Kampf um die SpitzeGladbach-Kapitän zurück, hat aber Konkurrenz

Tim Kleindienst und Lukas Wallner beim Spiel

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Tim Kleindienst und Lukas Wallner beim Spiel.

Ein Neuzugang fordert Tim Kleindienst heraus – der Konkurrenzkampf im Sturm ist eröffnet!

Der Platz im Sturmzentrum bei Borussia ist plötzlich heiß umkämpft! Nach einer gefühlten Ewigkeit ist Kapitän Tim Kleindienst (30) endlich zurück. Doch kaum ist der Anführer nach seiner komplizierten Meniskusverletzung wieder da, steht schon ein neuer Rivale bereit: Isac Lidberg (27)!

Der Schwede kommt mit einer beeindruckenden Bilanz von 32 Treffern in 64 Partien für Darmstadt 98 aus den vergangenen zwei Spielzeiten. Und er macht sofort klar, dass er nicht für die Bank gekommen ist. Beim 4:1-Erfolg im Testspiel gegen Hoffenheim, einen Europa-League-Starter, netzte der Neuzugang gleich zweimal ein.

Lidberg macht Kleindienst eine Ansage

Direkt nach der Partie formulierte Lidberg eine deutliche Ansage in Richtung seines neuen Teamkollegen. „Tore sind das beste Argument, oder? Jeder will spielen, das ist doch völlig klar. Ich gebe alles, um dem Trainer die Entscheidung möglichst schwer zu machen“, meinte der Angreifer.

Die intensive Vorbereitung hat ihm offenbar gutgetan: „Ich bin fit und fühle mich stark, das Trainingslager war zwar hart, aber so muss das sein – ich habe es gut weggesteckt.“ Das berichtet „bild.de“.

Diese Herausforderung erreicht einen Tim Kleindienst, der eine extrem lange Leidensgeschichte hinter sich hat. Ein Rückschlag bei einem früheren Comeback-Versuch hatte ihn zusätzlich zurückgeworfen. Sein gefeierter Auftritt für fünf Minuten im letzten Spiel der Vorsaison gegen Hoffenheim (4:0) war ein emotionaler Moment. Mittlerweile ist der Nationalspieler körperlich wieder fast auf der Höhe, aber ein garantierter Startplatz zum Auftakt der neuen Saison? Fehlanzeige!

Coach Eugen Polanski (40) steht nun vor einer echten Zwickmühle. Zwar attestiert er seinem Kapitän eine positive Entwicklung und erhöhte seine Spielzeit in den Vorbereitungsspielen schrittweise von 30 auf 45 und dann auf 60 Minuten.

Das Problem: Die Treffer gegen Hoffenheim fielen erst, nachdem Lidberg das Feld betreten hatte. Es wäre also keine Überraschung, wenn Polanski den lange verletzten Kleindienst langsam heranführen und zum Start in Leipzig dem Neuzugang den Vorzug geben würde.

Dieser Zweikampf im Sturm ist auch ein Aufeinandertreffen unterschiedlicher Herangehensweisen. Lidberg, dessen Vater als Ringer Weltmeister wurde und an drei Olympischen Spielen teilnahm, bringt seine massive Statur in jedes Duell ein.

Doch auch Kleindienst will sich nicht mehr schonen und kündigt an, sein Knie komplett auszublenden: „Da denke ich nicht mehr dran. Ich rammele vorne in alles rein, immer Vollgas heißt die Devise.“

Die große Frage ist nun, ob diese volle Pulle-Einstellung schon zum Saisonstart im Pokalspiel bei Schott Mainz (23. August, 15.30 Uhr) oder sechs Tage darauf in der Bundesliga bei RB Leipzig (15.30 Uhr) von Anfang an zum Tragen kommt. Es könnte gut sein, dass der Kapitän seinen Stammplatz zunächst von der Bank aus neu erobern muss. (red)

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