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Von Achim Müller

GladbachLIVE-Kommentar Hand auf die Raute – Borussia jetzt wichtiger als das Rose-Theater!

Ein Aufnahme aus dem Gladbacher Borussia-Park vom 24. November 2020. Zu sehen ist die Fassade des Hotels der Borussia (8 Grad) und eine Fahne im neuen Logo des VfL.

Ein Aufnahme aus dem Gladbacher Borussia-Park vom 24. November 2020. Zu sehen ist die Fassade des Hotels der Borussia (8 Grad) und eine Fahne im neuen Logo des VfL.

Mönchengladbach - Ja, Borussias Basis bebt und tobt in diesen Tagen. Die VfL-Treuen sind erzürnt, pikiert, enttäuscht, konsterniert, aufgebracht. Marco Rose (44), seit Juli 2019 über Monate hinweg als eine Art Trainer-Messias am Niederrhein gefeiert, hat jüngst kurzerhand die Bremse im rasenden Fohlen-Express gezogen.

Dortmunder Vorgehen im Fall Rose erinnert an alte Uli-Hoeneß-Schule 

Der gebürtige Leipziger ist schwach geworden, einem unmoralischen Angebot aus Dortmund erlegen, welches ihm – und wahrscheinlich auch seinen direkten Nachfahren – ein unbeschwertes Leben in Sachen Finanzen garantieren dürfte. Das ist mehr als legitim. Das ist einfach das Business Bundesliga.

Mit Verstand betrachtet darf das Rose auch nicht nachhaltig übel genommen werden. Denn er hatte 2019 in Gladbach nur mit der Prämisse einen Vertrag unterschrieben, dass ihm die Borussia-Entscheider für solche Gelegenheiten die Ausstiegsklausel auch einräumen. Gefordert, gewährt.

Die Zweckgemeinschaft hat im Anschluss bestens funktioniert. Rose coachte Gladbach auf Anhieb in die Champions League. Das sicherte dem VfL Borussia ein Millionen-Paket aus den Fleischtöpfen der UEFA, welches dem Klub in Zeiten der Corona-Pandemie schon jetzt eine bessere Zukunft versprechen dürfte, als es bei einigen ganz klammen Konkurrenten in der direkten Rheinland-Nachbarschaft der Fall ist.

Und so bitter der vermeintliche „Verrat“ Roses nun aus Fan-Sicht auch sein mag. Es würde den Konkurrenten aus Dortmund oder München doch nur in die Karten spielen, wenn das „gallische Dorf“ vom Niederrhein in den kommenden Wochen, getrieben durch überzogene Emotionen, vom rechten (Erfolgs-) Weg abkommen sollte.

Mal unter uns: Die Rose-Nummer aus Dortmund ist doch aus der alten, gewieften Uli-Hoeneß-Schule abgekupfert. Nimm einem aufstrebenden und lästigen Mitbewerber – mit viel Geld, wenn es sein muss – einen ganz wichtigen Protagonisten weg, der dich besser macht und zugleich den kecken Herausforderer schwächt.

Nicht nur das: Ist der Käse ausgelegt und die Maus hat hinter den Kulissen angebissen, lanciere vorzeitig über gewisse Kanäle einige Infos, damit im Umfeld des lästigen Herausforderers eine latente Unruhe ausbricht. Später dann wird der Deal offiziell gemacht.

Der Fall Rose demonstriert, dass diese Saat momentan erneut aufzugehen scheint. Aber: Sie muss es am langen Ende in Gänze nicht.

Und deshalb ist es richtig, ja, sogar wohl alternativlos, dass Manager Max Eberl (47) jetzt anstrebt, alle Linien in den Reihen der Niederrhein-Borussia wieder hinter sich zu vereinen.

Der VfL Borussia ist immer dann besonders stark und wuchtig in der vergangenen Dekade gewesen, seit Lucien Favre (63) den Mythos Borussia wieder beatmen konnte, wenn alle an einem Strang gezogen haben.

Sportdirektor Max Eberl. Geschäftsführer Stephan Schippers (53). Das Präsidium um Big Boss und Präsident Rolf Königs (79). Der Aufsichtsrat um Reiner Körfer (79). Das Fan-Projekt, der „FPMG Supporters Club“, um den Vorsitzenden Thomas Ludwig.

Und auch die Hardcore-Gruppierungen um deren Phalanx, sprich „Sottocultura“.

Und ja, Eberl hat recht! Borussia hat nun die Aufgaben gegen ManCity und im Anschluss im Pokal gegen Dortmund vor der Brust. Noch kann der VfL einiges schaffen in dieser Saison.

Eberl hat am Sonntag (21. Februar) alle Gruppierungen und Strömungen im VfL-Borussia-Kosmos dazu aufgerufen, gemeinsam den Fohlen-Express wieder unter Voll-Dampf zu setzen.

Gladbach hat noch die Chance auf einen Titel und braucht die Fans

Zur rechten Zeit. Vor einem Champions-League-Novum (Achtelfinale) für Gladbach. Vor der Chance, nach 1995 vielleicht sogar wieder einmal ein Pokal-Finale zu erreichen. 

Eberl sagt, der Verein, der Klub, Borussia, sei größer als die Ereignisse der vergangenen Woche. Es ist an der Basis, dies mitzutragen. Eberl sagt weiter: Es müsse jetzt wieder die Ratio walten. Also, Hand auf die Raute! Auch wenn das in Zeiten der Coronakrise verständlicherweise nicht für jeden VfL-Treuen ganz so unbeschwert umsetzbar zu sein scheint.