Hugo Bolin liefert im DFB-Pokal ab, aber sein Coach tritt auf die Bremse!
Trotz Doppelpack-GalaGladbach-Coach fordert noch mehr von Pokal-Held

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Hugo Bolin traf in Mainz doppelt.
Beim klaren 5:0-Erfolg von Borussia Mönchengladbach über den TSV Schott Mainz in der ersten Runde des DFB-Pokals war Hugo Bolin der alles überragende Akteur. Der 23-jährige Schwede krönte seine Leistung mit zwei Treffern und einer Torvorlage und wurde so zum gefeierten „Man of the Match“.
Die Statistik untermauert seine starke Vorstellung: Bolin feuerte neun der 30 gesamten Torschüsse der Fohlenelf ab. Damit löste er sein Versprechen ein, in der kommenden Spielzeit für mehr Gefahr vor dem Kasten zu sorgen. Es scheint, als sei Bolin nach einer Anlaufphase im letzten Halbjahr nun voll bei Borussia angekommen.
Aber mitten in die Euphorie platzte Trainer Eugen Polanski mit einer unerwarteten Reaktion. Der Coach der Fohlenelf vermied die üblichen Lobpreisungen und schlug stattdessen kritische Töne an. Seiner Meinung nach hat sein Schützling trotz der Gala-Vorstellung noch Verbesserungspotenzial. Polanski sprach eine „fehlende Aggressivität im Abschluss“ an und verlangt von Bolin, zielstrebiger zu handeln, anstatt einen weiteren Haken zu probieren oder einen Moment lang zu zaudern. Das berichtet „rp-online.de“.
Der Hauptdarsteller des Abends blieb nach dem Abpfiff am Sky-Mikrofon ganz cool und brachte es kurz auf den Punkt: „Wir haben unseren Job erledigt und einen guten Start hingelegt.“ Doch er legte auch den Finger in die Wunde und stimmte in die Kritik ein, indem er anmerkte, man hätte „noch mehr Chancen kreieren und noch mehr Tore schießen können“. Sportchef Rouven Schröder hingegen war voll des Lobes und hob die besonderen Fähigkeiten des Schweden hervor: „Er ist wendig, lauffreudig und findet auch auf engstem Raum Lösungen.“
Durch diesen Sahne-Auftritt hat sich Bolin für einen Platz in der ersten Elf zum Liga-Start bei RB Leipzig eindringlich empfohlen. Als flexibler Spieler in der offensiven Dreierkette hinter dem Stoßstürmer hat der Schwede seine Konkurrenten fürs Erste distanziert. Im Rennen um die drei begehrten Positionen sind neben ihm hauptsächlich Wael Mohya, der auch ein Tor erzielte, sowie Robin Hack und Franck Honorat, die sich beide als Vorlagengeber auszeichneten.
Das Hauen und Stechen um die Stammplätze ist also in vollem Gange. Für den Bundesliga-Auftakt meldet sich nach seiner Zwangspause wohl auch Kapitän Tim Kleindienst als Option für die vorderste Front zurück. Im Abwehrzentrum ist Kevin Diks als Anführer fest eingeplant, während auf den defensiven Außenpositionen Daiki Hashioka und Lukas Ullrich nach ihren starken Pokal-Leistungen die Nase vorn haben dürften. (red)

