„Verrückt“Gladbach-Star winkt erster Pokalgewinn

Kevin Diks und Ransford Königsdörffer im Zweikampf.

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Kevin Diks könnte mit Indonesien einen Pokal gewinnen.

Als Anführer auf dem Platz: Gladbachs Kevin Diks trägt die Kapitänsbinde für Indonesien und wahrt eine Titelchance.

Für Kevin Diks läuft es derzeit richtig aufregend. Seit fast zwei Jahren ist er für die indonesische Nationalelf aktiv, das Land, aus dem seine Mutter stammt.

Der in den Niederlanden geborene Abwehrspieler hat bereits 14 Länderspiele absolviert und führt das Team mittlerweile sogar als Kapitän an. Die Fußball-Leidenschaft in der Region beschrieb der Verteidiger von Borussia Mönchengladbach einst als „verrückt – im positiven Sinne natürlich“ und legte jedem ans Herz, die Stimmung bei einem Heimspiel in Jakarta einmal live mitzuerleben.

Kevin Diks: „Würde jeder verstehen“

Und nun könnte Diks den Fans einen riesigen Triumph im eigenen Land bescheren. Er tritt mit Indonesien bei der allerersten Ausgabe des neuen Fifa‑Asean-Cups an. Kürzlich gab es das hitzige Kräftemessen mit dem Nachbarn Malaysia, ein absoluter Kracher in Südostasien.

Ein starkes 0:0 holte seine Mannschaft, obwohl sie nach einer Roten Karte ab der 37. Minute mit einem Mann weniger auskommen musste. Davor gelang schon ein 2:0-Erfolg über Singapur, bei dem der Gladbach-Profi das Führungstor vorbereitete. Das berichtet „rp-online.de“.

Die Chance auf den Titel lebt! Am Donnerstag folgt das entscheidende Gruppenspiel gegen Schlusslicht Bangladesch, wobei Indonesien als haushoher Favorit gilt. Ein Sieg würde den ersten Platz und somit den Finaleinzug am kommenden Montag bedeuten.

Das große Finale fände dann ebenfalls daheim in Jakarta statt. Als absolutes Highlight hat sich Fifa-Chef Gianni Infantino für das Endspiel angekündigt – Diks hätte also die Ehre, den Pokal direkt vom mächtigsten Mann im Weltfußball zu empfangen. Es wäre der erste in der Geschichte Indonesiens seit dem Gewinn der Südostasien-Games 1991.

Dieser frisch ins Leben gerufene Wettbewerb hat direkt einen hohen Stellenwert, weil er im offiziellen Fifa‑Terminplan steht und somit eine Abstellungspflicht für die Klubs besteht. Anfang nächsten Jahres steht für den Verteidiger, der am 6. Oktober seinen 30. Geburtstag feiert, bereits das nächste große Event an: der Asien-Cup.

Dafür würde er sogar auf einige Partien in der Bundesliga verzichten. „Ich glaube, jeder würde verstehen, wenn ich dorthin reisen würde“, äußerte sich Diks kürzlich.

Das ist aber alles noch nicht spruchreif. Zuerst liegt der gesamte Fokus auf dem möglichen Heimerfolg beim Fifa-Asean-Cup. Anschließend geht der Blick wieder komplett Richtung Bundesliga, wo mit der Borussia die ersten wichtigen Zähler eingefahren werden sollen. (red)