Nach dem Lob von Didi Hamann gibt es für Borussia Mönchengladbach nun eine Experten-Abreibung.
Ganz andere Meinung als HamannBasler zweifelt an Gladbach-Kader: „Wenn das der Heilsbringer sein soll“

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Mario Basler rechnet mit einer schwierigen Saison für Borussia Mönchengladbach.
Aktualisiert
Borussia Mönchengladbach hat die Pflichtaufgabe im DFB-Pokal souverän gemeistert. Auch ohne den angeschlagenen Tim Kleindienst ließ das Team von Eugen Polanski beim TSV Schott Mainz nichts anbrennen, gewann mit 5:0.
Kleindienst hatte im Training über leichte muskuläre Beschwerden geklagt. Dass er nicht spielte, war laut den Gladbach-Verantwortlichen eine reine Vorsichtsmaßnahme. Zum Bundesliga-Auftakt bei RB Leipzig sollte einem Einsatz des Kapitäns demnach nichts entgegenstehen.
Gladbach-Saison: Basler widerspricht Hamann
Also alles bestens bei den Fohlen? Nein, findet Mario Basler. Denn während Sky-Experte Dietmar Hamann die Gladbacher sogar als mögliches Überraschungsteam der neuen Saison sieht, macht sich der heimliche Gladbach-Fan Basler „ganz, ganz große Sorgen“ um Borussia.
In seinem Podcast „Basler ballert“ zeigte sich der frühere Nationalspieler überzeugt: „Auch in der Saison wird Gladbach ganz, ganz große Probleme kriegen.“
Während Hamann die Niederrheiner um Sportboss Rouven Schröder wegen der Verpflichtung von jungen, hungrigen Spielern ausdrücklich gelobt hatte, ist Basler alles andere als begeistert.
„Das Problem ist für mich, wenn du die finanziellen Möglichkeiten nicht hast, dann musst du dich in der zweiten Liga bedienen. Aber es wird halt am Schluss dann auch in der Bundesliga ganz schwer für jeden Spieler, der aus der zweiten Liga kommt. Der ein oder andere wird sich durchsetzen, aber vom Grunde her ist es ist es so, da brauchst du unheimlich viel Glück, weil es eine ganz andere Liga ist und ein ganz anderer Fußball gespielt wird“, so Basler. Diese Aussage traf er fairerweise noch vor der Verpflichtung von Ko Itakura, der seine Bundesliga-Tauglichkeit nun wirklich zur Genüge nachgewiesen hat.
In Kleindienst hat Gladbach zudem einen weiteren heimlichen Neuzugang, der nach einjähriger Verletzungspause wieder angreifen will. Basler hat allerdings Zweifel. „Es ist gar nicht despektierlich gemeint, aber wenn Tim Kleindienst der Heilsbringer sein soll, also bitte“, so sein hartes Urteil.
Er habe es schon in der Vergangenheit nicht verstanden, warum der Stürmer überhaupt Nationalspieler geworden sei. Grundsätzlich sei der Gladbacher Kader für ihn nichts Halbes und nichts Ganzes, so Baslers Analyse aus der Ferne. (are)

