Dramatischer AbsturzFohlen-Kader verliert über die Hälfte an Wert

Rouven Schröder schaut nachdenklich im Borussia-Park.

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Rouven Schröder hat alle Hände voll zu tun.

Ein brutaler Wertverfall erschüttert den Gladbacher Kader.

Diese Zahlen sind ein Schlag ins Gesicht für alle Anhänger von Borussia Mönchengladbach! Seit dem Jahr 2020 hat sich der taxierte Kaderwert mehr als pulverisiert.

In der damaligen Glanzzeit wurde das Team auf 310 bis 340 Millionen Euro geschätzt. Top-Spieler wie Ginter, Elvedi, Bensebaini, Zakaria, Neuhaus, Thuram und Plea allein waren zusammen über 200 Millionen Euro wert. Was davon geblieben ist? Ein kümmerlicher Rest: Der aktuelle Kader wird nur noch auf magere 138 Millionen Euro taxiert. Das berichtet „BMG-News“.

Bis 2026 sollen wieder Gewinne geschrieben werden

Am Niederrhein wird seit Ewigkeiten das Mantra gepredigt, neue Werte zu generieren. Die Wirklichkeit ist jedoch knallhart, denn den Fohlen gelingt genau dies einfach nicht mehr. Und das, während der Fußballmarkt förmlich in Geld schwimmt. Es sieht so aus, als könne Borussia diesen fatalen Negativtrend nicht aufhalten, und eine Besserung ist aktuell nicht erkennbar. 

Der Klub leidet unter massivem finanziellem Druck. Ein Gesamtverlust von sechs Millionen Euro aus den letzten beiden Geschäftsjahren zwang Dr. Stefan Stegemann zu einem strengen Sparkurs. Das Ziel: Bis 2026 sollen wieder Gewinne geschrieben werden.

Die Konsequenzen sind deutlich zu sehen: Obwohl der Stadionname verkauft und die Mitgliedsbeiträge erhöht wurden, durfte Rouven Schröder im Sommer lediglich 14 Millionen Euro für zehn Neuzugänge locker machen. Und das, obwohl man Einnahmen aus Transfers von beinahe 20 Millionen Euro hatte. Dieser Sparkurs geht klar zulasten der Kaderqualität.

Die Hoffnung ruht auf den Youngstern. Der erst 17-jährige Wael Mohya wird schon jetzt auf einen Marktwert von 17 Millionen Euro taxiert, wobei eine positive Entwicklung bereits berücksichtigt ist. Er stand zwar in allen vier Partien der Bundesliga auf dem Platz, konnte sich aber noch nicht an einem Tor beteiligen.

Weitere Talente wie Jan Leszczynski, Zento Uno, Jens Castrop, Mathieu Nguefack und Hugo Bolin sollen künftig für steigende Werte sorgen. Im Gegensatz dazu gibt es gestandene Profis wie Itakura, Diks, Ullrich, Kleindienst, Honorat und Hack, deren Marktwert-Trend momentan klar in den Keller geht.

Exakt das ist die gewaltige Aufgabe für die Borussia. Finanziell muss der Verein wieder auf Kurs kommen und zugleich Akteure formen, die sportlich liefern und dadurch frische Marktwerte schaffen. Die große Sorge bleibt: Zahlt sich dieser Sparkurs am Ende aus, oder führt der sportliche Aderlass womöglich in eine Katastrophe?

Die Zukunft des Klubs steht und fällt also damit, ob man es schafft, die jungen Talente wie Mohya, Leszczynski und die anderen entscheidend zu fördern. Das ist der einzige Weg, damit der Verein wieder wirkliche Werte generieren und die Wende schaffen kann.

Am Ende wird alles davon abhängen, ob Borussia bei der Entwicklung dieser Juwelen erfolgreich ist. (red)