Konoplia drückt die Bank, während Scally knipst! Gibt Gladbach jetzt etwa den besten Scorer ab?
ER ist Gladbachs positive ÜberraschungMacht Gladbach seinen Überflieger im Winter zu Geld?

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Joe Scally ist in der Form seines Lebens. Verlässt er Gladbach?
Aktualisiert
Als absoluter Top-Einkauf wurde Yukhym Konoplia (27) gefeiert, doch mittlerweile gilt der Profi aus der Ukraine als größtes Sorgenkind im Aufgebot von Borussia Mönchengladbach!
Vor Spielzeitbeginn lotsten die Fohlen den Rechtsverteidiger von Schachtjor Donezk an den Niederrhein – einem Verein, der nahezu ständig in der Königsklasse vertreten ist. Während der Sommer-Vorbereitung folgte allerdings das bittere Verletzungspech: Das Innenband im Knie war gerissen.
Auch in Hamburg saß Konoplia 90 Minuten auf der Bank
Diese Zwangspause hat der Spezialist für die rechte Außenbahn zwar längst überwunden, doch auf dem Rasen hilft ihm seine zurückgewonnene Fitness überhaupt nicht weiter. Selbst bei der jüngsten 1:3-Niederlage in Hamburg verbrachte er die gesamte Spielzeit von 90 Minuten ungenutzt auf dem Ersatzplatz. Schuld daran ist auch die Leistungsexplosion von Joe Scally (23), an dem für den Neuzugang im Moment absolut kein Vorbeikommen ist!
Ein Blick auf die Statistik offenbart die ganze Härte seiner Situation. Bisher schaffte es der Sommer-Zugang zwar fünfmal in den Spieltagskader der Elf vom Niederrhein, auf dem Platz stand er allerdings bloß bei einer einzigen Gelegenheit: Lediglich beim 3:2-Auswärtssieg in Stuttgart erhielt er einen Kurzeinsatz über 20 Minuten.
Ursprünglich hatten die Verantwortlichen mit Konkurrent Scally völlig anders geplant. Da sein Kontrakt nach dieser Spielzeit endet, stand der Profi aus den USA während der Sommerpause eigentlich ganz oben auf der Verkaufsliste. Das berichtet „bild.de“.
Doch es kam komplett anders: Der Nationalspieler der Vereinigten Staaten hat sich sensationell in den Vordergrund gedrängt. Während er unter Eugen Polanski (40) noch strikt auf die Abwehrarbeit fokussiert war, genießt er nun enorme Freiheiten in der Offensive. Dieser taktische Kniff trägt Früchte: Dank vier eigener Treffer sowie einem Assist führt Scally überraschend die interne Scorerliste der Fohlen-Elf an. Aus der Startformation ist der Außenbahnspieler derzeit schlichtweg nicht mehr wegzudenken!
Für Sportboss Rouven Schröder (51) sorgt diese Leistungsexplosion allerdings für mächtig Kopfzerbrechen. Verzichten die Gladbacher in der zweiten Saisonhälfte etwa doch noch auf ihren starken WM-Fahrer? Immerhin bietet die Transferperiode im Januar die finalen Wochen, um überhaupt noch eine Ablösesumme für Scally zu kassieren.
Genau diesen Weg wählte Schröder schon im Vorjahr, als er Luca Netz (23) gegen eine Zahlung von 2,5 Millionen Euro Richtung Nottingham Forest ziehen ließ. Doch dieses Vorgehen birgt ein gewaltiges Risiko: Scheitert die Rettung, müsste sich der Sportdirektor am Saisonende wohl die harte Kritik gefallen lassen, durch den Scally-Abgang das Ticket für den Ligaverbleib leichtfertig geopfert zu haben!
Trainer Alexander Blessin (53) gerät derweil regelrecht ins Schwärmen, wenn er über seinen Schützling spricht. Als „Jolly“ bezeichnet der Fußballlehrer diesen speziellen Spielertyp auf dem Flügel, der sowohl im Angriff als auch in der Verteidigung Höchstleistungen abrufen muss. Mit Blick auf seinen formstarken Schienenspieler betont der Coach: „Joe hat einen guten Lauf, muss man ganz ehrlich sagen. Ihm tut diese offensive Ausrichtung gerade sehr, sehr gut.“
Dabei hätte seine persönliche Tor-Ausbeute sogar noch spektakulärer ausfallen können! Bei der Nullnummer gegen Paderborn zappelte das Leder nach seinem Abschluss bereits in den Maschen, allerdings pfiff der Unparteiische die Aktion aufgrund eines minimalen Vergehens an Gästetorwart Nahuel Noll (23) zurück. Noch ärgerlicher verlief eine Großchance im Auswärtsspiel bei den Hamburgern: Als die Anzeigetafel ein 1:2 zeigte, bot sich Scally aus wenigen Metern die hundertprozentige Gelegenheit zum Gleichstand, doch er feuerte die Kugel direkt an das Bein von Sebastian Bornauw (27).
Vor genau fünf Jahren überwiesen die Verantwortlichen vom Niederrhein rund 1,8 Millionen Euro nach New York, um das damalige Talent unter Vertrag zu nehmen. So stark wie in den vergangenen Wochen präsentierte sich der Rechtsfuß im Borussia-Trikot allerdings noch nie.
Dabei herrschte bei ihm zuvor über vier Halbserien hinweg totaler Stillstand, weshalb der Verein eine Trennung mit Hochdruck forcierte. Wären seine beiden Positionskonkurrenten Konoplia sowie Daiki Hashioka (27, laboriert an einer Stauchung des Nackens) nicht verletzungsbedingt ausgefallen, würde Scally heute vermutlich längst für einen anderen Arbeitgeber auflaufen. (red)


