Überraschung in Mainz! Tim Kleindienst fehlt im Pokal. Was ist da los?
Gladbach-Kapitän nicht im KaderSo erklärt Polanski den Kleindienst-Ausfall

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Fußballspieler in grünem Trikot jubelt mit erhobener Faust.
Für zahlreiche Anhänger von Gladbach muss es sich am Sonntag wie ein Déjà-vu angefühlt haben, als die Mannschaftsaufstellung für die Pokal-Partie beim TSV Schott Mainz veröffentlicht wurde.
Ähnlich wie zum Start der Vorbereitung vor fünf Wochen bei der Begegnung mit dem Wuppertaler SV war Kapitän Tim Kleindienst unerwartet nicht im Kader. Anstatt wichtige Spielpraxis zu bekommen, absolvierte der erfahrene Akteur eine Trainingseinheit im heimischen Borussia-Park.
Schröder macht sich keine Sorgen
Die Klubführung konnte aber zügig für Beruhigung sorgen. Sowohl Manager Rouven Schröder als auch Coach Eugen Polanski stellten klar, dass es sich um nichts Ernsthaftes handelt. „Da mache ich mir keine Sorgen. Es ist eine reine Vorsichtsmaßnahme. Wenn heute Bundesliga wäre, stünde Tim im Kader und würde auch spielen“, bekräftigte Schröder schon vor dem Anpfiff. Die Fohlenelf siegte auch ohne ihren Leader souverän mit 5:0.
Im Anschluss an das Spiel erklärte Polanski die genauen Umstände des Ausfalls. „Er hat am Donnerstag beim Training etwas in der hinteren Oberschenkel-Muskulatur gespürt, Freitag hat er dann ausgesetzt und am Samstag das Abschlusstraining komplett mitgemacht“, erläuterte der Trainer. Medizinisch gesehen hätte einem Einsatz demnach nichts entgegengestanden. Das berichtet „rp-online.de“.
Der ausschlaggebende Grund für die Pause kam vom Spieler persönlich. Polanski würdigte die Aufrichtigkeit seines Spielführers: „Er war trotzdem sehr ehrlich und hat gesagt, dass er nicht das Gefühl habe, über 90 Minuten zu 100 Prozent da sein zu können.“ Wegen dieser klaren Ansage hat sich der Trainerstab dazu entschlossen, Kleindienst vollständig rauszunehmen, um den Heilungsprozess zu fördern. Polanskis Resümee: „Keine große Thematik.“
Für Kleindienst rückte Isac Lidberg in die Startelf, hatte jedoch einen unglücklichen Tag und konnte keinen Treffer erzielen. Gegen den Fünftligisten war das aber kein Problem, weil andere Akteure wie der zweifache Torschütze Hugo Bolin und Wael Mohya erfolgreich waren.
Alle Augen sind nun auf den Bundesliga-Auftakt in Leipzig gerichtet, bei dem Kleindienst mit seiner Einstellung und Torgefährlichkeit unbedingt gebraucht wird. Das betonte auch Wael Mohya: „Natürlich ist es wichtig für das Team, wenn Tim dabei ist. So einen Spieler wie ihn, der Verantwortung übernimmt, brauchen wir auch. Deswegen freue ich mich, dass er schnell wieder dabei ist.“
Bei der Generalprobe gegen Aston Villa stellte Kleindienst mit einem Doppelpack beim 2:1-Erfolg seine enorme Bedeutung unter Beweis. Die leichten muskulären Beschwerden sollen den Angreifer nicht lange stoppen.
Die große Vorsicht während der gesamten Vorbereitungsphase nach seiner schweren Knieverletzung hat nur ein Ziel: einen absolut fitten Tim Kleindienst zum Ligastart am kommenden Samstag auf dem Rasen zu sehen. (red)

