderspiele hat Ginter in der A-Nationalmannschaft absolviert. Aus dem aktuellen Aufgebot haben nur vier Spieler mehr: Toni Kroos (30/100 Spiele), Manuel Neuer (34/94), Ilkay Gündogen (30/39) und Antonio Rüdiger (27/35).

Zeit, beim DFB verstärkt in eine Führungsrolle zu schlüpfen, wie der Innenverteidiger durchblicken lässt: „Ich liebe es, Verantwortung zu übernehmen und voranzugehen. So, wie ich es im Verein gemacht habe, will ich mich auch in der Nationalelf dahingehend noch mal weiterentwickeln.“

In Gladbach ist der gebürtige Freiburger seit seinem Wechsel aus Dortmund immer mehr in die Chefrolle hineingewachsen. Spätestens seit dem Weggang von Jannik Vestergaard (28) im Sommer 2018 ist Ginter an der Seite seines jüngeren Nebenmannes Nico Elvedi (24) der Taktgeber in der Defensive. Und inzwischen offenbar auch heiß begehrt auf dem Transfermarkt. Bayern München, Chelsea, Inter Mailand – es sollen einige Top-Klubs Interesse am Verteidiger haben.

Ginter: Lernen von den Großen

Auf dem Weg zum Führungsspieler schaut der Basketball-Fan Ginter auch über den großen Teich. LeBron James (35) und Kobe Bryant (†41) sind seine Leitbilder – und vor allem Dirk Nowitzki (42): „Die Biografie liegt auch noch hier. Er hat über Jahre sein Team geführt. Auch er ist dahingehend ein Vorbild.“

Der Würzburger spielte 20 Jahren lang für seinen Verein – die Dallas Mavericks – und führte das Team aus Texas 2006 und 2011 zu seinen bislang einzigen Titeln.

Gladbachs Defensiv-Chef findet aber auch in seiner eigenen Biografie jede Menge Inspiration. Als jüngster Deutscher beim WM-Triumph in Brasilien 2014 konnte Ginter Vieles lernen: „Ich habe mit einigen großen Persönlichkeiten zusammengespielt, mit Philipp Lahm zum Beispiel. Er war als Spieler vielleicht kein Lautsprecher, aber er war sehr stark in Einzelgesprächen.“

Viele Gegentore bei Borussia und DFB

Als Defensiv-Verantwortlicher hat Matthias Ginter im Verein und in der Nationalelf aktuell zwei echte Baustellen unter seinen Fittichen. Die DFB-Elf kassierte in den fünf Partien vor dem jüngsten Tschechien-Duell neun Treffer und spielte kein einziges Mal zu null.

„Es sind deutlich zu viele Tore gegen uns. Es ist unsere Aufgabe, dieses Defizit schnellstmöglich abzustellen“, sagt Giunter. „Wir müssen noch mehr verinnerlichen, wie wichtig es ist, wenige oder gar keine Tore zu bekommen.“

Ginter: „Dann bist du unglaubwürdig”

Das gilt auch für seinen Klub: Bei der Borussia hat die 3:4-Niederlage in Leverkusen gezeigt, dass nach zwei Zu-Null-Spielen gegen Leipzig (1:0) und Donezk (6:0) längst nicht alles in Butter ist. Zwölf Gegentore in der Liga – kein Team in der oberen Tabellenhälfte hat mehr kassiert.

Große Herausforderungen für Ginter und große Chancen, um sich als Führungskraft zu beweisen. Der Nationalspieler sagt: „Du kannst der größte Lautsprecher auf dem Feld sein, wenn du dann aber Müll zusammenspielst, wirst du unglaubwürdig.“