Der frühere Gladbach-Profi sieht die Fohlen nach dem Bundesliga-Fehlstart in einer gefährlichen Lage.
„Geht überhaupt nicht“Uli Borowka macht sich große Sorgen um Gladbach

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Ex-Borusse Uli Borowka sieht die Fohlen nach dem Fehlstart in einer gefährlichen Lage.
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Die Sorgen um Borussia Mönchengladbach sind nach dem Fehlstart in die neue Bundesliga-Saison schon wieder groß. Die Fohlen verloren ihre ersten beiden Spiele, kassierten sieben Gegentore.
Auf die 0:3-Niederlage bei RB Leipzig folgte am Samstag ein bitteres 3:4 gegen Aufsteiger SV Elversberg. Dabei hatte Gladbach im Borussia-Park zwischenzeitlich mit 3:1 geführt.
Uli Borowka: „Irgendwas stimmt da überhaupt nicht“
Uli Borowka beobachtet die Entwicklung bei seinem früheren Klub mit großen Zweifeln. „Ganz schwierig im Moment. Ich sehe, dass sie ganz große Probleme haben: sieben Gegentore in zwei Spielen und zu Hause nach einer 3:1-Führung noch 3:4 verlieren“, sagte der ehemalige Gladbacher am Montag im Gespräch mit EXPRESS.de am Rande eines Golfturniers für eine Stiftung des Liga-Konkurrenten 1. FC Köln.
Borowka spielte von 1980 bis 1987 für Borussia und bestritt in dieser Zeit knapp 200 Pflichtspiele für die Fohlen. Die aktuellen Vorgänge erinnern ihn bereits an die Schwierigkeiten aus der vergangenen Saison.
Besonders irritiert den früheren Abwehrspieler der Umgang der Gladbacher untereinander. „Dann scheißt der Stürmer seine Kollegen in der Abwehr an. Das geht überhaupt nicht. Irgendwas stimmt da überhaupt nicht“, sagte Borowka.
Gemeint ist damit Gladbachs Kapitän Tim Kleindienst, der nach der Niederlage gegen Elversberg selbst scharfe Worte an seine Mitspieler gerichtet hatte. „Wir sollten mal schleunigst unseren Fokus so hochfahren, dass er auch 90 Minuten hält“, hatte Kleindienst im ZDF-Interview gesagt. Und mit Blick auf die Konzentration im Team ergänzt: „Keine Ahnung, woran es liegt, weniger TikTok gucken oder was weiß ich, ist mir eigentlich wurscht, was sie machen.“
Für Borowka sind die Aussagen des Kapitäns ein Zeichen dafür, dass bei den Fohlen derzeit vieles im Argen liegt. „Ich habe das Gefühl, sie sind in dem gleichen Trott wie zum Ende der vergangenen Saison“, sagte der Ex-Profi.
Auch die Veränderungen im Trainerteam überzeugen Borowka bislang nicht. „Ich weiß nicht, ob es etwas bringt, wenn man vier Co-Trainer auswechselt. Anscheinend bringt es nichts“, sagte der frühere Nationalspieler.
Eine Einschätzung, die angesichts des Saisonstarts zumindest nachvollziehbar ist: Gladbach steht nach zwei Spieltagen noch ohne Punkt da und muss dringend Stabilität in die Defensive bekommen.
Uli Borowka: „Das wird unten wahnsinnig schwierig“
Borowka erwartet derweil einen besonders engen Kampf im Tabellenkeller. „Das wird unten wahnsinnig schwierig. Ich denke, dass da sechs oder acht Mannschaften ein Wort mitsprechen müssen“, sagte der frühere Gladbacher. Aufsteiger Elversberg habe mit sechs Punkten einen starken Start erwischt: „Sie machen das wunderbar.“
Auch Paderborn sieht Borowka im Kampf um den Klassenerhalt. Zudem habe er sich „über den Punkt der Schalker gegen den übermächtigen FC Bayern München gefreut“.
„Das wird eine absolut spannende Geschichte in dieser Saison“, sagte Borowka mit Blick auf die untere Tabellenregion. Für Gladbach könnte die Lage schnell ungemütlich werden, sollte die Borussia nicht bald die ersten Punkte einfahren.

